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Der gesellschaftliche Umgang mit schwerstkranken und sterbenden Menschen hat sich in den letzten Jahren in Deutschland deutlich verbessert. Immer mehr Hospize werden eröffnet und auch Palliativstationen sind an deutschen Krankenhäusern keine Exoten mehr. Doch trotz vieler Verbesserungen bleibt nach wie vor viel zu tun. Denn ein wirkliches Umdenken im Umgang mit dem Sterben hat noch immer nicht stattgefunden. Insbesondere Ärzte sehen den Tod als Feind, den es mit allen Mitteln zu bekämpfen gilt. Das Lebensende in manchen Fällen als unvermeidlich anzuerkennen und „nur“ das Leid des Sterbenden zu lindern fällt aber nicht nur Ärzten schwer. Birgit Weihrauch, die Vorsitzende des Deutschen Hospiz- und Palliativverbandes, sprach darüber vor kurzem mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
In diesem Gespräch befürwortete Frau Weihrauch die gesetzlichen Veränderungen, wie z. B. die Einführung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV), die Einbindung der Palliativmedizin als Lehr- und Prüfungsfach im Medizinstudium und das 2009 verabschiedete Gesetz zu Patientenverfügungen. Jedoch kämen diese Gesetzesänderungen nur langsam bei den Betroffenen an. So gebe es zwar seit 2007 für jeden einen Rechtsanspruch auf eine SAPV, aber erst für ca. ⅓ der Betroffenen gebe es auch die dafür notwendigen Vereinbarungen zwischen den Krankenkassen und den neuen Palliativteams. Zudem habe sich die Einstellung im Umgang mit schwerst erkrankten Menschen noch nicht ausreichend verändert. Dass nicht immer alle vorhandenen Therapiemöglichkeiten eingesetzt werden müssen, wenn sie den Patienten unverhältnismäßig stark belasten, ist für viele immer noch nicht akzeptabel. „Wir brauchen da einen Bewusstseinswandel in der Medizin und in der Bevölkerung“, so Weihrauch. Daneben kritisiert Frau Weihrauch auch die bisher immer noch fehlende Öffnung der Pflegeheime nach außen. Eine Vernetzung mit den ambulanten Hospizdiensten vor Ort sei so nur schwer möglich. (Quelle: http://www.krankenkassen.de)
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