Ausgeh-Abende bieten pflegenden Angehörigen eine regelmäßige Auszeit

Tipps in der Pflege

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Einen Angehörigen zu Hause zu pflegen ist eine kräftezehrende und anspruchsvolle Aufgabe. Doch neben der körperlichen Anstrengung ist es vor allen Dingen die fehlende Freizeit, die pflegende Angehörige vermissen. Erholung muss jedoch in regelmäßigen Abständen möglich sein. Schlagen Sie den Angehörigen daher die Einrichtung eines regelmäßigen Ausgeh-Abends vor.

In „pdl.konkret ambulant” finden Sie noch weitere Ideen und Tipps, wie sich pflegende Angehörige ein wenig Freiraum verschaffen können.

Die folgenden Tipps zeigen Ihnen, wie pflegende Angehörige Freizeit und Fürsorge miteinander verbinden können.

Tipp 1: Nutzen Sie die Möglichkeiten der Nachtpflege

Nicht alle, aber dennoch einige Pflegeheime bieten pflegenden Angehörigen die Möglichkeit der sogenannten Nachtpflege an. Angehörige können Ihren zu Pflegenden am späten Nachmittag in das Heim bringen, dort übernachtet er und ihn am nächsten Tag nach dem Frühstück wieder abholen. So hat der pflegende Angehörige die Möglichkeit, einen ganz ungestörten Abend zu verbringen. Gleichzeitig weiß der zu Pflegende, dass er am nächsten Tag wieder nach Hause in sein gewohntes Umfeld kann.

Hinweis: Geben Sie Angehörigen den Tipp auch den Kontakt zu ihrer Pflegekasse zu suchen und sich über die Möglichkeiten für eine eventuelle Kostenübernahme oder -beteiligung (Stichworte: teilstationäre Pflege, Verhinderungspflege) zu erkundigen.

 

Tipp 2: Familienmitglieder können für den pflegenden Angehörigen einspringen

In vielen Familien ist es so, dass es immer eine bestimmte Person ist, die sich für die familiären Angelegenheiten verantwortlich fühlt. So auch für die Pflege der Eltern. Doch die Pflege eines Angehörigen sollte nie nur auf den Schultern eines Familienangehörigen ruhen – sie ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Daher dürfen sich die Betroffenen nicht scheuen, ihre Kinder (wenn sie alt genug sind), Geschwister und andere Familienmitglieder darum zu bitten, sie zu entlasten. Empfehlen Sie den Betroffenen, sich nicht von einem Satz wie „Ich habe nächste Woche an keinem Abend Zeit” abspeisen zu lassen. Eher sollte ein Familientreffen organisiert werden, um die freien Abende weit im Voraus zu planen. Aktuell zum Jahreswechsel bietet sich z. B. eine Planung für das kommende Jahr gut an.

Tipp 3: Warum nicht die Nachbarschaftshilfe nutzen?

Es gibt keine Kinder und die Geschwister wohnen viel zu weit weg? Dennoch müssen pflegende Angehörige nicht auf den freien Abend verzichten. Empfehlen Sie, den Kontakt zur Nachbarschaftshilfe zu suchen. Dort können Besuchsdienste auch für einige Stunden arrangiert werden. Wie lange der Besuchsdienst am Abend bleiben kann, sollten die Angehörigen in einem persönlichen Gespräch klären. Für die Unterstützung durch die Nachbarschaftshilfe oder ähnliche Hilfsangebote ist in der Regel ein kleiner Unkostenbeitrag zu entrichten.

Tipp 4: Nachbarschaftsring / Tauschring

Eine besonders schöne Idee ist die der Nachbarschafts- oder Tauschringe. Hier bieten die Mitglieder ihre Leistungen oder Fähigkeiten an, z. B. kochen, einkaufen, Gartenarbeiten oder Feng-Shui. Diese Angebote werden von anderen Mitgliedern angefordert und mit virtuellen Punkten/Gutscheinen „vergütet”. So können dann, sobald genügend Punkte gesammelt wurden, auch Leistungen anderer Mitglieder eingetauscht werden, z. B. die Betreuung eines Pflegebedürftigen für einen Abend. Hier finden Sie die Adressen für viele Tauschringe in ganz Deutschland.

In „pdl.konkret ambulant” finden Sie noch weitere Lösungsideen zum Thema „Entlastung für pflegende Angehörige”.

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