Die erste Konfrontation mit dem Tod ist schwer

Pflege und Tod

© Bernd_Leitner - Fotolia.com

Für Fachkräfte in der Pflege gehört der Umgang mit dem Thema "Tod und Sterben" zu unserem Arbeitsalltag. Wir haben zwischenzeitlich gelernt, damit umzugehen. Für Pflegeschüler hingegen ist die Konfrontation mit dem Tod eine gänzlich neue Erfahrung. Manche Schüler verarbeiten den ersten Kontakt mit dem Tod gut. Andere sind noch Tage danach regelrecht traumatisiert. Wie Ihre Schüler diese Situation meistern, hängt nicht zuletzt von Ihrer Vorbereitung ab. Lesen Sie, wie Sie Ihren Schüler schon im Vorfeld unterstützen können, mit einer solchen Grenzerfahrung gut zurechtzukommen.

Informieren Sie sich noch umfassender zum Thema Pflege und der Tod in "Palliativpflege heute".

Unterstützen Sie Ihre Schüler durch gute Kommunikation

Es kommt immer wieder vor, dass Schüler mit dem Thema "Tod und Sterben" konfrontiert werden, ohne darauf vorbereitet worden zu sein. Sie werden zu der Versorgung schwersterkrankter oder im Sterben liegender Menschen eingeteilt und sind oft mit dieser Situation völlig überfordert. Mit ein bisschen Vorbereitung und einfühlsamen Gesprächen können Sie solche Situationen jedoch vermeiden. Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei:

Tipp 1: Sobald ein neuer Schüler zu Ihnen auf die Station oder zu Ihrem ambulanten Dienst kommt, ist es sinnvoll, ein "Kennenlerngespräch" zu führen. Fragen Sie dabei Ihren Schüler auch, ob er bereits Kontakt zu Schwersterkrankten oder Sterbenden hatte.

Tipp 2:  Fragen Sie Ihren Schüler nach seinen bisherigen Erfahrungen mit dem Thema "Tod und Sterben". Hat er z. B. schon einmal sterbende Menschen pflegerisch versorgt? Hat er schon einmal geholfen, einen Toten zu versorgen? Vergessen Sie dabei auch nicht, nach Erfahrungen aus seinem privaten Umfeld zu fragen. Erfahrungen mit schwersterkrankten oder verstorbenen Familienangehörigen beeinflussen den persönlichen Umgang mit diesen Themen maßgeblich.

Tipp 3: Bereiten Sie Ihren Schüler auf die Situationen, die ihn bei Ihnen auf der Station erwarten, vor. Erklären Sie ihm, dass Sie sehr häufig Menschen in der Endphase des Lebens pflegen.

Tipp 4: Fragen Sie Ihren Schüler nach seinen Erwartungen, aber auch seinen Ängsten und Sorgen für die Zeit seines Aufenthaltes auf Ihrer Station. Oftmals werden Sie bei Ihrem ersten Gespräch keine ausführliche Antwort erhalten. Bieten Sie daher Ihrem Schüler an, dass Sie bei Problemen, Überforderungen oder einfach bei fachlichen Fragen immer als Ansprechpartner für ihn da sind.

In "Palliativpflege heute" finden Sie noch mehr Tipps zum Thema Thema Pflege und der Tod.

Weitere Informationen

Dieses Produkt könnte für Sie interessant sein:

 
Palliativpflege heute
Holen Sie sich professionellen Rückhalt bei der würdevollen Begleitung, Betreuung und Versorgung von schwerstkranken und sterbenden Menschen. Praxisnahe Tipps und Umsetzungshilfen...
 
 
 


Kommentare / Bewertung

Übermittlung Ihrer Stimme...
Artikel hat 4.0 von 5 Sternen erhalten (2 Bewertungen).
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
Keine Kommentare

Um einen Kommentar zu verfassen müssen sie eingeloggt sein. Bitte geben Sie hier Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein:


Passwort vergessen?
Neu registrieren

 
© PRO PflegeManagement Verlag & Akademie
 

MeinPPM-Login

Kundendienst

erreichbar täglich von 7-22 Uhr
Telefon: 0228/95 50 130
Fax: 0228/36 96 480
E-Mail: kundendienst(at)ppm-online.org