Stellen Sie die Flüssigkeitszufuhr mit einem Trinkplan sicher
Eigenverantwortung in der Flüssigkeitszufuhr
Nicht nur im Sommer ist es wichtig, dass Ihre stationären Bewohner viel trinken. Aber gerade dann, wenn es wieder heiß wird, haben Ihre Pflegekräfte alle Hände voll zu tun, damit Ihre Bewohner eine zumindest ausreichende Flüssigkeitszufuhr bekommen. Ein Trinkplan kann dabei helfen.
Mehr Informationen zur Flüssigkeitszufuhr finden Sie in "Stationäre Pflege aktuell".
Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Personen über 65 Jahre eine tägliche Flüssigkeitszufuhr von ca. 2,3 Liter Wasser. Etwa 1/3 wird mit der festen Nahrung aufgenommen. Der größte Teil der Trinkmenge, ca. 1,5 Liter, muss über Getränke zugeführt werden. Dies muss in einem Trinkplan beachtet werden.
Um vor allem im Sommer auf der sicheren Seite zu sein, sollten mindestens 2 Liter pro Tag getrunken werden. Denn durch Schwitzen, aber auch bei körperlicher Aktivität, trockener Luft, hohem Verzehr von Kochsalz oder eiweißreichen Lebensmitteln, Fieber, Durchfall und Erbrechen hat Ihr Bewohner einen gesteigerten Bedarf an Flüssigkeitszufuhr. Dieser muss durch eine ausreichende Trinkmenge gedeckt werden.
Hinweis: Bei Nieren- oder Herzkranken kann die Fähigkeit, Wasser auszuscheiden, erheblich reduziert sein. Dadurch kann es eventuell zu Wassereinlagerungen im Gewebe kommen. Auch bei verschiedenen Leber- und Lungenerkrankungen kann es möglicherweise sinnvoll sein, die Flüssigkeitszufuhr zu reduzieren. Hier sollten Sie Rücksprache mit dem Kardiologen oder Hausarzt halten, wie hoch die Flüssigkeitszufuhr für Ihren Bewohner sein muss und dies im Trinkplan einkalkulieren.
Ein Trinkplan zur gesteigerten Flüssigkeitszufuhr
Für Ihren Bewohner ist es sinnvoll, sich schon morgens die Trinkmenge für den Tag vorzunehmen. Zur Kontrolle der Flüssigkeitszufuhr ist es für ihn hilfreich, wenn er einen Trinkplan über die nötige Flüssigkeitszufuhr für den Tag vorliegen hat.
Die Bezugspflegekraft vereinbart mit dem Bewohner die Menge der täglichen Flüssigkeitszufuhr und schreibt diese in den Trinkplan. Sie sorgt auch dafür, dass dem Bewohner die entsprechenden Getränke zur Verfügung stehen. Der Bewohner hakt die jeweilige Trinkmenge dann selbstständig im Trinkplan ab. Dies fördert seine Motivation, seine Flüssigkeitszufuhr zu verbessern, und steigert zugleich die Eigenverantwortung.
Tipps für eine gesteigerte Flüssigkeitszufuhr
Sie können für die richtige Flüssigkeitszufuhr sorgen, indem Sie:
- Kräuter- oder Früchtetees und vor allem Wasser mit wenig Kohlensäure anbieten.
- Abwechslung in die tägliche Auswahl an alkoholfreien Getränken in Ihrer Einrichtung bringen.
- Getränke zu einem festen Bestandteil jeder Mahlzeit machen.
- Getränke in Reichweite des Bewohners platzieren. Dies erinnert ihn ans Trinken und er wird häufiger zugreifen.
Mehr Informationen zur Flüssigkeitszufuhr finden Sie in "Stationäre Pflege aktuell".
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