Für Physiotherapie ist es nie zu spät

Palliativpflege

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„Also, ich weiß wirklich nicht, was Physiotherapie mir noch helfen soll.“ Kennen Sie auch solche Aussagen von Ihren Pflegekunden? Besonders, wenn der Betroffene schon seit längerer Zeit das Bett nicht mehr verlassenen kann, steht er dem Angebot von physiotherapeutischen Maßnahmen oft abwehrend gegenüber. Und auch von den Angehörigen erhalten Sie nicht immer die Unterstützung, die Sie sich wünschen. Manchmal wird die Physiotherapie sogar eher als eine zusätzliche Qual statt Hilfe für den Erkrankten angesehen. Daher ist es wichtig, Ihren Pflegekunden und seine Angehörigen zu beraten, welche Lebensverbesserungen mit Hilfe der Physiotherapie noch erreicht werden können.

Alle wichtigen Informationen zum Thema Physiotherapie in der Palliativpflege finden Sie in "Palliativpflege heute".

Bei diesen Beschwerden kann die Physiotherapie auch bei schwersterkrankten Menschen eingesetzt werden

Physiotherapie kann bei sehr vielen unterschiedlichen Beschwerden in der Palliativpflege eingesetzt werden. Die wichtigsten sind:

  • Schmerzen (Muskel-, Knochen-, Gelenk-, Nervenschmerzen)
  • Verspannungen
  • Mangelnde Entspannung
  • Atemnot
  • Ödeme
  • Kreislaufschwäche
  • Schwindel
  • Missempfindungen
  • Kommunikationsarmut
  • Bettlägerigkeit
  • Obstipation
  • Zur Entlastung pflegender Angehöriger

Welche Maßnahmen der Physiotherapie bieten sich an?

Innerhalb der Physiotherapie gibt es verschiedene Varianten, die eingesetzt werden können. Welche Maßnahme für Ihren Pflegekunden die beste ist, entscheidet der behandelnde Arzt. In der Palliativpflege bieten sich die folgenden Varianten besonders an.

Die reine Krankengymnastik

Die altbekannte Krankengymnastik bietet sich immer dann an, wenn es um den Einsatz von Bewegungsübungen geht. Dabei können je nach Bedarf passive, unterstützende oder aktive Bewegungsübungen eingesetzt werden. Im Bereich der Angehörigenarbeit können verschiedene Lagerungs-, Transfer-, aber auch Prophylaxemaßnahmen (z. B. Dekubitus-, Kontrakturenprophylaxe) vermittelt werden.

Das Bewegungsbad

Der Einsatz eines Bewegungsbades bietet sich vor allem bei Pflegekunden an, die unter starken Schmerzen im Bereich der Knochen und Muskulatur leiden. Durch den Auftrieb des Wassers fühlen sich die Betroffenen sozusagen fast schwerelos. Die Muskulatur kann sich entspannen und es kommt dadurch zu einer Schmerzlinderung. Pflegekunden, die eine sehr schwache Muskulatur haben, erleben im Bewegungsbad die Möglichkeit, sich vom Wasser tragen lassen zu können. Obwohl das Bewegungsbad von vielen Betroffenen als anstrengend empfunden wird, sind die Erfolge unbestritten. Der Einsatz eines Bewegungsbades sollte im Vorfeld jedoch unbedingt mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden.

Die Atemtherapie

Atemnot ist ein Symptom, das in der Pflege von schwersterkrankten Menschen immer wieder auftritt. Für die Betroffenen ist eine solche Situation mit Angst, ja sogar mit Todesangst verbunden. Um die Symptome der Atemnot zu mildern oder vielleicht sogar zu verhindern, bietet sich eine konsequente Atemtherapie an. Sie löst den angesammelten Schleim in den Lungen und den Bronchien und kann einer Lungenentzündung vorbeugen. Aber auch zur Schmerzreduktion, durch den Einsatz bestimmter Atem- und Entspannungsübungen, kann die Atemtherapie gut eingesetzt werden.

In "Palliativpflege heute" finden sie noch mehr zum Einsatz der Physiotherapie in der Palliativpflege.

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