8 Möglichkeiten, um freiheitsentziehende Maßnahmen zu verhindern

© puje - Fotolia.com
Unruhezustände bei Pflegekunden kommen immer wieder vor. Oft sind besonders an Demenz Erkrankte davon betroffen. In manchen Fällen kann es so weit kommen, dass Sie überlegen, ob freiheitsentziehende Maßnahmen zum Selbstschutz für den Betroffenen bei Gericht angeregt werden sollten. Dabei gibt es noch viele Alternativen, die Sie im Vorfeld versuchen sollten, um eventuelle Gefahren abzuwenden. Im Folgenden lesen Sie einige Möglichkeiten, die Sie leicht in Ihrem Pflegealltag umsetzen können.
In „Praxis: Altenpflege” finden Sie noch weitere hilfreiche Tipps zum Thema „Welche Alternativen gibt es, um freiheitsentziehende Maßnahmen zu vermeiden?”
Selbstverständlich ist, dass freiheitsentziehende Maßnahmen gegen den Willen des Betroffenen nur mit dem Einverständnis des rechtlichen Betreuers und mit betreuungsgerichtlicher Genehmigung durchgeführt werden dürfen. Versuchen Sie, zu deren Verhinderung erst folgende Möglichkeiten zu nutzen:
- Lenken Sie Ihren Pflegekunden durch kleinere Arbeiten auf dem Wohnbereich ab. Das können Sie z. B. mit kleinen Stationsarbeiten, wie das Abräumen und Abwischen der Tische tun.
- Oft hilft ein gemeinsamer Spaziergang, den Lauftrieb vieler Demenzerkrankter zu mindern.
- Manchmal genügen auch entspannende Musik oder sogar beruhigende Düfte, um die Unruhe und den damit verbundenen Bewegungsdrang zu mindern.
- Installieren Sie einen Bewegungsmelder an der Wohnbereichstür. So werden Sie immer rechtzeitig informiert, sobald ein Pflegekunde den Wohnbereich verlassen möchte.
- Um die Folgen eines drohenden Sturzes zu vermeiden, sollten Sie für Ihren Pflegekunden geeignete Hilfsmittel einsetzen. Dafür eigenen sich z. B. Hüftprotektoren, ein Sturzhelm, Gehhilfen und tiefer stellbare Betten.
- Bringen Sie Hut, Mantel, Stock oder Straßenschuhe so unter, dass sie Ihrem Pflegekunden nicht gleich ins Auge fallen. Viele Erkrankte verzichten auf das Verlassen der Wohnung, wenn ihnen ihre „Ausgeh-Utensilien” fehlen.
- Damit Ihr Pflegekunde in der Nacht nicht unabsichtlicht herumirrt, können Sie gut eine Sensormatte vor das Bett des Betroffenen legen. So hören Sie sofort, wenn der Betroffene allein aufstehen möchte, und können ihn begleiten bzw. Hilfestellung leisten.
- Ortungssysteme, z. B. Chips, die in der Kleidung zu tragen sind, oder entsprechend programmierte Handys mit GPS-Ortung helfen, Menschen, die sich verirrt haben, wieder aufzufinden.
Als Abonnent von „Praxis: Altenpflege” erhalten Sie noch viele weitere Hinweise, wie Sie freiheitsentziehende Maßnahmen in Ihrem Arbeitsbereich verhindern können.
Weitere Informationen
Dieses Produkt könnte für Sie interessant sein:
Holen Sie sich das nötige Wissen in Eigenregie. Alles, was Sie für den harten Pflegealltag brauchen.
Kommentare / Bewertung

Übermittlung Ihrer Stimme...
Noch nicht bewertet. Seien Sie der Erste, der diesen Artikel bewertet!
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
Um einen Kommentar zu verfassen müssen sie eingeloggt sein. Bitte geben Sie hier Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein:
Passwort vergessen?
Neu registrieren
© PRO PflegeManagement Verlag & Akademie