Innere Kündigung - Arbeitsunzufriedenheit rechzeitig erkennen
Erkennen Sie die Anzeichen einer Arbeitsunzufriedenheit bevor es zur inneren Kündigung kommt
Ihre Mitarbeiter verbinden mit ihrer Arbeit bestimmte Wertvorstellungen, Erwartungen und Wünsche. Diese beziehen sich auf die Arbeitszufriedenheit, die Einbeziehung in Entscheidungsprozesse, die Anerkennung sowie die Fürsorge und den Schutz durch Sie als Vorgesetzte.
Mehr Informationen zu Arbeitsunzufriedenheit in der Pflege finden Sie in "Stationäre Pflege aktuell".
Hat ein Mitarbeiter das Gefühl, dass seine Erwartungen nicht erfüllt werden, reagiert er zunächst
- mit Protest,
- dann mit Enttäuschung und
- schließlich mit innerer Verweigerung, die sich in eine innere Kündigung steigern kann.
Sieht Ihr Mitarbeiter in dieser Situation keine Möglichkeit, seinen Arbeitsvertrag zu lösen, z. B. weil er beruflich keine Alternative hat, kündigt er innerlich. Dabei handelt es sich um einen sehr langsamen, schleichenden Prozess, der jeden, unabhängig von Alter, Geschlecht und Bildung treffen kann.
Die Folgen einer inneren Kündigung
Mitarbeiter, die diese Ebene der Arbeitsunzufriedenheit erreicht haben, zeigen keine Leistungsbereitschaft mehr. Dieses mangelnde Engagement und die oft daraus resultierenden Fehlzeiten kosten Sie bares Geld. Eine innere Kündigung kann zudem folgende Konsequenzen haben:
- es gehen Ihnen wichtige kreative Potenziale verloren
- auf Dauer sinkt das Leistungsniveau aller Ihrer Mitarbeiter, denn die motivierten Teammitglieder werden sich mit der Zeit fragen, warum sie sich noch anstrengen sollen, wenn andere keine Leistung erbringen (müssen)
- Ihre Bewohner und deren Angehörige bemerken mit der Zeit die mangelnde Aktivität und eventuelle Unfreundlichkeit dieser Mitarbeiter und werden ebenfalls unzufrieden.
Eine innere Kündigung kann sich unterschiedlich äußern
Es gibt 2 Formen der inneren Kündigung: den stillen Rückzug (passiv) oder die aktive Verweigerung („Dienst nach Vorschrift“). Ob Ihr Mitarbeiter mit stillem Rückzug oder aktiver Verweigerung reagiert, hängt stark von seiner Persönlichkeit ab. Ein ruhiger introvertierter Mitarbeiter wird sich stärker zurückziehen, als ein extrovertierter Mitarbeiter.
Arbeitsunzufriedenheit frühzeitig erkennen und innere Kündigung verhindern
Je früher Sie der inneren Kündigung eines Mitarbeiters entgegenwirken, desto größer sind die Chancen, den betroffenen Mitarbeiter wieder zu motivieren und sein Potenzial voll zu nutzen.
Mehr Informationen zu Arbeitsunzufriedenheit in der Pflege finden Sie in "Stationäre Pflege aktuell".
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