Angehörige bilden die wichtigste Stütze Ihrer Pflegekunden

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Jeder kennt sie: Angehörige, die jeden Tag für mehrere Stunden in das Heim kommen und sich aufopferungsvoll um ihren Angehörigen kümmern. In der Regel haben diese Angehörigen den Pflegekunden zuvor schon über mehrere Jahre zu Hause versorgt und gepflegt. Aber irgendwann wurde der Pflegeaufwand jedoch so groß, als dass er zu Hause noch hätte bewältigt werden können.
Für Ihren Pflegekunden ist der Umzug in ein Pflegeheim ein schwerer Einschnitt in seinem Leben. Auch seine Angehörigen leiden oft unter Schuld und Versagensgefühlen. Helfen Sie Ihrem Pflegekunden und seinen Angehörigen daher, sich mit der neuen Situation zu arrangieren und besser damit zurechtzukommen.
Fördern Sie sie Weiterentwicklung Ihrer Einichtung durch Zusammenarbeit mit den Angehörigen. Aktuelle Tipps finden Sie in "Stationäre Pflege aktuell".
Besuchszeiten ohne zeitliche Einschränkungen
Noch immer nicht in allen Heimen eine Selbstverständlichkeit ist die uneingeschränkte Möglichkeit, den Verwandten zu jeder Tageszeit besuchen zu können. Bieten Sie uneingeschränkte Besuchszeiten an. Solche Maßnahmen fördern das Vertrauen der Pflegekunden und deren Angehöriger in Ihre Arbeit.
Ermöglichen Sie das gemeinsame Essen und Übernachtungen
„Essen hält Leib und Seele zusammen“ – wer kennt diesen Spruch nicht? Ermöglichen Sie aber auch gemeinsame Mahlzeiten. Sie könnten z. B. im Zimmer Ihres Kunden einen kleinen Mittagstisch arrangieren. So könnten langjährige Ehepaare trotz Heimaufenthalts das Mittagessen zusammen genießen.
Besonders Ehepaaren, die viele Jahrzehnte zusammen verbracht haben, fällt die räumliche Trennung schwer. Bei Ihrem Pflegekunden bemerken Sie dies durch Schlaflosigkeit, nächtliche Unruhe und häufiges Rufen nach dem Ehepartner. Aber auch viele Angehörige schlafen zu Hause nicht gut. Zu groß sind die Sorgen um den Partner und die eigenen Schuldgefühle.
Hier können Sie Abhilfe schaffen, indem Sie ein Zustellbett oder einen bequemen Liegesessel in das Zimmer Ihres Pflegekunden stellen. Ermöglichen Sie den Angehörigen, auf Wunsch ab und an bei dem Verwandten im Heim zu übernachten. Sie können ein solches Angebot als ein spezielles und damit werbeträchtiges Serviceangebot Ihres Hauses anbieten.
Helfen Sie, gemeinsame Aktivitäten zu organisieren
Viele Angehörige glauben, dass der Einzug in ein Pflegeheim das Ende jeglicher gemeinsamer Aktivitäten bedeutet. Doch das muss nicht sein. Ein Besuch im Zoo oder auch im Theater ist nicht schwer zu organisieren, wenn man weiß, wie. Unterstützen Sie daher die Angehörigen bei der Organisation des notwendigen Fahrzeuges oder bei der Beschaffung behindertengerechter Plätzen im Theater. Sie können so mit wenig Mühe das Lebensgefühl Ihres Pflegekunden und seiner Angehörigen wesentlich verbessern.
Helfen Sie den Angehörigen, sich selbst zu helfen
Helfen, sich selbst zu helfen, ist oft leichter gesagt als getan. Eine Möglichkeit wäre das Einrichten einer hauseigenen Selbsthilfegruppe. Für viele Angehörige sind das Zusammensein und der regelmäßige Austausch mit anderen Betroffenen eine große Hilfe. Doch weite Wege, fehlende öffentliche Verkehrsmittel und die Hemmungen vor dem 1. Zusammentreffen mit fremden Menschen verhindern die Teilnahme oft. Mit einem hauseigenen Angebot können Sie diese Hindernisse gekonnt umschiffen und obendrein noch Werbung für Ihr Haus machen.
In "Stationäre Pflege aktuell" finden Sie noch mehr öffentlichkeitswirksame Ideen für Ihr Pflegeheim.
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