„Verdammt jetzt habe ich mich gestochen!“ – So verhindern Sie wirkungsvoll Nadelstichverletzungen

Nadelstichverletzungen müssen in der Pflege verhindert werden

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„Verdammt jetzt habe ich mich gestochen!“ – Wer hat nicht schon einmal diesen Satz während seiner Arbeit von einem Teammitglied gehört oder hat ihn sogar selbst ausgerufen? Nadelstichverletzungen kommen immer wieder im pflegerischen Alltag vor, aber nicht allen Betroffenen ist klar, welche gesundheitlichen Gefahren sie mit sich bringen. Hepatitis B und C, aber auch HIV sind typische Erkrankungen, die von Ihrem Pflegekunden auf Sie durch eine Nadelstichverletzung übertragen werden können. Lesen Sie, durch welche Maßnahmen Sie Nadelstichverletzungen effektiv vermeiden können.

Mehr zum Thema Nadelstichverletzungen in der Pflege finden Sie in "Praxis: Altenpflege".

5 Maßnahmen zur Vermeidung von Nadelstichverletzungen

  1. Sprechen Sie in Ihrem Team das Risiko „Nadelstichverletzungen“ an, und fragen Sie nach, wie das Thema von anderen Teammitgliedern eingeschätzt wird.
  2. Überlegen Sie zusammen mit Ihren Teamkollegen, in welchen bei Ihnen typischen pflegerischen Situationen es zur Gefahr einer Nadelstichverletzung kommt und wie diese zukünftig besser verhindert werden könnten (z. B. durch das Einführen neuer und besserer Abrufsysteme für gebrauchte Einmalkanülen).
  3. Wenden Sie sich an Ihren Chef, doch wieder einmal eine interne Fortbildung zu diesem Thema für alle Mitarbeiter anzubieten. Auf diese Weise werden möglichst viele Ihrer Kollegen für dieses wichtige Thema erneut sensibilisiert und auf den neuesten aktuellen Erkenntnisstand gebracht.
  4. Bitten Sie Ihren Chef, im Rahmen der internen Fortbildung das Team über neue und sichere Produkte zu informieren. Jeder Hersteller von Medizinprodukten schickt Ihnen mit Sicherheit sehr gerne einen Kundenberater. Dieser kann dann vor Ort mit dem Pflegepersonal besprechen, welche Produkte sinnvoll sind und wie mit ihnen umgegangen wird. Nutzen Sie den Kundenservice und lassen Sie sich beraten!
  5. Sollten Sie vor kurzem erst neue Arbeitsinstrumente oder Abwurfbehälter in Ihrem Arbeitsumfeld erhalten haben, so ist es immer wichtig, in einer Übungsstunde die sichere Handhabung damit zu trainieren. Nur durch das Wissen um den korrekten Umgang mit den Arbeitsinstrumenten können Arbeitsunfälle verhindert werden. Scheuen Sie sich daher nicht, Ihren Chef um solch eine Übungsstunde zu bitten.

Extra-Tipp: Tragen Sie Einmalhandschuhe bei allen pflegerischen Maßnahmen, bei denen Sie mit Blut oder Wundsekreten in Kontakt kommen könnten. Diese schützen Sie zwar nicht vor Nadelstichverletzungen, dafür vermindern sie Ihr Infektionsrisiko. Denn es muss nicht immer eine blutende Wunde sein, um sich mit gefährlichen Krankheiten zu infizieren. Häufig reichen schon kleine, oberflächliche Verletzungen Ihrer Haut.

Mehr Maßnahmen zur Prävention von Nadelstichverletzungen in der Pflege finden Sie in "Praxis: Altenpflege".

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