Den Umgang mit Demenz optimal gestalten
Der Umgang mit Demenz
Die Arbeit mit Demenzkranken ist für Fach- und Hilfskräfte in der stationären Pflege gleichermaßen belastend und schwierig. Die Pflegekräfte müssen sich auf demente Bewohner individuell einstellen. Es gibt keine Patentrezepte im Hinblick auf den Umgang mit Bewohnern, die an Demenz leiden! Dennoch helfen bestimmte Verhaltens- und Umgangsformen dem Bewohnern mit Demenz, in seiner Welt besser zurechtzukommen.
Mehr Informationen zum Umgang mit Demenz finden Sie in "Stationäre Pflege aktuell".
In Anlehnung an Gabriele Karadeniz, Sozialpädagogin der Alzheimer Gesellschaft Main-Kinzig e.V. sind hier nachfolgende 7 Regeln für den Umgang mit Demenz in der stationären Pflege angeführt. Diese Regeln sind keine unumstößlichen Gesetze, sondern Empfehlungen und Orientierungshilfen, die Ihnen den teilweise schwierigen Umgang mit Demenzkranken erleichtern sollen.
Probieren Sie es aus!
So sorgen Sie für den richtigen Umgang mit Demenz
- Lassen Sie sich durch Beschimpfungen und andere Aggressionen des Demenzkranken nicht kränken und / oder verletzen. Sie gelten nicht Ihnen als Person. Sorgen Sie für einen ruhigen Ton im Umgang. Denken Sie immer daran, dass der Bewohner mit Demenz unter einer schweren hirnorganischen Krankheit leidet, die Fehleinschätzungen und Fehlverhalten zur Folge hat.
- Bei verbalen Angriffen von Bewohnern mit Demenz sollten Sie im Umgang ruhig, sicher und verständnisvoll reagieren. Da Demenzkranke oft auf momentane Situationen und Stimmungen reagieren, kann sich der gegenseitige Umgang dann auch schnell wieder entspannen.
- Oft sind Angst und Überforderung ein Grund für auftretende Aggressivität. Sorgen Sie deshalb dafür, dass es im Umgang nicht zu Überforderungssituationen für den Bewohner kommt.
- Es tut dem Bewohner mit Demenz gut, wenn er eine gewohnte Umgebung und wiederkehrende Situationen erlebt. Deshalb können Sie ihm mit Ritualen bei der Bewältigung des Alltages helfen, z. B. eine Tasse Kakao vor dem Schlafengehen.
- Halten Sie ungewohnte Außenreize, z. B. Karnevalsumzug, möglichst gering.
- Lange Argumentationsketten kann der Bewohner mit Demenz nicht mehr verstehen. legen Sie im Umgang Wert auf kurze, klare Sätze und eine angemessene Lautstärke. Stellen Sie keine „Oder“-Fragen.
- Vermeiden Sie Streit mit dem Dementen! Ein Streit ist eine intellektuelle Auseinandersetzung. Der Erkrankte ist dabei immer der Unterlegene, weil ihm die Argumente ausgehen. Dies kann im Umgang wiederum zu Eskalationen, z. B. Aggression, führen.
Mehr Informationen zum Umgang mit Demenz finden Sie in "Stationäre Pflege aktuell".
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