So verhelfen Sie Pflegekunden mit chronischen Schmerzen zu einem besseren Schlaf

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Wenn Ihr Pflegekunde unter beständigen, also chronischen Schmerzzuständen leidet, schläft er erfahrungsgemäß schlecht. Denn chronische Schmerzen führen dazu, dass der Betroffene sowohl am Ein-, als auch am Durchschlafen gehindert wird. Ein wirklich erholsamer Nachtschlaf bleibt damit sehr vielen Schmerzpatienten verwehrt. Das Mittel 1. Wahl ist natürlich eine optimale Schmerztherapie. Aber es stehen Ihnen als Pflegekraft auch noch andere Möglichkeiten zur Verfügung, um den Schlaf Ihres Pflegekunden zu fördern.
In "Praxis: Altenpflege" finden Sie noch weitere hilfreiche Ideen zum Thema „Was Sie bei Schlaflosigkeit aufgrund chronischer Schmerzen beachten sollten“.
Ein guter Schlaf ist, wie das Empfinden von Schmerzen, ein ganz individuelles und subjektives Gefühl. So kann es durchaus vorkommen, dass Ihr Kunde über eine schlechte Nachtruhe klagt, obwohl der Nachtdienst Ihnen mitteilt, dass der Betroffene die ganze Nacht gut geschlafen habe. Die unterschiedliche Bewertung des Schlafes kann daran liegen, dass der Betroffene in dieser Nacht z. B. von schlechten Träumen heimgesucht wurde oder ständig aufgrund von Schmerzen immer wieder kurz aufgewacht ist. Seine Schlafqualität war also schlecht, obwohl er geschlafen hat. Nehmen Sie daher die Klagen Ihres Pflegekunden ernst und verharmlosen Sie sie nicht. Versuchen Sie, durch gezieltes Nachfragen die Ursachen der Schafstörung zu erfahren und sie gemeinsam mit Ihrem Pflegekunden zu beseitigen. Besprechen Sie auch in Ihrem Team, wie Sie die Situation des Betroffenen verbessern können.
Verbessern Sie die Schlafqualität durch schlafhygienische Maßnahmen. Dabei sollten Sie darauf achten, dass Ihr Pflegekunde:
- 3 Stunden vor dem Zubettgehen keine anregenden Getränke, wie z. B. Kaffee, zu sich nimmt. Auch auf Bier am Abend sollte verzichtet werden. Denn Bier macht zwar wegen des Hopfens müde, verhindert dafür aber oft ein gesundes Durchschlafen.
- circa 3 Stunden vor dem Zubettgehen auf größere Mahlzeiten verzichtet.
- sich keine aufregenden Filme mehr anschaut und so am Einschlafen gehindert wird.
- die Raumtemperatur seines Schlafzimmers bei 18 °C hält.
Eine weitere Möglichkeit, Ihrem Pflegekunden zu helfen, besteht darin, gezielt für Entspannung und eine angenehme, schlaffördernde Atmosphäre zu sorgen. Dies können Sie beispielsweise durch Folgendes erreichen:
- Ein heißes Bad zur Entspannung anbieten.
- Das Schaffen eines Schlafrituals, z. B. durch das Sprechen eines Nachtgebets, das Vorlesen eines schönen Gedichtes, das Hören eines Hörspieles.
- Ihren Pflegekunden anregen zu meditieren. Animieren Sie ihn z. B. dazu, vor seinem inneren Auge das Bild einer Meereswelle, die an den Strand rollt, entstehen zu lassen. Dabei soll er sich das gleichmäßige Rauschen der heranrollenden Welle vorstellen und darauf seine Konzentration lenken.
- Das gezielte Einsetzen von Entspannungstechniken, wie z. B. autogenes Training und progressive Muskelentspannung.
Sie brauchen noch zusätzliches Praxiswissen über die Versorgung Ihrer Pflegekunden mit chronischen Schmerzen? Dann lesen Sie "Praxis: Altenpflege".
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