Helfen Sie Ihren Pflegekunden bei der Versorgung ihres Enterostomas

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Die Versorgung von Pflegekunden mit einem Enterostoma ist für Sie in Ihrem Pflegealltag keine Seltenheit. Doch immer wieder treten Probleme und Komplikationen auf. Für Ihren Pflegekunden ist dies besonders belastend. Denn hier geht es um einen sehr intimen pflegerischen Bereich. Schamgefühle sind daher an der Tagesordnung. Um Ihre Pflegekunden in dieser Situation bestmöglich versorgen zu können, werden von Ihnen große Sensibilität und Professionalität verlangt. Die folgenden Tipps helfen Ihnen, Ihre Pflegekunden mit einem Stoma optimal zu versorgen.
Lesen Sie alles zum Thema Enterostoma in der Palliativpflege in "Palliativpflege heute".
1. Tipp: Beraten Sie Ihre Pflegekunden
Viele Ihrer Pflegekunden, die im Laufe ihrer Erkrankung mit der Anlage eines Enterostomas konfrontiert werden, reagieren zuerst mit Ablehnung darauf. Die Tatsache, dass sie ihren Stuhl zukünftig in einem Beutel auffangen sollen, anstatt zur Toilette gehen zu können, greift massiv ihr Selbstwertgefühl an. In dieser Situation ist es besonders wichtig, dass Sie den betroffenen Pflegekunden detailliert beraten. Erläutern Sie, mit welchen Problemen in der Zukunft zu rechnen ist, aber zeigen Sie besonders ausführlich, welche Lösungsmöglichkeiten es hierfür auch gibt. Gute Beratung nimmt Ihrem Pflegekunden viele Ängste vor der Zukunft.
2. Tipp: Leiten Sie Ihre Pflegekunden an
Sie können viel für das Selbstwertgefühl Ihres Pflegekunden tun, wenn Sie ihm zeigen, wie er sein Stoma zukünftig selbst versorgen kann. Dafür ist es natürlich notwendig, dass Ihr Pflegekunde weiß, worauf er dabei achten muss:
- Leiten Sie ihn an, seinen Stomabeutel bei Bedarf selbst zu wechseln, indem Sie ihm die richtige Anlegetechnik vermitteln.
- Sensibilisieren Sie ihn auch, durch genaues Beobachten eventuelle Veränderungen an seinem Stoma oder der umgebenden Hautpartie zu erkennen.
3. Tipp: Achten Sie auf die richtige Größe
Um Hautirritationen und andere Komplikationen von Anfang an zu vermeiden, ist es wichtig, dass die Stomaversorgung richtig passt. Dies gilt für alle Versorgungssysteme, egal ob Ihr Pflegekunde mit einem ein- oder zweiteiligen Stomasystem (einem System mit oder ohne abnehmbaren Beutel) versorgt wurde. Wichtig für Sie ist zu wissen, dass sich ein neu angelegtes Enterostoma in den ersten 3 bis 6 Monaten um bis zu 30 % verkleinern kann. Die Stomaversorgung muss in dieser Zeit besonders sorgfältig beobachtet werde. So können Sie rechtzeitig reagieren, falls eine Änderung in der Versorgung notwendig sein sollte.
4. Tipp: Hautschutz ist wichtig
Eine gesunde Haut ist von wesentlicher Bedeutung für Ihren Pflegekunden. Nur so ist es ihm möglich, seine Stomaversorgung ohne Juckreiz und Schmerzen zu tragen, ohne zusätzlich beeinträchtigt zu sein. Achten Sie bei der Hautpflege daher auf Folgendes:
- Vermeiden Sie Ölbäder und stark rückfettende Hautcremes rund um das Stomasystem. Sie könnten dazu führen, dass die Stomaversorgung bei Ihrem Pflegekunden nicht richtig haftet und sich im schlimmsten Fall sogar löst.
- Machen Sie Ihren Pflegekunden darauf aufmerksam, dass jede Stomaversorgung nur eine bestimmte Zeit (je nach Produktbeschreibung) getragen werden kann. Danach haftet die Versorgung nicht mehr richtig auf der Haut und der Stuhl kann unter das Versorgungssystem gelangen und die Haut schädigen. Hier darf nicht am falschen Ende gespart werden.
- Ist die Haut Ihres Pflegekunden schon gerötet und strapaziert, bieten die Hersteller der verschiedenen Stomaversorgungssysteme spezielle Hautpflegeprodukte an (z. B. Derma Gard Hautschutzfilm Tücher der Firma Coloplast).
- Es kommt immer wieder vor, dass einer Ihrer Pflegekunden allergisch auf das Material des verwendeten Stomasystems reagiert. Dabei kommt es zu Entzündungen, Rötungen oder Reizungen der Haut. In einem solchen Fall bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als das Versorgungsmaterial zu wechseln.
Tipp: Viele Sanitätsfachgeschäfte arbeiten eng mit Stomatherapeuten zusammen. Dort können Sie oder Ihr Pflegekunde bei Problemen gezielt Rat und Hilfe finden.
Noch mehr Tipps zum Thema Enterostoma in der Palliativpflege finden Sie in "Palliativpflege heute".
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