Betreuung bei Demenz - Bieten Sie einen häuslichen Betreuungsdienst an
Häuslicher Betreuungsdienst – Ihr Einstiegsangebot für eine umfassende Betreuung bei Demenz
Mit zusätzlichen häuslichen Betreuungsdiensten ermöglichen Sie, dass Menschen mit Demenz länger in ihrer eigenen Wohnung leben können. Darüber hinaus können Sie mit diesem niedrigschwelligen Angebot an Betreuung bei Demenz die Weichen für die Zukunft in Ihrem Pflegedienst stellen.
Mehr Informationen zum Thema Betreuung bei Demenz finden Sie in "Demenz: Pflege & Betreuung kompakt".
Betreuung als wichtiger Baustein in der Versorgung für Menschen mit Demenz
Um die häusliche Pflege und Betreuung zu unterstützen und Angehörige zeitlich zu entlasten und emotional zu unterstützen, haben sich die häuslichen Dienste für die Betreuung – auch als ein Einstiegsangebot für eine umfassende Fremdbetreuung – mittlerweile als wichtiger Bestandteil in der Versorgung an Demenz Erkrankter etabliert. Denn pflegende Angehörige nehmen z. B. mit diesem Angebot oft erstmalig Hilfe von außen an. Damit ist auch ein wichtiger erster Schritt getan, der die Inanspruchnahme einer weiteren stationären oder ambulanten Betreuung fördert.
Für diese Menschen mit Demenz ist das Angebot an Betreuung besonders geeignet:
- Für an Demenz Erkrankte, die sich z. B. in der Betreuungsgruppe nicht wohl fühlen und solche Angebote rigoros ablehnen. Dieses ist vor allem in den Anfangsphasen der Demenz fast immer wieder der Fall.
- An Demenz Erkrankte, die in einer Betreuung in der Gruppe massiv stören, z. B. durch ständiges lautes Rufen oder Schreien. Da sich hier viele andere Betreute gestört fühlen und unruhig werden, ist eine Betreuung in der Häuslichkeit oft geeigneter.
Vorteile einer häuslichen Betreuung von Menschen mit Demenz
- Menschen mit Demenz bekommen durch die Ihr Betreuungsangebot Abwechslung in ihrem oft eintönigen Alltag und sollen durch den Betreuer eine Stärkung ihres Selbstwertgefühls und ihrer noch vorhandenen Kompetenzen erfahren.
- Durch möglichst immer diese Betreuungsperson können Vertrauensverhältnisse aufgebaut und individuelle Förderung zuteil werden. (Außerdem bleibt der an Demenz Erkrankte durch die Betreuung zu Hause in seiner vertrauten Umgebung, in der er sich sicher fühlt und meist besser zurechtfindet.)
- Die Angehörigen profitieren von der Möglichkeit, die Zeiten der Betreuung – anders als in einer Betreuungsgruppe – nach ihrem persönlichen Bedarf abzustimmen.
Hinweis: Beachten Sie, dass auch bei allein lebenden an Demenz Erkrankten ein häuslicher Betreuungsdienst helfen kann. Denn regelmäßige Kontakte und andere unterstützende Angebote können u.U. so lange wie möglich ein selbständiges Leben in der eigenen Wohnung gewährleisten. Zudem werden zusätzliche Versorgungsbedarfe - genauso wie eventuelle Grenzen der häuslichen Versorgung - mit Hilfe des Betreuers eher erkannt.
Lesen Sie auch in "Demenz: Pflege & Betreuung kompakt" mehr zum Thema Betreuung und Demenz.
Ihre Chance als Pflegedienst: Pflegeversicherung beteiligt sich an den Kosten
Wenn ein Pflegebedürftiger erheblich beaufsichtigungs- und betreuungsbedürftig ist, können sich pflegende Angehörige Entlastung verschaffen, indem sie Leistungen laut Pflegeleistungs-Ergänzungsgesetz in Anspruch nehmen. Allerdings muss der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) im Rahmen der Begutachtung festgestellt haben, dass der Demenzkranke eine dauerhafte und erhebliche Einschränkung der Alltagskompetenz aufweist.
Wenn Sie als ambulanter Pflegedienst häusliche Betreuung anbieten möchten
Wenn Sie Ihren an Demenz erkrankten Kunden und deren Angehörigen häusliche Betreuung anbieten möchten, muss Ihr Pflegedienst von der Pflegekasse anerkannt sein. Allerdings müssen Sie kein besonderes Anerkennungsverfahren durchlaufen, um Leistungen nach § 45b Sozialgesetzbuch (SGB) XI (Pflegeleistungsergänzungsgesetz) zu erbringen. Es reichen folgende Angaben aus, um von den Pflegekassen als Leistungserbringer anerkannt zu werden:
● Name und Adresse des Pflegedienstes,
● Kurze Beschreibung des besonderen Betreuungsangebotes,
● Preis für das besondere Betreuungsangebot,
● Schriftliche Erklärung, dass für die notwendige Qualitätssicherung des besonderen Betreuungsangebotes gesorgt wird.
"Nur Betreuung" heißt: Keine Pflege oder hauswirtschaftliche Leistungen
Während der Betreuungszeit ist die Betreuung die einzige Aufgabe der Betreuer. Pflegerische oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten sollen ausdrücklich nicht ausgeführt werden. Pflegerische Aufgaben könnten höchstens der begleitende Toilettengang oder das Wechseln einer Inkontinenzeinlage sein, hauswirtschaftliche Aufgaben sind evtl. im Kontext der Aktivierung und Beschäftigung möglich, nicht aber mit dem Ziel der Erledigung der Hausarbeit.
Notwendige Voraussetzungen Ihrer Betreuer:
Die Betreuer im häuslichen Betreuungsdienst sollten einige notwendige Voraussetzungen mitbringen und entsprechend geschult werden. Besonders ist hier zu erwähnen, dass die Betreuer in der Regel die Zeit allein mit dem an Demenz Erkrankten verbringen und so auf viele Eventualitäten vorbereitet werden müssen. Um den Menschen mit Demenz eine optimale Betreuung zu gewährleisten, hat sich eine „Probezeit“ von einem 1/2 Jahr bewährt. In dieser Zeit sollte von beiden Seiten darauf geachtet werden, ob es zwischenmenschlich „passt“.
Ihre Schulungsinhalte
Eine Schulung Ihrerseits sollte folgende Themen beinhalten:
● Basiswissen über das Krankheitsbild Demenz und die Behandlungsformen;
● Situation der pflegenden Angehörigen;
● Kommunikation mit dem Erkrankten;
● Umgang mit den verschiedenen Verhaltensauffälligkeiten;
● Verschiedene Möglichkeiten der Beschäftigung und Aktivierung;
● Die Bedeutung der Biografie in der Arbeit mit an Demenz Erkranken.
Hinweis: Schauen Sie auch auf dem neuen Demenz-Portal für pflegende Angehörige im Internet vorbei. Die Website www.pflegen-zuhause.net ist neu im Internet gestartet.
Alle wichtigen Informationen zu Betreuung bei Demenz finden Sie in "Demenz: Pflege & Betreuung kompakt" behandelt.
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