So setzen Sie die Kraft der Berührung gekonnt für Ihre Pflegekunden ein

Pflege mit Berührung

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Studien haben es zwischenzeitlich bewiesen: Berührungen senken die Produktion von Stresshormonen und fördern im Gegenzug die Ausschüttung von Entspannungshormonen. Ihr Pflegekunde entkrampft sich und seine Schmerzen werden weniger stark empfunden. Doch nicht immer ist Zeit für eine „lange Massagestunde“. Aber keine Sorge, auch mit wenig Zeit können Sie Ihrem Pflegekunden viel Gutes tun.

„Palliativpflege heute” hält noch weitere nützliche Praxis-Tipps für Sie bereit.

Vermeiden Sie bei der Körperpflege das Tragen von Einmalhandschuhen

Hygiene ist wichtig und bei der Durchführung der Intimpflege ist das Tragen von Einmalhandschuhen unerlässlich. Auch bei der Versorgung von Wunden oder wenn Ihr Pflegekunde unter einer ansteckenden Hauterkrankung leidet, sind Handschuhe ein Muss. Liegt dies alles nicht vor, sollten Sie möglichst auf das Tragen von Handschuhen verzichten. Denn der bloße Hautkontakt allein wird schon als sehr angenehm empfunden. Sie steigern so ganz automatisch und „wie von selbst“ das Wohlbefinden Ihres Pflegekunden.

Cremen Sie Ihren Pflegekunden regelmäßig ein

Nach der Körperpflege mit einer wohlriechenden Hautlotion eingecremt zu werden dient nicht nur der Hautpflege. Diese Hautpflege bietet Ihnen auch die Möglichkeit, Ihren Pflegekunden mit Berührungen so richtig zu verwöhnen. Doch Vorsicht: Nicht jeder Pflegekunde mag das regelmäßige Eincremen nach der Körperpflege! Gehen Sie daher auf die individuellen Vorlieben Ihres Pflegekunden ein.

Führen Sie eine Hand-Arm-Massage durch

Wenn Sie Ihrem Pflegekunden eine ganz besondere Freude machen wollen, können Sie eine Hand-Arm-Massage durchführen. Sie werden merken, wie gut sich Ihr Pflegekunde dabei entspannen und vielleicht sogar einschlafen kann. Die Wirkung der Massage können Sie noch durch den Einsatz des folgenden Aromaöles verstärken.

Mischen Sie in einer 100-ml-Flasche

  • 90 ml Basisöl (z. B. Aloe-vera-, Jojoba- oder Weizenkeimöl)
  • 9 Tropfen Zitrusöl (z. B. Citrus paradisi)
  • 5 Tropfen Kamillenöl (z. B. Anthemis nobilis)
  • 2 Tropfen Jasminöl (Jasminum grandiflorum)

Die Massageölmischung reicht für ca. 10 Massagen.

Einreibung mit Schmerzöl hilft gleich mehrfach

Bei Verspannungen und leichteren Schmerzzuständen der Gelenke kann die Einreibung mit einem Schmerzöl sehr gute Dienste leisten. Neben den Inhaltsstoffen des Öles wirkt auch die sanfte Einreibung durch Sie beruhigend auf Ihren Pflegekunden. Sie signalisieren ihm mit Ihrer Einreibung: „Ich nehme Ihre Schmerzen ernst. Ich habe Zeit für Sie.”

Führen Sie bei Kopfschmerzen eine kleine Kopfmassage mit Pfefferminzöl durch

Folgendermaßen gehen Sie dabei vor:

  1. Massieren Sie mit 4 bis 5 Tropfen reinen Pfefferminzöls in sanften, kreisenden Bewegungen 3- bis 4-mal täglich.
  2. Konzentrieren Sie sich dabei auf die schmerzenden Stellen an Stirn und Schläfe.
  3. Achten Sie unbedingt darauf, dass kein Öl in die Augen gelangt. Es kann sonst zu starken Reizungen kommen.

Klinische Studien haben gezeigt, dass Pfefferminzöl in seiner Wirksamkeit Aspirin oder Paracetamol nicht unterlegen ist. Durch seinen kühlenden Effekt werden die Schmerzrezeptoren in der Haut betäubt und die Schmerzsignale auf diese Weise blockiert.

Weitere Wohlfühl-Tipps für Ihre Pflegekunden finden Sie in „Palliativpflege heute”.

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