Tanztherapie - Tanzen und Demenz in der Pflege
Tanzen und Demenz - Ihre Erweiterung in der Pflege
Für Sie als Pflege- und Betreuungskraft bietet es sich an, mit Patienten mit Demenz immer wieder einmal ein „Tänzchen“ zu wagen.
Und nicht immer muss dies einen therapeutischen Ansatz voraussetzen. Denn wenn Sie Demenzkranke einmal ganz genau beobachten, erkennen Sie schnell, dass viele Patienten mit Demenz sich im Takt bewegen, wenn irgendwo Musik spielt. Ist das der Fall, bietet sich für Sie als Pflege- und Betreuungskraft die Möglichkeit und Chance, mit dem Patienten gemeinsam zu tanzen. Sie werden erstaunt sein, wie leicht und mit wie viel Spaß die meisten Erkrankten auf eine Aufforderung „Darf ich bitten“ reagieren und gerne mitmachen.
Zusätzliche Informationen zum Thema Pflege bei Demenz finden Sie in "Demenz: Pflege & Betreuung kompakt".
Die 3 Grundpfeiler der Tanztherapie sind:
- aktivierendes Freizeitangebot mit gesundheitsfördernden Effekten,
- präventives Training zur physischen Mobilisierung,
- Interventionsform bei kommunikativen Problemen oder depressiven Verstimmungen
Hinweis: Der Tanz gilt als eine der ältesten Formen menschlicher Ausdruckskraft. Er wurde auch immer wieder dazu genutzt, persönliche oder gesellschaftliche Gesundheit zu schaffen. Der Begriff „Tanz“ umschreibt dabei sämtliche rhythmischen Bewegungen des Körpers.
Die Tanzstunde wird trotz Demenz selten vergessen
Gerade hochaltrige Kranke mit Demenz haben in ihrem Altgedächtnis die Bewegungsabläufe noch gut gespeichert. Viele sind auch im fortgeschrittenen Stadium der Demenz durchaus noch in der Lage, einen in der obligatorischen Tanzstunde gelernten Walzer mit Ihnen zu tanzen.
Tanzcafés für Patienten mit Demenz sind der "Renner"
Großer Beliebtheit erfreuen sich seit einiger Zeit die Tanzcafés für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Hier wird in einem netten Ambiente Kaffee getrunken und geschwoft, und besonders von der ambulanten Pflege betreute Patienten haben in einem geschützten und dabei doch stilvollen Rahmen die Möglichkeit, zu tanzen, zu singen und sich gemeinsam mit ihrem Partner oder anderen Angehörigen zu amüsieren.
Tanzen
- fördert die Körperwahrnehmung,
- hilft, in Beziehung zu anderen zu treten,
- lässt die eigene Lebendigkeit spüren,
- stellt den Bezug zum eigenen Körper her,
- fördert positive Stimmungen,
- steigert das Selbstwertgefühl,
- fördert noch vorhandene Ressourcen,
- hilft, nonverbal zu kommunizieren,
- fördert den Ausdruck von Gefühlen,
- lässt das Gefühl, zur Gesellschaft zu gehören, entstehen und
- verbessert die soziale Kompetenz.
Fazit
Mit Tanzen bringen Sie Abwechslung in den Alltag. Wenn Sie als stationäre Einrichtung oder ambulanter Dienst z. B. einen Tanznachmittag anbieten, birgt dies eine gute Möglichkeit, Abwechslung in den Alltag der Pflege zu bringen und den Betroffenen wie Angehörigen Spaß und Freude einmal abseits der Pflege anzubieten.
Klicken Sie hier für weitere Informationen zu Pflege bei Demenz: "Demenz: Pflege & Betreuung kompakt" behandelt.
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