4 Tipps, mit denen Sie Angehörige verständlich und einfach informieren

Tipps zur Informationsweitergabe

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Gespräche mit und Informationsweitergabe an Angehörige gehören zu der Königsdisziplin Ihrer Kommunikationskompetenz. Ein gutes Gespräch mit den Angehörigen kann sich auf die weitere Versorgung Ihres Pflegekunden sehr vorteilhaft auswirken. Schlechte Informationsweitergabe führt jedoch zu vielen Missverständnissen und damit zu Fehlern in der weiteren pflegerischen Versorgung. Unter Umständen kann es bei den Angehörigen sogar unnötige Ängste schüren. Allerdings haben Sie sicher auch schon erlebt, dass es nicht immer einfach ist, den medizinischen „Fachjargon“ für die Angehörigen 1:1 zu übersetzen. Wie Ihre Kommunikation trotz dieser Schwierigkeiten gut gelingen kann, haben wir für Sie hier in 4 Tipps zusammengestellt.

Informieren Sie sich noch umfassender zum Thema Tipps bei der Informationsweitergabe in der Pflege in "Palliativpflege heute".

Mit diesen 4 Tipps gelingt Ihnen eine gute Informationsweitergabe an die Angehörigen

Angehörigengespräche sind mindestens so schwer wie die Gespräche mit Ihren schwestererkrankten Pflegekunden. Denn nicht immer ist es leicht, den Angehörigen die notwendigen Informationen in einer allgemein verständlichen Sprache mitzuteilen. Folgende Tipps helfen Ihnen bei Ihren Angehörigengesprächen:

1. Tipp: Geben Sie kurze und einfache Antworten auf die gestellten Fragen

Stellen Sie sich einmal vor, es kommt der Ehemann einer Ihrer Pflegekundinnen zu Ihnen und fragt Sie: „Wie geht es meiner Frau?“ Was glauben Sie, was möchte er von Ihnen hören?
„Ihre Frau leidet immer noch unter einem ausgeprägten Schmerzsyndrom und wir werden die Opioid-Theraphie nun durch zusätzliche Coanalgetika ergänzen“?
Oder wäre es nicht besser, dem Ehemann folgende Antwort zu geben:
„Ihre Frau hat immer noch Schmerzen. Sie bekommt jetzt noch zusätzliche Medikamente, um die Schmerzen zu lindern.“

2. Tipp: Verweisen Sie rechtzeitig auf den behandelnden Arzt

Häufig kommt es vor, dass Angehörige von Ihnen noch tiefergehende Informationen über den Behandlungsablauf, die Medikamentenwirkungen oder eventuell sogar medizinische Prognosen erfahren möchten. In solchen Fällen sollten Sie rechtzeitig die Angehörigen an den behandelnden Arzt verweisen. Denn es die Aufgabe des Arztes, mit den Angehörigen medizinische Sachverhalte zu klären.

3. Tipp: Ein Kurzinformationsblatt erspart viele Fragen

Besonders in der ambulanten Pflege kommt es immer wieder vor, dass die Angehörigen Sie zu einer pflegerischen Maßnahme immer wieder aufs Neue befragen. Meist liegt dies daran, dass sich die Angehörigen die Fülle der Informationen nicht merken können. Um sich ständig wiederholende Gespräche zum gleichen Sachverhalt zu vermeiden, kann es hilfreich sein, den Angehörigen ein Informationsblatt an die Hand zu geben. Ein Beispiel dafür wäre eine Zusammenfassung: „So führen Sie die Mundpflege richtig durch“. Die so gewonnene Zeit können Sie verwenden, um andere wichtige Dinge mit Ihrem Pflegekunden oder dessen Angehörigen zu klären.

4. Tipp: Nicht immer sind Sie der richtige Ansprechpartner

Es kommt immer wieder vor, dass Angehörige neben Ihrer pflegerischen Leistung zusätzliche Hilfe wünschen, sei es im psychologischen, sozialen oder sogar im finanziellen Bereich. Um hier dem Informationsbedürfnis der Betroffenen gerecht zu werden, ist es immer sinnvoll, wenn Sie eine Reihe von regionalen Kontaktdaten wie z.B. Adresslisten von Selbsthilfegruppen, kirchlichen Beratungsstellen und Ansprechpartnern, Rentenberatern etc. zur Hand haben. Diese Informationen können Sie dann den Angehörigen dann bei Bedarf schnell und bequem zur Verfügung stellen.

In "Palliativpflege heute" erfahren Sie noch mehr Tipps zum Thema Informationsweitergabe in der Pflege.

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