So helfen Sie Ihren Pflegekunden, auch haarlose Zeiten gut zu überstehen

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Eine Chemotherapie stellt für jeden Ihrer Pflegekunden eine besondere körperliche wie auch psychische Herausforderung dar. Dies gilt auch für die palliative Chemotherapie, obwohl hier die eingesetzten Medikamente in der Regel deutlich niedriger dosiert werden. Schließlich soll damit keine Heilung mehr erreicht werden. Ziel ist vielmehr, für Ihren Pflegekunden die höchstmögliche Lebensqualität zu erreichen. Dennoch kann es auch bei einer palliativen Chemotherapie zu Nebenwirkungen kommen, unter denen Ihr Pflegekunde leidet. Eine davon ist der mögliche Ausfall der Körperbehaarung. Unter dem Ausfall der Kopfhaare leiden die meisten Ihrer Pflegekunden besonders.
Informieren Sie sich noch umfassender über das Thema Perücke in der palliativen Chemotherapie in "Palliativpflege heute".
Um den Betroffenen diese schwierige Zeit zu erleichtern, gehen Sie folgendermaßen vor:
- Sorgen Sie dafür, dass Ihr Pflegekunde schon vor Beginn der Chemotherapie eine Verordnung über einen Haarersatz von dem behandelnden Arzt erhält.
- Ermutigen Sie Ihren Pflegekunden noch vor Beginn der Chemotherapie, sich einen auf die Herstellung von Perücken spezialisierten Friseur zu suchen. Sinnvoll ist es, wenn sein 1. Besuch bei dem Friseur noch vor dem Haarausfall liegt. So kann sich der Friseur ein genaues Bild über die bisher getragene Frisur machen und die Perücke auf Wunsch möglichst identisch fertigen. Gegebenenfalls hilft aber auch ein Foto.
- Erinnern Sie Ihren Pflegekunden daran, dass er sich vom Friseur seines Vertrauens einen Kostenvoranschlag über die Höhe der zu erwartenden Kosten für seine Perücke ausstellen lassen muss.
- Dieser Kostenvoranschlag muss dann zusammen mit dem Orginalrezept möglichst zeitnah vorab bei der zuständigen Krankenkasse eingereicht werden. Nur so kann die Krankenkasse rechtzeitig über die Kostenübernahme entscheiden. Die meisten Krankenkassen entscheiden über den Kostenvoranschlag innerhalb von 7–14 Tagen.
- Sobald der Pflegekunde den Kostenübernahmebescheid für seine Perücke in den Händen hält, kann er bei einem weiteren Friseurbesuch nun seine Perücke in Auftrag geben.
Mein Extra-Tipp für Sie: Ermutigen Sie Ihren Pflegekunden, sich bei seinem 1. Friseurbesuch von seiner Familie oder Freunden begleiten zu lassen. Sie können bei der richtigen Auswahl und Entscheidung bezüglich der Perücke helfen. Und die Anprobe verschiedener Perücken in unterschiedlichen Farben und Frisuren wird sicherlich für manchen Lacher sorgen. So kann aus einem leidvollen und notwendigen Besuch noch ein richtiges kleines „Happening“ werden.
Noch mehr Informationen zum Thema Perücke in der palliativen Chemotherapie finden Sie in "Palliativpflege heute".
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