Saubere Hände sind das A und O

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Immer wieder machen Mängel in der Hygiene in Krankenhäusern und Pflegeheimen von sich reden. Bis zu 40.000 Menschen sterben jedes Jahr an Infektionen, die sie sich in einem Krankenhaus zugezogen haben. Doch auch in einem Pflegeheim kann es leicht zur Übertragung von Erkrankungen von einem Pflegekunden auf den anderen kommen. Dabei sind es oft die Hände des Pflegepersonals, die an der Übertragung von Krankheitserregern mitverantwortlich sind. Damit Sie Ihre Pflegekunden nicht ‚aus Versehen‘ anstecken, sollten Sie einige leichte Regeln zur Hygiene in der Pflege beachten.
Weitere Informationen zum Thema Hygiene in der Pflege finden Sie im PPM-Fernkurs "Hygienebeauftragter in der Altenpflege".
Optimale Hygiene: Schützen Sie Ihre Patienten durch die richtige Händedesinfektion
Eine der wirksamsten und effektivsten Maßnahmen der Hygiene in der Pflege ist die richtige Händehygiene und -desinfektion. Wird sie richtig durchgeführt, ist schon viel gewonnen.
Die folgenden 6 Regeln helfen Ihnen, Ihre Händedesinfektion zur richtigen Zeit durchzuführen und so Ihre Pflegekunden und sich selbst zu schützen.
Regel 1:
Desinfizieren Sie Ihre Hände vor jedem Kontakt mit einem Pflegekunden.
Regel 2:
Desinfizieren Sie Ihre Hände auch nach jedem Kontakt mit einem Pflegekunden. Nur so können Sie gewährleisten, dass Krankheitserreger nicht von einem Pflegekunden auf den anderen oder auf Kollegen übertragen werden.
Regel 3:
Desinfizieren Sie Ihre Hände nach jedem Kontakt mit der Umgebung Ihres Patienten. Eine Händedesinfektion sollten Sie vornehmen, nachdem Sie das Zimmer des Patienten verlassen haben, selbst wenn Sie keinen direkten Kontakt mit dem Pflegekunden hatten. Infektionen können durch das bloße Berühren des Bettes bzw. anderer Gegenstände übertragen werden.
Regel 4:
Desinfizieren Sie Ihre Hände nach jedem Kontakt mit eventuell infektiösem Material. Das bedeutet also nach dem Umgang mit Ausscheidungen, Erbrochenem, Körperflüssigkeiten jeglicher Art.
Regel 5:
Desinfizieren Sie Ihre Hände vor jeder sterilen Tätigkeit. Hierzu zählen insbesondere der direkte Kontakt mit geschädigter Haut (z. B. durch das Anlegen neuer Verbände oder die Verabreichung von Injektionen) oder Schleimhäuten.
Regel 6:
Desinfizieren Sie Ihre Hände auch vor und nach jedem Anlegen von Schutzhandschuhen. Die Schutzhandschuhe dienen Ihrem persönlichen Schutz durch Kontaktreduzierung mit Infektionskeimen. Durch das Tragen von Schutzhandschuhen entsteht in kurzer Zeit ein feucht-warmes Milieu, das eine Keim- und Bakterienvermehrung fördert. Daher ist eine erneute Händedesinfektion auch nach dem Ausziehen der Handschuhe notwendig.
Unser Internet-Tipp für Sie: Weitere Informationen zur Händedesinfektion finden Sie unter http://www.rki.de/
Im PPM-Fernkurs "Hygienebeauftragter in der Altenpflege" finden Sie noch mehr Hinweise zum Thema Hygiene in der Pflege.
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