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Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder hat am 03.06.2010 den 6. Altenbericht entgegengenommen. Erstellt wurde er von einer Sachverständigenkommission unter der Leitung von Prof. Dr. Andreas Kruse. Der 6. Altenbericht steht unter der Überschrift „Altersbilder in der Gesellschaft“. Er soll dazu beitragen, ein modernes, realistisches und zukunftsgerichtetes Altersbild zu verankern und eine öffentliche Debatte anzustoßen und zu begleiten. „Der 6. Altenbericht leistet einen wichtigen Beitrag, die Vielfalt der Lebensformen älterer Menschen in das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken“, betonte Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer in München. „Es ist weder dienlich, das Leben im Alter einseitig mit ‚krank und pflegebedürftig‘ gleichzusetzen noch ausschließlich auf ‚fit und dynamisch‘ zu reduzieren. Nach wie vor überwiegen in der Gesellschaft zu sehr schablonenhaftes Denken und einseitige Vorstellungen über das Altern. Im Vergleich zu früheren Generationen sind die heute älteren Menschen deutlich gesünder, sie verfügen über einen höheren Bildungsstand und über bessere Ressourcen. Ebenso nehmen sie selbstbewusster und selbstbestimmter am Leben teil. Nicht alle unsere Rahmenbedingungen, vom Wohnen bis zum Arbeitsleben, sind aber bereits optimal darauf eingerichtet. Es wird Zeit, dass wir uns endlich von der unausgesprochenen Idealnorm des 40-jährigen Arbeitnehmers ohne Familie verabschieden und dem Reichtum der großen Vielfalt von Lebensentwürfen bis ins hohe Alter in unserer Gesellschaft ausreichenden Resonanzboden geben,“ so Haderthauer.
Vor diesem Hintergrund hat Bayern die Entwicklung von kommunalen seniorenpolitischen Gesamtkonzepten gesetzlich verankert. „Wir brauchen seniorenpolitische Gesamtkonzepte, die sowohl die Potenziale und Ressourcen älterer Menschen als auch deren Hilfe- und Unterstützungsbedarf berücksichtigen.“ Um die Entwicklung weiter zu fördern, lobt das Bayerische Sozialministerium 2010 bereits zum 2. Mal einen Förderpreis für kommunale seniorenpolitische Konzepte aus. „Vorgesehen ist, in jedem Regierungsbezirk jeweils 3 Landkreise und kreisfreie Städte sowie 3 kreisangehörige Städte und Gemeinden mit einem regionalen Förderpreis auszuzeichnen“, so die Ministerin abschließend. Weitere Informationen zum Förderpreis können unter www.stmas.bayern.de/senioren/kommunen/foerderpreis.htm abgerufen werden.
Die Altenberichterstattung geht zurück auf einen Beschluss des Deutschen Bundestages aus dem Jahr 1994. Er gibt der Bundesregierung auf, in jeder Legislaturperiode einen Bericht zur Lebenssituation von Seniorinnen und Senioren in Deutschland zu erstellen. Erarbeitet werden die Berichte von unabhängigen Sachverständigenkommissionen, die mit Expertinnen und Experten unterschiedlicher Fachrichtungen besetzt werden.
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