Wissenswerte Tipps für die richtige Anwendung von Matrix-Schmerzpflastern

Optimale Schmerztherapie in der Palliativpflege

© Gina Sanders

Schmerzpflaster sind heute eine oft und gerne genutzte Möglichkeit, stärkste Schmerzen bei Pflegekunden unter Kontrolle zu bringen. Sie sind grundsätzlich einfach in der Handhabung und der Betroffene ist bis zu 72 Stunden von seinen Schmerzen befreit. Doch trotz aller Einfachheit gibt es einige Fallstricke, die die Wirkung der Schmerzpflaster beeinträchtigen können. Die folgenden Tipps zeigen Ihnen, wie Sie diese vermeiden. So ist die optimale Schmerztherapie für Ihre Pflegekunden gewährleistet.

In „Palliativpflege heute” finden Sie noch weitere Empfehlungen zum Thema „Die richtige Anwendung eines Schmerzpflasters”.

1. Tipp: Wählen Sie für das Schmerzpflaster eine geeignete Hautstelle aus. Sie sollte sich bei Körperbewegungen nicht stark falten. Gut geeignet sind der obere Rückenbereich, die Brust oder der Oberarm.

2. Tipp: Beachten Sie bei der Auswahl einer geeigneten Hautstelle, dass das Schmerzpflaster nicht auf gereizte, verletzte oder bestrahlte Haut geklebt werden darf.

3. Tipp: Die von Ihnen ausgewählte Hautstelle sollte möglichst wenig behaart sein. Sie können vorhandene Haare mit einer Schere kürzen. Auf das Abrasieren der Haare mit einem Nass- oder Trockenrasierer sollten Sie jedoch verzichten. Durch eine Rasur käme es zu Mikroverletzungen der Haut. Diese könnten dann die Wirkung des Pflasters beeinflussen.

4. Tipp: Reinigen Sie die von Ihnen ausgewählte Hautstelle mit klarem Wasser und tupfen Sie die Stelle anschließend trocken. Verzichten Sie auf Seife oder andere Reinigungsmittel.

5. Tipp: Um die Klebkraft des Pflasters nicht zu beeinträchtigen, sollten Sie an der ausgewählten Hautstelle auf Cremes oder Hautlotionen zur Hautpflege verzichten.

6. Tipp: Sobald Sie das Pflaster aufgeklebt haben, sollten Sie es noch 10–30 Sekunden fest mit der flachen Hand andrücken. So können Sie sicher sein, dass es auch wirklich richtig haftet.

7. Tipp: Sobald Sie das Pflaster wechseln müssen, sollten Sie immer erst das alte Pflaster entfernen, bevor Sie das neue Pflaster kleben. Nutzen Sie mehrere Pflaster gleichzeitig, sollten auch alle Pflaster gemeinsam gewechselt werden.

8. Tipp: Die Klebstelle des Pflasters sollten Sie zu jedem Pflasterwechsel ändern. Jede Klebstelle kann nach 7 Tagen erneut wieder beklebt werden.

9. Tipp: Denken Sie daran, dass sich die Wirkstoffkonzentration im Blut durch Wärme verstärken kann. Diesbezügliche Wärmequellen können z. B. Heizkissen, Wärmflaschen, heißes Badewasser oder direkte Sonneneinstrahlung sein. Der unmittelbare Kontakt des Pflasters mit diesen Wärmequellen sollte vermieden werden.

10. Tipp: Bei einer Badeanwendung sollten Sie darauf achten, dass die Badetemperatur nicht über 37 °C liegt.

11. Tipp: Fieber kann ebenfalls die Wirkstoffkonzentration im Blut erhöhen. In diesem Fall sollten Sie Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.

12. Tipp: Achten Sie bei der 1. Anwendung eines Schmerzpflasters immer auch auf die Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen, Verstopfung, Schläfrigkeit. Halten Sie bei Bedarf Rücksprache mit dem Arzt.

Wenn Sie noch mehr Informationen zum Thema „Schmerztherapie und Matrix-Pflaster” benötigen, lesen Sie „Palliativpflege heute”.

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