Lob und Anerkennung – So motivieren Sie Ihre Mitarbeiter

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Mitarbeiter, deren gute Leistungen Sie anerkennen, erleben Folgendes: Die Anerkennung steigert deren Motivation und Einsatzbereitschaft. Dies führt letztlich zu besserer Leistung. Wichtig ist, dass Sie die Leistungen der einzelnen Mitarbeiter loben und nicht immer nur allgemein das Team. Voraussetzung ist zudem, dass Ihr Lob Ihre ehrliche Wertschätzung ausdrückt. Doch um eine persönliche Anerkennung aussprechen zu können, müssen Sie die Motivationsfaktoren Ihrer Mitarbeiter kennen. Wenn Ihren Mitarbeitern die Arbeit mehr Spaß macht und ihnen Selbstbewusstsein und Erfolg vermittelt, sind sie hoch motiviert und sehr engagiert. Wir geben Ihnen 6 Tipps, wie Sie Anerkennung als Führungsinstrument nutzen.
Mehr Tipps zum Thema Motivation der Mitarbeiter in der Pflege finden Sie in "Qualität in der Pflege".
Wie Sie den einzelnen Mitarbeiter motivieren können, hängt von der Situation und den für ihn persönlich wichtigen Anreizen ab. Für den einen kann wichtig sein, dass er einen besonderen Bonus erhält, z. B. einen zusätzlichen freien Tag, für den anderen kann es schon ausreichend sein, dass er Ihre besondere Wertschätzung erfährt. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern. Nur so können Sie herausfinden, wie der Einzelne „tickt".
6 Tipps, wie Sie Anerkennung als Führungsinstrument nutzen
Loben Sie einen Mitarbeiter oder das gesamte Team immer in einem zeitlichen und sachlichen Zusammenhang mit dem Ereignis. Dabei sollten Sie folgende 6 Tipps beachten:
1. Achten Sie darauf, dass Ihr Lob angemessen ist
Loben Sie nur, wenn von Ihrem Mitarbeiter oder Team tatsächlich eine sehr gute Leistung erbracht wurde.
2. Beachten Sie bei Ihrem Lob auch die Umstände
Besondere Leistungen, die ein einzelner Mitarbeiter erbracht hat und die für andere schwer zu erreichen sind, sollten Sie im Einzelgespräch loben. Leistet ein Team gute Arbeit, sprechen Sie dem gesamten Team Ihre Anerkennung aus. Wenn möglich, sprechen Sie spontanes Lob sofort aus.
3. Loben Sie in kleinen Schritten
Wenn Sie sich mit Ihren Mitarbeitern in Veränderungsprozessen oder einer Projektarbeit befinden, gibt es oft Teilerfolge, die schnell übersehen werden. Wenn Sie diese Schritte hervorheben, erhalten Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter auch dann, wenn ein Ziel schwer erreichbar ist.
4. Zeigen Sie Interesse an der Person jedes einzelnen Mitarbeiters
Wenn ein Mitarbeiter z. B. bei Personalausfällen ständig einspringt, erkundigen Sie sich einmal, ob dies sein Privatleben belastet. Sie werden überrascht sein, wie sehr er sich über Ihr Interesse freut.
5. Geben Sie externes Lob weiter
Loben Pflegekunden oder Angehörige einen Mitarbeiter, teilen Sie ihm das unbedingt mit.
6. Fördern Sie gute Mitarbeiter
Sie können einem Mitarbeiter z. B. wegen seiner hervorragenden Leistungen anbieten, ihm eine Fort- oder Weiterbildung zu ermöglichen. Wenn Sie Ihren Mitarbeiter auch einmal um Rat bitten, signalisieren Sie ihm Ihre hohe Wertschätzung. Nutzen Sie den Selbsttest, um sich in Ihrem motivierenden Führungsverhalten zu trainieren.
Selbsttest
Verstärken Sie die Motivation Ihrer Mitarbeiter durch Lob und Anerkennung?
| Ja | Nein |
Loben Sie nur die sehr guten, aus dem Rahmen fallenden Leistungen Ihres Mitarbeiters? | | |
Gehen Sie mit Ihrem Lob auf das Besondere der Leistung, die Sie loben, konkret ein? | | |
Begründen Sie Ihr Lob, um Ihrem Mitarbeiter zu zeigen, dass Sie sich mit der Angelegenheit tatsächlich auseinandergesetzt haben? | | |
Loben Sie gute Leistungen möglichst umgehend? | | |
Loben Sie das gesamte Team, wenn es gute Arbeit leistet? | | |
Loben Sie einzelne Teammitglieder nur dann vor den Kollegen, wenn das Teamklima entsprechend harmonisch ist? | | |
Loben Sie außergewöhnliche Leistungen in Einzelgesprächen, um Neid in der Belegschaft zu vermeiden? | | |
Sprechen Sie Ihr Lob auch spontan aus, wenn sich die Gelegenheit ergibt? | | |
Erhalten Sie die Motivation in längeren Projekten, indem Sie auch Teilerfolge loben? | | |
Geben Sie Lob von Dritten an Ihre Mitarbeiter weiter? | | |
Nutzen Sie auch andere Formen der Anerkennung Ihrer Mitarbeiter, z. B. persönliche Gespräche „zwischendurch“? | | |
Bieten Sie besonders guten Mitarbeitern als Anerkennung z. B. entsprechende Weiterbildungsmaßnahmen an? | | |
Bitten Sie erfahrene oder besonders kompetente Mitarbeiter bei Problemlösungen um deren Rat? | | |
Setzen Sie Belohnungen situationsgerecht und spontan ein? | | |
Auswertung: Je mehr Fragen Sie mit Ja beantworten können, desto motivierender ist Ihr Führungsverhalten. Bei den Fragen, die Sie mit Nein beantwortet haben, sollten Sie Ihr Verhalten entsprechend überprüfen und ggf. verändern.
In "Qualität in der Pflege" finden Sie noch mehr Selbsttests zum Thema Motivation der Mitarbeiter in der Pflege .
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