Stehen Sie auch zu Ihren schwachen Momenten und schöpfen Sie daraus neue (Führungs-)Kraft

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Der Satz „Von der Leitung hängt vieles ab“ ist so manches Mal wie „An der Leitung hängt alles tonnenschwer“ zu verstehen. Gerade wirtschaftlich schwierige Zeiten, wenn z. B. die Auslastung einer Einrichtung stetig zurückgeht, können zu persönlichen Krisen führen. Die Schwierigkeiten des Unternehmens führen dann zu subjektiven Gefühlen der Resignation, Angst und Hoffnungslosigkeit. Als Heimleiter könnten Sie die Probleme auf sich beziehen. Das führt dann schnell dazu, sich als Versager zu fühlen. Bedenken Sie: Sie können Ihre Gefühle nicht verstecken! Wir sagen Ihnen, wie Sie in 6 Schritten Ihre Kraft wiederfinden können.
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Wie Ihre Auslastung aussieht, wissen in Ihren Einrichtungen meist alle Mitarbeiter – natürlich auch dann, wenn diese kritisch ist. Kommen zu diesem Wissen Ihre persönlichen Versagensängste hinzu, wird die Situation auch für Ihre Mitarbeiter schwierig. Denn Ihre emotionale Verfassung ist für Ihre Mitarbeiter spürbar. Sie teilt sich „atmosphärisch“ mit.
In der Folge kommt es zu einer Verunsicherung Ihrer Mitarbeiter: Diese zweifeln an sich selbst oder / und an Ihnen. Dass daraus ein negatives Klima entsteht, das auch Kunden und Bewohner wahrnehmen, ist zwangsläufig. Das hat wiederum einen negativen Einfluss auf die Belegung. Der Volksmund nennt so etwas auch einen Teufelskreis. Doch Sie können dem Teufel entgehen.
Stellen Sie sich negativen Emotionen
Auch zur Lösung eines solchen Teufelskreises gibt es viele Sprichwörter. Sie lauten: „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“ oder „Den Teufel bei den Hörnern packen“ usw. Es ist eine natürliche Reaktion, in schwierigen Situationen den eigenen Wert in Frage zu stellen. Wenn Sie diese Reaktion bei sich wahrnehmen, akzeptieren Sie sie zunächst ganz bewusst. Denn nur dann können Sie beginnen, daran zu arbeiten. In diesen 6 Schritten erreichen Sie es, Ihre Kraft wiederzufinden.
1. Schritt: Wahrnehmen
Verdrängen Sie das Gefühl des Selbstzweifels auf keinen Fall. Nehmen Sie es bewusst wahr.
2. Schritt: Akzeptieren
Akzeptieren Sie das Gefühl und nehmen Sie es als natürlich an.
3. Schritt: Relativieren
Machen Sie sich klar, dass Ihr Wert nicht ausschließlich von Ihrem beruflichen Erfolg abhängt. Auch wenn Sie z. B. eine glückliche Familie haben und ein friedliches Familienleben führen, ist das Ihr persönlicher unschätzbarer Erfolg.
4. Schritt: Erinnern
Erinnern Sie sich an Situationen, in denen Sie einen ähnlichen Selbstzweifel überwunden haben und Erfolg hatten. Führen Sie sich diese guten Erinnerungen wie einen inneren Film vor. Sie werden bemerken, dass Ihre mentale Kraft wächst. Was Sie früher geschafft haben, kann Ihnen auch jetzt gelingen.
5. Schritt: Strategien finden
Überlegen Sie, mit welchen Strategien Sie das geschafft haben. Nutzen Sie diese für Ihre jetzige Situation. Vielleicht haben Sie z. B. einmal trotz Ihres Selbstzweifels eine erfolgreiche
Krisensitzung zum Thema moderiert. Anschließend haben Sie sich ein Feedback geben lassen, das Sie voll bestätigt hat.
6. Schritt: Sich wertschätzen (lassen)
Zählen Sie für sich selbst auf, über welches Können Sie verfügen und welche beruflichen Erfolge Sie bereits hatten. Lassen Sie sich von Menschen, die Sie kennen und die Ihnen nahestehen, bestätigen, welche guten Fähigkeiten Sie besitzen. Denn Sie sind ein guter Heimleiter! Ganz bestimmt!
Schaffen Sie durch Teilziele persönliche Erfolge
Setzen Sie Ihre Ziele nicht zu hoch. Lassen Sie sich bei der Formulierung von Endzielen ruhig von Ihren Idealen leiten. Doch setzen Sie sich klare Teilziele, die für Sie erreichbar sind. Auf diese Weise schaffen Sie sich die Möglichkeit, viele kleine Erfolge zu erzielen, und wenn es nicht geklappt hat, können Sie feststellen, warum. Scheitern ist immer möglich, aber Sie erkennen auf diese Weise Ihre Fehler genau und haben die Chance, Ihr Vorhaben doch noch zum Erfolg zu führen. Erfolge geben Ihnen Kraft.
Formulieren Sie Ziele immer positiv. Streben Sie niemals das Ziel an, etwas zu vermeiden. Es gibt Ihnen mehr Kraft, wenn Sie z. B. sagen: „Ich will erreichen, dass die Auslastung um 1 % steigt“ als „Ich will, dass die Auslastung nicht weiter zurückgeht“. Damit stellen Sie den angenehmen und nicht den unangenehmen Zustand in den Mittelpunkt. Bedenken Sie: Positive Bilder stärken die Erfolgsaussichten.
„Ich will“ gibt Ihnen Kraft. „Ich muss“ oder „Ich sollte“ suggeriert Ihnen, ein „armes Opfer“ zu sein. Doch das sind Sie auf keinen Fall. „Ich will eine gute Auslastung erreichen“ ist eine kraftvolle Selbstmotivation. „Ich muss eine gute Auslastung erreichen“ ist dagegen eine Bürde.
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