Wie Sie bei Ihren Mitarbeitern die innere Kündigung vermeiden

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Mitarbeiter, die innerlich gekündigt haben, machen nur noch „Dienst nach Vorschrift“. Die Einsatzbereitschaft und die Freude an der Leistung sind verloren gegangen. Solche Mitarbeiter bringen ihre Fähigkeiten nicht mehr voll in den Arbeitsalltag ein und sind unmotiviert. Doch die meisten demotivierten Mitarbeiter haben früher gute Arbeit geleistet. Daher lohnt es sich durchaus, eine neue Vertrauensbasis zu schaffen und zu versuchen, eine Problemlösung zu finden. Einem Mitarbeiter, der schon in der Probezeit Anzeichen der inneren Kündigung zeigt, sollten Sie hingegen noch in der Probezeit kündigen. Die wichtigsten Anzeichen für eine innere Kündigung Ihrer Mitarbeiter und Tipps, wie Sie schrittweise gegensteuern können, erfahren Sie hier.
In "pdl.konkret ambulant" finden Sie noch mehr Informationen zum Thema Innere Kündigung in der Pflege.
Natürlich müssen Sie mit der Interpretation der Anzeichen vorsichtig sein. Wenn Sie aber mehrere gleichzeitig ausmachen können, sollten Sie Ihren Eindruck im Gespräch mit dem Mitarbeiter überprüfen.
Checkliste: Die 6 wichtigsten Anzeichen innerer Kündigung mit Beispielen
| Ihr Mitarbeiter... |
Soziale Signale | - geht auf Distanz zu Kollegen
- zeigt mangelnde Hilfsbereitschaft
- hält sich nicht an Spielregeln
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Kundenorientierung | - lehnt Kundenwünsche ab
- verhält sich unhöflich
- interessiert sich nicht für die Belange der Patienten
- bagatellisiert Beschwerden
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Arbeitszeitverhältnis | - lehnt jegliche Veränderung ab
- beeilt sich übertrieben bei der Diensttour
- zeigt keine Bereitschaft zu Überstunden
- hat hohe Fehlzeiten
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Arbeitsleistung | - macht „Dienst nach Vorschrift“
- zeigt mangelnde Kreativität und Initiative
- sucht Fehler bei anderen
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Persönliche Entwicklung | - lehnt Weiterbildungsveranstaltungen ab
- interessiert sich nicht für fachliche Fragen
- stellt sich gegen jede Neuerung
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Führungsverhalten (als Vorgesetzter) | - hält Zusagen nicht ein
- bevorzugt einzelne Mitarbeiter
- zeigt mangelnde Anerkennung anderer Mitarbeiter
- neigt zu einer engen Steuerung und Kontrolle
|
3 Schritte, wie Sie bei einer inneren Kündigung Ihrer Mitarbeiter vorgehen sollten
1. Schritt: Analysieren Sie, ob wirklich eine innere Kündigung vorliegt
Immer wenn Sie den Verdacht auf innere Kündigung haben, sollten Sie sich den Werdegang des Mitarbeiters sowie dessen Stärken und Schwächen vergegenwärtigen.
2. Schritt: Führen Sie ein sachliches Mitarbeitergespräch
Weisen Sie dabei Ausreden und Killerphrasen zurück. Erläutern Sie stattdessen, warum Sie den Eindruck haben, dass der Mitarbeiter innerlich gekündigt habe. Analysieren Sie gemeinsam die Ursachen dafür, und versuchen Sie, eine gemeinsame Lösung zu finden, die Ihr Mitarbeiter akzeptiert und die seine Motivation wiederbelebt.
3. Schritt: Problemlösung
Grundsätzlich hängt die Art der Problemlösung von der Bereitschaft Ihres Mitarbeiters zur Veränderung ab. Ist er bereit, sein Verhalten zu ändern, treffen Sie mit ihm konkrete Vereinbarungen, mit denen die Ursachen der inneren Kündigung überwunden werden können. Wenn Ihr Mitarbeiter zu keiner Verhaltensänderung bereit ist, verdeutlichen Sie ihm die Konsequenzen seiner Verweigerung, z. B. die Übertragung minderwertiger Tätigkeiten, eine Abmahnung oder sogar Kündigung. Solche Maßnahmen sollten zwar nur das letzte Mittel sein, aber konsequent umgesetzt werden, wenn sich sonst keine Lösung findet.
Wie Sie kooperativ und leistungsorientiert führen
Demotivierte Mitarbeiter sind gerade im sozialen Bereich ein geschäftsgefährdendes Phänomen. Daher sollten Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter durch ein kooperatives und leistungsorientiertes Führungsverhalten unterstützen. Hier finden Sie 8 effektive Tipps, wie Sie Ihre Mitarbeiter jeden Tag aufs Neue motivieren können:
- Wenn Ihr Mitarbeiter in das Pflegebüro kommt oder Sie den Mitarbeiter bei einem Kunden treffen, sollten Sie ihn mit Namen begrüßen.
- Interessieren Sie sich für das alltägliche Geschehen draußen beim Kunden.
- Nehmen Sie die Arbeit Ihres Mitarbeiters zur Kenntnis. Geben Sie ihm Feedback. Betonen Sie positive Punkte mehr als negative.
- Sprechen Sie auch einmal etwas Privates an. Erkundigen Sie sich nach privaten Dingen und erzählen Sie auch einmal – aber sparsam – von sich.
- Ermutigen Sie Ihre Mitarbeiter, Ideen und Vorschläge in den Pflegedienst einzubringen.
- Fragen Sie Ihre Mitarbeiter auch nach deren Meinung, wenn es z. B. um aktuelle Fragen der Arbeit geht.
- Nehmen Sie sich Zeit, wenn ein Mitarbeiter etwas mit Ihnen zu besprechen hat.
- Informieren Sie Ihre Mitarbeiter nicht nur darüber, was für den laufenden Betrieb erforderlich ist, sondern auch darüber, was sie wissen möchten.
Noch mehr Tipps und Checklisten zum Thema Innere Kündigung in der Pflege finden Sie in "pdl.konkret ambulant".
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