Palliativpflege - Theorie und Altenpflegepraxis

Optimale Palliativpflege

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Stellen Sie sich Folgendes vor: Sie haben nach einigen Mühen und Arbeit Ihre Fortbildung im Bereich Palliativpflege erfolgreich abgeschlossen. Mit viel Elan und großer Motivation wollen Sie nun Ihr neu erworbenes Wissen in die Praxis umsetzen. Gleichzeitig wollen Sie die neuen Erkenntnisse auch Ihrem Team vermitteln. Doch es ist, wie so oft: Für kurze Lerneinheiten zwischendurch ist im normalen Pflegealltag einfach keine Zeit. Daher ist es wichtig, überlegt und geplant vorzugehen. Lesen Sie hier, mit welchen Möglichkeiten Sie Ihr Wissen trotzdem "an den Mann" bringen.

Weitere Informationen zum Thema Fortbildung in der Palliativpflege finden Sie in "Palliativpflege heute".

Veranstalten Sie kleine Palliativpflege-Fortbildungseinheiten

Am besten können Sie Ihr Wissen in kleinen Fortbildungseinheiten an Ihr Team weitergeben. In kurzen Vorträgen, unterstützt vielleicht durch eine PowerPoint-Präsentation, ist es Ihnen möglich, ausgesuchte Themenbereiche mit Ihren Teamkollegen zu bearbeiten. Sie können diese Präsentationen in regelmäßigen Abständen (z. B. alle 4–6 Wochen) auf Ihrer Station durchführen oder aber eine Fortbildung auch für Ihr gesamtes Haus anbieten.

Holen Sie sich Expertenhilfe

Sollten Sie sich nicht berufen fühlen, kleine Vorträge zu halten, können Sie vorschlagen, einen externen Berater ins Haus zu holen. Er kann mit Ihrer Heim- und Pflegedienstleitung ein individuelles Konzept der Fortbildung für Ihr Haus entwickeln. In mehreren Fortbildungseinheiten werden Ihre Teamkollegen dann mit den Themen aus der Palliativpflege, Kommunikation und Angehörigenarbeit vertraut gemacht.

Wie wäre es mit einem Qualitätszirkel?

Qualitätszirkel sind eine in der Pflege schon lange angewandte Möglichkeit, um konkrete Sachinhalte in Kleingruppen eingehender zu bearbeiten. Die Ergebnisse der Qualitätszirkel werden dann in einer kurzen Präsentation den übrigen Mitarbeitern des Hauses vorgestellt. In der Regel werden sie anschließend als Standard verbindlich im Haus eingeführt. Mit Hilfe der Qualitätszirkelarbeit können Sie Ihr Wissen in der Palliativpflege an die Kollegen weitergeben. Gleichzeitig überlegen Sie gemeinsam mit Ihren Kollegen, wie sich die erarbeiteten Themen am besten in Ihre Hauskonzeption integrieren lassen.

In der Palliativpflege geht probieren oft über studieren

Immer wieder werden Sie erleben, dass nicht jeder Ihrer Kollegen über Veränderungen im Arbeitsablauf erfreut ist. Gründe dafür gibt es viele. Sie beginnen bei der Angst vor zusätzlicher Mehrarbeit und enden bei Befürchtungen, neue Anforderungen nicht erfüllen zu können. Um dies im Vorfeld zu vermeiden, ist es wichtig, Ihren Kollegen mitzuteilen, dass Sie nicht beabsichtigen, die ganze Station neu zu organisieren. Vielmehr gehe es lediglich um kleine Veränderungen, z. B. die Durchführung der Mundpflege mit einer speziellen Mundpflegelösung statt der bisher verwandten Glyzerinstäbchen.
Vereinbaren Sie mit Ihren Kollegen eine "Probezeit", in der das gesamte Team die pflegerische Neuerung ausprobiert. Am Ende der Probezeit besprechen Sie in einer gemeinsamen Teamsitzung die gemachten Erfahrungen. Nun können Sie gemeinsam entscheiden, wie Sie zukünftig weiter verfahren wollen.

In "Palliativpflege heute" erfahren Sie noch mehr zum Thema Fortbildung in der Palliativpflege.

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