Palliativversorgung - Ist Ihre Palliativpflege gut vorbereitet?

Die 4 Dimensionen in der Palliativpflege

In der Palliativpflege begreifen Sie den Menschen als ganzheitliches Wesen in vier unterschiedlichen Dimensionen. Physische, psychische, spirituelle und soziale Komponenten lassen sich voneinander abgrenzen, sind aber auch aufs Engste miteinander verbunden. Jeder Mensch ist einzigartig im Erleben seiner Erkrankung und drückt dies daher in individuellen Bedürfnissen aus. Gleichzeitig besitzt er ein individuelles Potenzial an Ressourcen, ganz gleich, wie eingeschränkt er in seinen Fähigkeiten auch ist. Die Würde eines jeden Menschen und seine Einzigartigkeit werden im Leben und über den Tod hinaus geachtet, seine Autonomie wird respektiert und unterstützt. Jeder Mensch erfährt die gleiche respektvolle Zuwendung in der Palliativpflege, unabhängig von seinem Glauben, seiner Weltanschauung und seiner Herkunft.

Palliativpflege ist nicht an einen bestimmten Behandlungsort gebunden,
sondern manifestiert sich in erster Linie neben notwendigem Wissen, Fertigkeiten und Erfahrung in einer sichtbaren und erfahrbaren Haltung.

Alle Informationen zum Thema Palliativpflege finden Sie in "Palliativpflege heute".

Haltung bestimmt das Handeln in der Palliativpflege

Diese Haltung der Palliativpflege ist über einen langen Zeitraum gewachsen. Sie bestimmt das Handeln der Pflegekräfte und ist in der Palliativpflege entscheidend für den Umgang mit den Betroffenen.

Diese Haltung der Palliativepflege ist geprägt von:

  • dem Respekt vor dem Leben,
  • dem Respekt vor der Autonomie des Betroffenen,
  • der Fairness im Umgang mit sehr begrenzten Ressourcen bei dem Betroffenen und seinen Angehörigen,
  • einem unterstützenden Handlungsansatz statt eines selbsttätigen Aktionismus.

Aber wie sieht es eigentlich in Ihrer Einrichtung aus? An welchen Aufgaben und Zielen können Sie Palliativpflege erkennen? Mit Hilfe des folgenden Selbsttests zur Palliativpflege lernen Sie die Aufgaben und Ziele in der Palliativpflege kennen und können sie mit Ihrer tatsächlichen Pflegepraxis vergleichen.

Selbsttest

Palliativpflege

Sind Sie gut auf die Palliativversorgung vorbereitet?

 JA 

NEIN

Sie begleiten Sterbende und ihre Angehörigen ganzheitlich, um ein Leben in Würde bis zuletzt zu ermöglichen?

Würde Palliativpflege

Sie kennen die verschiedenen Krankheitsbilder?

Palliativpflege Krankheitsbilder

Sie erkennen und lindern körperliche, psychische, soziale und spirituelle Belastungen
(z. B. Schmerz, Luftnot und Angst)?

Palliativpflege Linderung

Sie nehmen die Bedürfnisse Ihrer Patienten / Bewohner wahr, erfragen und respektieren diese?

respektieren Palliativpflege

Sie achten die Autonomie aller Betroffenen?

Sie besitzen die Fähigkeiten und Ressourcen, den Patienten zu aktivieren und zu fördern?

Förderung Palliativpflege

Sie stellen das Wohlbefinden (als Komponente der Lebensqualität) der Betroffenen durch Begleitung sicher?

Palliativpflege Wohlbefinden

Sie akzeptieren, dass menschliches Leben begrenzt ist?

begrenzt Palliativpflege

Sie können Trauer als Teil des Lebens anerkennen und Betroffene ermutigen, zu trauern, ihre Gefühle zu zeigen und ihre Fragen zu artikulieren?

Trauer Gefühle Palliativpflege

Sie integrieren Angehörige des Patienten / Bewohners in das Pflegekonzept
(z. B. durch Einbezug in die Pflege auf Wunsch)?

Integration Palliativpflege Wunsch

Sie legen großes Gewicht auf Gespräche mit Patienten / Bewohnern und Angehörigen?

Palliativpflege Gespräche

Sie können das Palliativpflegekonzept transparent machen mit dem langfristigen Ziel, Sterben und Tod in unserer Gesellschaft zu enttabuisieren?

Konzept Gesellschaft Palliativpflege

Sie arbeiten gerne in einem interdisziplinären Team mit Ärzten, Sozialarbeitern, Seelsorgern,
Physiotherapeuten und ehrenamtlichen Helfern zusammen?

Team Zusammenarbeit Palliativpflege

Sie nutzen regelmäßige Patienten- und Teambesprechungen sowie Supervision als festen Bestandteil Ihrer Arbeit?

Besprechung Palliativpflege

Sie unterstützen sich gegenseitig im Team, akzeptieren Ihre Grenzen, Ihre Stärken und Ihre Schwächen?

Palliativpflege Unterstützung

Sie können im Team offen miteinander kommunizieren?

kommunizieren Palliativpflege

Sie arbeiten nach den Regeln des Pflegeprozesses?

Pflegeprozess Palliativpflege

Sie kennen und integrieren Palliativpflegestandards in Ihre tägliche Arbeit?

Standards Palliativpflege

Sie nutzen die Möglichkeit der Fort- und Weiterbildung zu palliativen und hospizlichen Themen?

Fortbildung Palliativpflege

Sie können sich in Ihrer Einrichtung mit Fragen an Fachkräfte mit Palliative-Care-Ausbildung wenden
oder haben selbst eine Ausbildung in Palliative Care?

Ausbildung Palliativpflege

Auswertung: Wenn Sie alle Fragen mit „Ja“ beantwortet haben, erfüllen Sie eine wesentliche Aufgabe in der Palliativpflege: das Nachdenken über die eigene Pflegepraxis und das Reflektieren der eigenen Haltung mit dem Ziel, die Lebensqualität der Betroffenen möglichst zu verbessern.

Sicherlich haben Sie schon viele Aspekte entdeckt, die in Ihrer Praxis ausgezeichnet funktionieren. Aber vielleicht gibt es auch den einen oder anderen Punkt, bei dem Sie oder Ihr Team noch Unterstützung bei der Palliativpflege gebrauchen könnten.

Tipp: Machen Sie die Aspekte, bei denen Sie kein „Ja“ ankreuzen konnten, zum Gegenstand Ihrer Teambesprechung und überlegen Sie, wie Sie diese in Ihrer täglichen Praxis besser umsetzen können.

Mehr Informationen zum Thema Vorbereitung in der Palliativpflege finden Sie in "Palliativpflege heute".



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Schmidt, 12.11.2009:
Schöner Artikel

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