Hygiene ist wichtig – auch beim Umgang mit Verstorbenen

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Vielleicht fragen Sie sich auch manchmal, wie Sie einerseits pietätvoll und andererseits hygienisch korrekt mit Ihrem verstorbenen Pflegekunden umgehen sollen. Noch immer gibt es viel Unsicherheit im richtigen Umgang mit Verstorbenen. In vielen Köpfen geistern z. B. noch Geschichten von ausströmenden Leichengiften o. Ä. herum. Um dies kurz vorwegzunehmen: Ihr verstorbener Pflegekunde ist nicht giftig! Dennoch gibt es Krankheitserreger, an denen Sie sich infizieren könnten. Jedoch nur durch eine Schmierinfektion in den Mund oder durch eine Verletzung Ihrer Haut z. B. eine Schnittverletzung. Lesen Sie, was Sie dabei beachten müssen.
Weitere Hinweise zum Thema Hygienerichtlinen bei verstorbenen Pflegekunden finden Sie im PPM-Fernkurs "Hygienebeauftragter in der Altenpflege".
Was ist bei der Versorgung verstorbener Pflegekunden zu beachten?
Sie müssen keine gesundheitlichen Bedenken bei der Versorgung Ihrer verstorbenen Pflegekunden haben, wenn Sie einige elementare Hygienerichtlinien beachten:
- Achten Sie darauf, dass Sie bei der Versorgung des Verstorbenen stets Schutzkleidung (bestehend aus Schürze oder Kittel und Handschuhen) tragen. Bei Pflegekunden, die an einer infektiösen Krankheit litten, sollten Sie auch an einen Mundschutz denken.
- Auch Angehörige, die bei der letzten Versorgung des Verstorbenen helfen wollen, sollten mit der entsprechenden Schutzkleidung und gegebenenfalls mit einem Mundschutz zur eigenen Sicherheit ausgestattet werden.
- Alle entfernten Lagerungskissen und sonstige Bettwäsche müssen in Ihrer hauseigenen Wäscherei oder einer Fremdreinigung desinfizierend gesäubert werden. Um die Vermischung mit anderer Wäsche zu vermeiden (besonders im häuslichen Bereich), bietet es sich für diese Wäsche an, einen separaten Wäschesack zu verwenden.
- Entfernte Kanülen, venöse Zugänge und Blasenverweilkatheter sind sofort in dafür geeigneten Abwurfbehältern zu entsorgen.
- Achten Sie bei der Versorgung Ihres Pflegekunden darauf, die verunreinigten Pflegeutensilien stets vom Körper entfernt zu tragen.
- Werfen Sie benutztes Pflegematerial nicht auf den Fußboden, um es erst anschließend zu entsorgen.
- Nach dem Zurechtmachen Ihres Pflegekunden ist eine gründliche hygienische Händedesinfektion durchzuführen. Dabei sollten Sie Ihre Unterarme auf alle Fälle nicht vergessen.
- Sobald Ihr Pflegekunde vom Bestattungsinstitut abgeholt wurde, sollten Sie eine gründliche Reinigung des Zimmers durch Ihren Hygienedienst in die Wege leiten.
- Im häuslichen Bereich können Sie den Angehörigen empfehlen, das Zimmer, Bett und den Nachttisch gründlich mit einem desinfizierenden Reinigungsmittel zu säubern.
- Sollte Ihr Pflegekunde bis zu seiner Abholung durch das Bestattungsinstitut in einem Aufbahrungsraum gelegen haben, müssen Sie auch hier alle benutzten Materialien (Leintücher, Fritzchen etc.) auswechseln. Vergessen Sie auch nicht, die Bahre zu desinfizieren.
Im PPM-Fernkurs "Hygienebeauftragter in der Altenpflege" finden Sie zusätzliche Informationen zum Thema Hygienerichtlinen bei verstorbenen Pflegekunden.
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