Und täglich grüßt das Murmeltier

Gelungene Personalführung mit diesen Lösungsansätzen

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Fühlen Sie sich manchmal auch wie in einer Endlosschleife, ähnlich wie die PDL im folgenden Beispiel? Die Pflegedienstleitung Frau Herzlich stellt wie so häufig fest, dass in einer Dokumentationsmappe zahlreiche Handzeichen fehlen. Der Medikamentenschrank im Dienstzimmer steht wieder einmal offen, und eine Pflegefachkraft ärgert sich gerade darüber, dass das letzte Bestellformular aus dem Ordner entnommen wurde, ohne neue zu kopieren. Als Frau Herzlich die Mitarbeiter während der Übergabe um eine Stellungnahme zu den Vorfällen bittet, antworten diese betroffen und fast einstimmig: „Ja, das sagen wir den Kollegen auch immer wieder, aber es ändert sich nichts, und wir haben keine Lust mehr, immer wieder das Gleiche zu sagen.” Wir nennen Ihnen nachfolgend 3 verschiedene Lösungsansätze für derartige Situationen.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auch im „Praxishandbuch Sozialmanagement”.

Das Beispiel verdeutlicht eine häufige Problematik: Bestimmte Fehler passieren immer wieder, obwohl jeder Mitarbeiter die korrekten Abläufe kennt. Sie und Ihr Team sind sich einig: Keiner von Ihnen hat Lust, immer wieder auf die Einhaltung bestimmter Regeln hinzuweisen, und sagt deshalb schon gar nichts mehr. 
All diese Gründe sind verständlich, und vermutlich handelt kein Mitarbeiter mit Absicht falsch oder nachlässig. Bei der Lösungssuche kommt es also nicht darauf an, Schuldige zu finden, sondern Ihre Mitarbeiter für die Wichtigkeit bestimmter Aufgaben zu sensibilisieren.

Jedes Team ist anders

In jedem Team gibt es wahrscheinlich unterschiedliche Wiederholungsfehler. Ein Grund hierfür ist auch die Prioritätensetzung der Wohnbereichsleitungen und Ihre eigene als PDL. Da auch die Energie und Experimentierfreude in einzelnen Teams unterschiedlich sind, finden Sie im Folgenden verschiedene Lösungsansätze.

Lösungsansatz 1: Die klassische Checkliste

Erstellen Sie gemeinsam im Pflegeteam eine Checkliste, auf der Sie alle Tätigkeiten aufführen, die häufig falsch laufen oder immer und immer wieder vergessen werden. Neu auftretende Fehler tragen Sie jeweils beim 2. Auftreten mit in die Liste ein. Gehen Sie diese Liste gemeinsam mit Ihren Mitarbeitern während der Übergabe durch, haken Sie ab, was erledigt wurde, und lassen Sie offen, was vergessen wurde. Wenn eine Vorgabe einen Monat lang durchgängig eingehalten wurde, kann sie gestrichen werden.

Lösungsansatz 2: Unterteilung von wiederkehrenden Fehlern

Nicht alle auftretenden Fehler sind gleich schwerwiegend. Legen Sie daher fest, welche Bedeutung ein Fehler wirklich hat. Dieses Schema muss Ihren Mitarbeitern bekannt sein.

Lösungsansatz 3: Schaffen Sie Anreize

Tadeln Sie nicht, wenn etwas vergessen wurde, sondern heben Sie positiv hervor, wenn Ihre Mitarbeiter regelmäßig an eine bestimmte Aufgabe gedacht haben. Zeigen Sie, dass Sie gute Leistungen bemerken.
Legen Sie bestimmte (symbolisch gemeinte) positive Verstärker für kontinuierlich erfüllte Aufgaben fest:

  • Spendieren Sie etwa immer einen Kinogutschein, wenn ein Mitarbeiter 40 Reparaturmeldungen geschrieben hat.
  • Stellen Sie Süßigkeiten oder Kuchen ins Dienstzimmer, wenn Ihre Mitarbeiter mehrere Wochen lang besonders auf Ordnung geachtet haben.
  • Verschenken Sie Büchergutscheine, wenn eine Pflegefachkraft ihre Pflegeplanungen und Evaluationen immer auf Stand hat.

Möglicherweise stehen Sie auf dem Standpunkt, dass die sorgfältige Arbeit Ihrer Mitarbeiter eine Selbstverständlichkeit ist. Trotzdem sind Anreize im Hinblick auf die Motivation unbezahlbar.

Übersicht: Unterteilung von Fehlern und Lösungsansätze

Fehler

Lösungsansätze

schwerwiegend: alle Fehler oder Nachlässigkeiten, die Bewohner schädigen.         
Beispiel: Ein Bewohner hat falsche Tabletten bei der Medikamentenverteilung erhalten.

Sprechen Sie den Verantwortlichen für den Fehler persönlich unter 4 Augen an, und erstellen Sie ein Gesprächsprotokoll über Ihr Gespräch. Prüfen Sie zudem, ob die Abläufe den Fehler begünstigt haben, etwa häufige Störungen.

sehr wichtig: Fehler, die das Image Ihrer Einrichtung schädigen oder Kosten verursachen.     
Beispiele: Es fehlen Handzeichen in Durchführungsnachweisen. Ein Arzttermin wurde vergessen.     

Delegieren Sie Kontrollaufgaben an Mitarbeiter, denen diese Fehler häufig unterlaufen: Derjenige, der im letzten Monat am häufigsten sein Handzeichen vergessen hat, soll den Durchführungsnachweis kontrollieren und dafür sorgen, dass alle Kollegen lückenlos eintragen. Analysieren Sie Fehlerquellen im Team. Hinterfragen Sie Ihre Informationsweitergabe.

weniger wichtig: alle Fehler, die den Ablauf behindern, aber ansonsten nicht schaden.     
Beispiel: Der Geschirrwagen wurde zu spät in die Küche gebracht. 

Falls andere Bereiche betroffen sind, entschuldigt sich der Fehlerverursacher bei den Kollegen. Hinterfragen Sie darüber hinaus bestehende Abläufe im Hinblick auf deren Funktionalität und Sinnhaftigkeit.

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