Alkohol im Dienst – Warum Sie das Thema unverzüglich ansprechen sollten
Lassen Sie einen Mitarbeiter mit Alkoholproblemen nicht allein, sprechen Sie mit ihm. Denn Sie wollen, dass Ihre Mitarbeiter gesund und leistungsfähig bleiben und den Betrieb nicht gefährden.
Empfehlungen dazu, wie Sie ein Gespräch am besten angehen:
Schieben Sie ein heikles Gespräch über Alkohol im Dienst nicht auf. Je früher Sie reagieren, umso höher ist die Chance, auch für den Mitarbeiter, das Problem in den Griff zu bekommen. Sie müssen das Gespräch auch nicht allein führen. Holen Sie sich Unterstützung, z.B. von einem Mitarbeiter Ihres Vertrauens. Vielleicht gibt es auch jemanden in Ihrer Einrichtung, der besondere Kompetenzen im Umgang mit Suchtkranken mitbringt.
Machen Sie klare Ansagen und zeigen Sie die Konsequenzen auf. Doch vergessen Sie auch nicht, dass für Sie als Vorgesetzter die Sucht an sich nicht das Thema des Gespräches ist. Für Sie geht es um Arbeitssicherheit, mangelnde Leistungen und Arbeitsvertragsverletzungen.
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Führen Sie das Gespräch in 3 Abschnitten
Sorgen Sie dabei dafür, dass Ihr Mitarbeiter gesprächsbereit bleibt und nicht „dichtmacht“. Vermeiden Sie deshalb moralische Vorwürfe. Sie bringen eine Lösung des Problems auf jeden Fall in Gang, wenn Sie diesen 3 Schritten folgen.
1. Schritt: Beschreiben Sie Ihre Beobachtungen
Nennen Sie Gründe, die objektiv und unangreifbar sind. Vermeiden Sie es strikt, Ihren Mitarbeiter dabei anzuklagen.
Beispiel: „Nach der Mittagspause habe ich bei Ihnen 2-mal eine Alkoholfahne wahrgenommen. An den nachfolgenden Nachmittagen wirkten Sie bei der Arbeit unkonzentriert. Deshalb frage ich mich, ob Sie ein Problem haben. Sie sind für mich ein geschätzter Mitarbeiter, deshalb finde ich es wichtig, dass wir darüber sprechen.“
2. Schritt: Stellen Sie klar: „Null Toleranz bei Alkohol!“
Hören Sie zu, wenn Ihr Mitarbeiter seine Sicht der Dinge dargestellt. Streiten Sie nicht mit ihm darüber, ob er eine Fahne hatte oder nicht. Nennen Sie ihm nur Ihren Standpunkt.
Beispiel: „Ich habe eine Fürsorgepflicht, sowohl Ihnen als auch Ihren Kollegen gegenüber. Viele Arbeitsunfälle sind auf Alkohol- bzw. Drogenkonsum zurückzuführen. Das sind Gefährdungen, die ich in meiner Einrichtung nicht hinnehme.
3. Schritt: Bieten Sie an, Hilfe zu organisieren
Die Reaktionen des Mitarbeiters werden unterschiedlich sein. Der eine wird weinend von seinen Problemen sprechen, der andere jeglichen Alkoholgenuss von sich weisen, der Dritte wird versuchen, Sie anzugreifen. Lassen Sie sich nicht beirren. Bieten Sie ihm jedoch auf jeden Fall Ihre Hilfestellung an.
Beispiel: „Ich führe dieses Gespräch auch, um Ihnen meine Hilfe anzubieten. Wir könnten z. B. gemeinsam einen Therapeuten oder Arzt für Sie suchen. Doch tolerieren werde ich Alkohol im Dienst nicht.“
Informieren Sie sich noch umfassender über das Thema Alkohol im Dienst in HeimManagement kompakt.
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