Nicht alle Tiere sind für ein Leben im Pflegeheim geeignet

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Tiere und Pflege sind heute 2 Faktoren, die sich nicht mehr gegenseitig ausschließen. Besonders in den Pflegeheimen begann diesbezüglich in den letzten Jahren ein Umdenkprozess. Haustiere gehören für viele Menschen zum Leben. Ja, für einige sind sie sogar einer der Hauptgründe, sich überhaupt noch aktiv am Leben zu beteiligen. Besonders für ältere Menschen sind Haustiere ein Ersatz für ihre längst ausgezogenen Kinder oder den verstorbenen Ehepartner. Sie sind vollwertige Familienmitglieder. Umso schlimmer ist es, wenn die Tiere dann bei einem Umzug in ein Pflegeheim nicht mitgenommen werden können. Doch dessen ungeachtet sind leider nicht alle Haustiere für ein Leben im Pflegeheim geeignet.
Mehr aktuelle Informationen zum Thema Haustiere im Pflegeheim finden Sie in "Stationäre Pflege aktuell".
Sicher hat jeder Ihrer Pflegekunden seine eigene Vorliebe, was das eigene Haustier angeht. Und in der häuslichen Pflege ist dies in der Regel auch kein Problem. Anders sieht es dagegen aus, wenn das Haustier mit in ein Pflegeheim umziehen soll. Hier ist leider nicht jedes Tier gleich gut geeignet.
Diese Haustiere können Sie auch im Pflegeheim gut halten
Die Haltung von kleinen Vögeln, wie z. B. Kanarienvögel oder Zebrafinken, ist im Pflegeheim normalerweise kein Problem. Es sollte aber auch bei diesen Tieren darauf geachtet werden, dass der Vogelkäfig die Bewegungsfreiheit Ihres Pflegekunden nicht einschränkt oder ihn gar behindert. Z. B. sollte die Nutzung des Rollstuhls im Zimmer nicht durch den im Weg stehenden Vogelkäfig behindert sein.
Auch ein Aquarium mit Fischen stellt kein allzu großes Problem dar, soweit das Aquarium nicht zu groß ist. Bedenken Sie jedoch, dass z. B. die notwenige Luftpumpe auch in der Nacht laufen muss. Geräuschempfindliche Pflegekunden reagieren auf die Störquelle im gleichen Zimmer evtl. mit Schlafstörungen. Alternativ könnte das Aquarium im Gemeinschaftsraum des Heimes untergebracht werden. So müsste Ihr Pflegekunde nicht auf seine Tiere verzichten und es erfreut gleichzeitig noch andere Pflegekunden.
Diese Haustiere eignen sich nur bedingt zur Haltung im Pflegeheim
Die Haltung von nachtaktiven Tieren wie z. B. einem Goldhamster ist zwar möglich, gestaltet sich in der Praxis jedoch meist sehr schwierig. Viele Ihrer Pflegekunden leiden unter Schlafstörungen. Durch die Aktivität des Tieres in der Nacht und den damit verbundenen Lärm werden die meisten Kunden in ihrer Nachtruhe zusätzlich gestört. Die Haltung wäre evtl. dann möglich, wenn Ihr Pflegekunde ein kleines Appartement bewohnt und der Tierkäfig nicht direkt im Schlafzimmer steht.
Das Mitbringen des eigenen Hundes ist im Grundsatz möglich, aber sehr schwierig. Den Bedürfnissen eines Hundes mit täglich mehreren Spaziergängen, Spiel und Beschäftigung können die wenigsten Bewohner wirklich noch gerecht werden. Hier sollte überlegt werden, ob sich nicht besser ein neues Zuhause für das Tier findet. Regelmäßige Besuche sollten aber immer ermöglicht werden.
Auch die eigene Katze mitzubringen ist nicht immer einfach. Manche Tiere gewöhnen sich nicht an die neue Umgebung und nutzen die erstbeste Gelegenheit, sich ein „neues Zuhause“ zu suchen. Aber es gibt auch immer wieder Tiere, die gut im Pflegeheim zurechtkommen und zu der Stations- oder Heimkatze werden.
Diese Haustiere eignen sich nicht zur Haltung im Pflegeheim
Die Haltung von Papageien oder anderen exotischen Vögeln ist im Pflegeheim aus Tierschutzgründen schwierig. Diese Haustiere stellen so hohe Bedingungen an ihre Haltung, dass sie in der Regel von einem pflegebedürftigen Menschen nicht erfüllt werden können.
Das Gleiche gilt für die Haltung von Reptilien. Besonders Schildkröten werden öfters von älteren Menschen zu Hause gehalten, weil der Vermieter einer Katze oder einem Hund nicht zugestimmt hat. Diese Tiere sollen dann natürlich auch in das Heim mit umziehen. Doch die Haltung solcher Tiere erfordert neben einem Terrarium mit der entsprechenden technischen Ausstattung auch sehr viele spezielle Kenntnisse über die besonderen Bedürfnisse dieser Haustiere. Diese können in der Regel in einem Heim nicht erfüllt werden.
Natürlich ist auch die Haltung von giftigen Tieren aus Sicherheitsgründen ausgeschlossen.
Egal, welche Haustiere Ihre Pflegekunden von zu Hause in das Heim mitbringen möchten, vor Einzug müssen auf jeden Fall folgende Fragen geklärt werden.
Checkliste:
Klären Sie folgende Dinge vor dem Einzug eines Haustieres ins Pflegeheim
Wer pflegt das Tier, wenn es Ihr Pflegekunde nicht mehr selbstständig kann? | 
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Wer ist für das Futter verantwortlich? | 
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Wer kümmert sich um die Sauberhaltung des Käfigs, Aquariums oder des Katzenklos? | 
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Wer sorgt für regelmäßige Tierarztbesuche? | 
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Wer betreut das Tier bei Nacht? | 
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Wie ist die Kostenfrage geregelt, wenn das Tier im Heim „mitversorgt“ wird? | 
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Was passiert mit dem Tier, wenn Ihr Pflegekunde verstirbt? | 
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Leiden andere Pflegekunden oder Pflegepersonal an einer Tierhaarallergie? | 
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In "Stationäre Pflege aktuell" finden Sie noch mehr Checklisten zur Qualitätssicherung und Weiterentwicklung Ihres Pflegeheims.
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