10 Empfehlungen, die helfen, damit das Arzt-Patient-Gespräch gelingt

© Alexander Raths
Die Kommunikation zwischen dem Arzt und medizinischen Laien gestaltet sich in der Regel immer schwierig. Denn die meisten Mediziner sind zwar Experten auf ihrem Fachgebiet, jedoch nur wenig darin geschult, ihr Wissen dem normalen Bürger weiterzuvermitteln. Geht es dann in einem Arzt-Patient-Gespräch um eine schwere Erkrankung und die geplante Therapie, kann dies zu verhängnisvollen Missverständnissen führen. Schuld daran sind oft Zeitnot des Arztes, medizinisches Fachchinesisch und die Angst der Betroffenen, gezielte Fragen zu stellen.
In „Palliativpflege heute” finden Sie noch weitere hilfreiche Empfehlungen zur Gestaltung eines vertrauensvollen Arzt-Patient-Gespräches.
Geben Sie die folgenden Empfehlungen an Ihre Pflegekunden oder auch an deren Angehörige weiter. Sie helfen dabei, das nächste Arzt-Patient-Gespräch vorzubreiten und konsequente Nachfragen zu stellen.
Führen Sie ein erfolgreiches Arzt-Patient-Gespräch
Die folgenden 10 Tipps zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten, damit Ihr Arztgespräch ein Erfolg wird.
Empfehlung 1: Nehmen Sie nach Möglichkeit immer eine Person Ihres Vertrauens zu Ihrem Arztgespräch mit. Das vermittelt Ihnen Sicherheit, mindert die Nervosität und hilft somit, wichtige Fragen nicht zu vergessen.
Empfehlung 2: Überlegen Sie sich schon zu Hause Fragen, die Ihnen besonders auf der Seele brennen. Notieren Sie sich diese Fragen, denn viele Menschen sind bei einem Gespräch mit ihrem Arzt aufgeregt. Da kann es leicht dazu kommen, dass Wichtiges vergessen wird. Nehmen Sie daher die Liste als Gedächtnisstütze zu Ihrem Gespräch mit.
Empfehlung 3: Stecken Sie sich 1 Notizblock und 1 Stift ein. Sie oder Ihre Begleitperson können sich damit alle wichtigen Informationen, die Sie vom Arzt erhalten, notieren. Zu Hause können Sie sich dann das Gespräch anhand Ihrer Notizen nochmals in Ruhe durch den Kopf gehen lassen.
Empfehlung 4: Vor wichtigen Entscheidungen, wie z. B. einer Operation, sollten Sie sich nach Möglichkeit etwas Bedenkzeit erbitten, damit Sie alle zur Verfügung stehenden Optionen in Ruhe überdenken können. Sie sollten sich nicht zu einer übereilten Therapieentscheidung drängen lassen.
Empfehlung 5: Machen Sie mit dem Arzt einen genauen Termin aus. Fragen Sie den Arzt nach der ungefähren Dauer des Gespräches. So können Sie sich innerlich darauf einstellen.
Empfehlung 6: Bitten Sie den Arzt, das Gespräch in einem ruhigen Raum zu führen, in dem Sie ungestört sind. Schließlich geht es hier um ein höchst sensibles Thema, das nicht in der Öffentlichkeit besprochen werden sollte.
Empfehlung 7: Lassen Sie sich von dem Arzt genau die Diagnose und die möglichen Therapien erklären. Bestehen Sie darauf, dass er Ihnen Fachbegriffe und Fremdwörter so übersetzt, dass Sie sie ohne Mühe verstehen können.
Empfehlung 8: Fragen Sie sofort nach, wenn Ihnen etwas unverständlich ist. Haben Sie keine Scheu davor, den Arzt zu bitten, Ihnen einen Sachverhalt nochmals zu erklären, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Schließlich geht es um Ihren Körper und Ihre weitere Behandlung.
Empfehlung 9: Sollte Ihnen die vorgeschlagene Behandlungsoption nicht zusagen, fragen Sie nach weiteren Optionen und Behandlungsalternativen.
Empfehlung 10: Machen Sie gleich am Ende des Gespräches mit Ihrem Arzt einen neuen konkreten Termin aus. So halten Sie immer Kontakt zu ihm und können auftretende Fragen, Kummer und Sorgen zeitnah besprechen.
In „Palliativpflege heute” finden Sie noch Tipps und Hilfestellungen, wie sich Ihre Pflegekunden optimal auf Ihr Arztgespräch vorbereiten können.
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