Ihr Pflegekunde versteht Sie nicht? – So gehen Sie damit um

Optimale Palliativpflege bei Migrationshintergrund

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Sicher kennen Sie auch die Probleme, die sich für Sie als professionelle Pflegekraft auftun, wenn Sie mit einem Pflegekunden aus einem für Sie fremden Kulturkreis zu tun haben. Neben anderen Traditionen, Ernährungsgewohnheiten, religiösen Einstellungen ist es hauptsächlich die Sprache, die Sie von Ihrem Pflegekunden trennt. Mit folgenden Tipps ist eine gute und professionelle Palliativpflege dennoch möglich.

Mehr zum Thema Palliativpflege bei Kunden aus einem anderen Kulturkreis finden Sie in "Palliativpflege heute".

5 Tipps zur Palliativpflege von Kunden aus einem anderen Kulturkreis

1. Nehmen Sie sich viel Zeit für die Biografiearbeit

Eine gute Biografiearbeit ist unerlässlich, um die besonderen Wünsche und Bedürfnisse Ihres Pflegekunden in seinen letzten Lebenswochen und -monaten zu erkennen und befriedigen zu können. Bei einem Pflegekunden mit Migrationshintergrund sollten Sie sich hierfür besonders viel Zeit nehmen. Machen Sie daher einen Termin mit Ihrem Pflegekunden aus. Planen Sie für ein 1. ausführliches Gespräch 60 bis 90 Minuten ein. Auch wenn Ihnen die Zeit sehr lang erscheint, werden Sie merken, dass Sie diese Zeit brauchen, um ein Gespür für die besonderen Bedürfnisse Ihres Pflegekunden zu erhalten.

2. Organisieren Sie einen Dolmetscher

Bei großen Verständigungsschwierigkeiten könnten Sie seine Familie fragen, ob jemand als Dolmetscher fungieren kann. Sollte kein Familienmitglied zur Verfügung stehen, fragen Sie doch einmal innerhalb Ihres Kollegenkreises nach. Häufig ergibt sich auch die Möglichkeit, einen fremdsprachigen Kollegen um Hilfe zu bitten.

3. Nutzen Sie den Dolmetscherdienst

In verschiedenen Kliniken, aber auch in Alten- und Pflegeheimen wird immer öfter ein „Dolmetscherdienst“ angeboten. Hierbei stellen Kollegen aus verschiedenen Ländern ihre Sprachkenntnisse bei Bedarf zur Verfügung. Sollten Sie einen solchen Dolmetscherdienst im Hause haben, finden Sie dort bestimmt Hilfe.

4. Symbolbilder können helfen

Eine weitere Möglichkeit zur Kommunikation in der Palliativpflege ist die Verwendung von Verständigungshilfen wie z. B. einer Symboltafel. Allerdings ist eine gute Biografiearbeit auf diese Art und Weise nur sehr schwer zu erreichen. Auf diese Art gelingt es Ihnen jedoch zumindest, die aktuellen Wünsche Ihres Pflegekunden zu erfahren. Gute Ansprechpartner für Symbolbilder oder -tafeln sind Logopäden, mit denen Sie sicher auch zusammenarbeiten.

5. Wie wäre es mit einer Übersetzungstafel?

Ein hervorragendes Modellprojekt zur besseren Kommunikation mit fremdsprachigen Pflegekunden hat das Klinikum Nürnberg erarbeitet. Es wurden verschiedene Materialien in der jeweiligen Muttersprache oder als Piktogramme konzipiert. Aktuell stehen 20 verschiedene Themengebiete, die pflegerische Situationen widerspiegeln, in 11 verschiedenen Sprachen zur Verfügung.
Bei Interesse finden Sie hier mehr Informationen:
http://www.klinikum-nuernberg.de/DE/index.html

Weitere Tipps zum Thema Palliativpflege bei Kunden aus einem anderen Kulturkreis finden Sie in "Palliativpflege heute".

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