Dekubitusprophylaxe - So beugen Sie in der ambulanten Pflege einem Dekubitus optimal vor

Dekubitus vorbeugen in der ambulanten Pflege

© Tyler Olson - Fotolia.com

Dekubitus - Die wichtigsten Kriterien für die ambulante Pflege

Bei bestehendem Dekubitus sollten Lagerungshilfen und ggf. Matratzen gegen Dekubitus eingesetzt werden. Allerdings sollte das Lagern eines Patienten die Förderung der Selbstständigkeit bzw. Erhaltung zum Ziel haben. Nur wenn die Lagerung auf einer Normalmatzratze nicht ausreicht, sollten Spezialmatratzen oder Spezialbetten benutzt werden.

Mehr Informationen zu Dekubitus finden Sie in "pdl.konkret ambulant".

Mobilisation beugt Dekubitus vor

Je mehr Lagerungshilfsmittel in der Pflege eingesetzt werden, desto immobiler wird u. U. der Patient. Weich- und Hohllagerung führen eher zu einer Immobilität. Um den Auflagendruck möglichst gering zu halten, sollte so viel Körperoberfläche wie möglich aufliegen. Da bei der Oberkörperhochlagerung die Gefährdung für Dekubitus extrem zunimmt, wenn die Hüftbeugung nicht mit der Bettabknickung übereinstimmt, sollte auf eine korrekte Hüftabbeugung geachtet werden. Soweit möglich, muss der Patient mobilisiert werden.

Checkliste

Was Sie als PDL bei Dekubitus in der ambulanten Pflege beachten sollten

Sorgen Sie als PDL für ausreichende Flüssigkeits-, Eiweiß und Kalorienzufuhr

Flüssigkeit hilft gegen Dekubitus.

Führen Sie fachgerechte Hautpflege durch

Hautpflege gegen Dekubitus.

Vermeiden Sie Seifen

Seifen vermeiden bei Dekubitus.

Wenn Seifen oder andere Waschzusätze benutzt werden, spülen Sie und das Team Ihres ambulanten Pflegedienstes mit klarem Wasser nach

Hautpflege gegen Dekubitus.

Bei trockener Haut sollten keine Seifen eingesetzt werden und nach dem Waschen sollte die Haut eingecremt werden

Creme gegen Dekubitus.

Nutzen Sie Wasser-in-Öl-Präperate

Hautfreundlich bei Dekubitus.

Checkliste Dekubitus erfüllt.Konnten Sie alle Punkte erfüllen, beugen Sie Dekubitus optimal vor.

Pflegedokumentation bei Dekubitus

Bei vorliegendem Dekubitus ist die Entstehung, der Verlauf, und die Behandlung nachvollziehbar zu dokumentieren.

Maßnahmen zur Prophylaxe bei Dekubitus

Erforderliche Maßnahmen zur Dekubitusprophylaxe müssen in der Maßnahmenplanung berücksichtigt werden.

  • Regelmäßige Umlagerung ist die wirksamste Vorbeugung.
  • Erforderliche Lagerungen sollten über einen Lagerungsplan/ Bewegungsförderungsplan unter Berücksichtigung der Prinzipien der aktivierenden Pflege geplant, durchgeführt und dokumentiert werden.
  • Ein Lagerungswechsel sollte mindestens im Abstand von zwei Stunden durchgeführt werden, es sei denn, es hat sich gezeigt, dass sich auch bei längeren Lagerungsinterwallen keine Rötung der Haut ergibt.
  • Individuelle Lagerungsintervalle sind zu ermitteln und zu dokumentieren.
  • Geeignete Lagerungsformen in der Pflege sind insbesondere die 30-Grad-Schräglagerung, die 135- Grad-Schräglagerung, die schiefe Ebene, die 5-Kissen- und 3-Kissen-Lagerung, die V-, A-, und I-Lagerung.

Ermitteln Sie das Risiko für einen Dekubitus

Ein bestehendes Risiko für einen Dekubitus muss mit Hilfe einer Skala zur Ermittlung des Dekubitusrisikos erkannt werden. Die mit Abstand am häufigsten genutzte Skala ist die Braden-Skala, die von einem Risiko für einen Dekubitus bei < 16 Punkten ausgeht.

Lesen Sie mehr noch über Dekubitus in "pdl.konkret ambulant".

Weitere Informationen

Dieses Produkt könnte für Sie interessant sein:

 
pdl.konkret ambulant
Leiten Sie Ihren ambulanten Pflegedienst erfolgreich und kompetent! So schaffen Sie als PDL den entscheidenden Servicevorsprung vor Ihrer Konkurrenz...
 
 
 


Kommentare / Bewertung

Übermittlung Ihrer Stimme...
Artikel hat 3.0 von 5 Sternen erhalten (3 Bewertungen).
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
Keine Kommentare

Um einen Kommentar zu verfassen müssen sie eingeloggt sein. Bitte geben Sie hier Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein:


Passwort vergessen?
Neu registrieren

 
© PRO PflegeManagement Verlag & Akademie
 

MeinPPM-Login

Kundendienst

erreichbar täglich von 7-22 Uhr
Telefon: 0228/95 50 130
Fax: 0228/36 96 480
E-Mail: kundendienst(at)ppm-online.org