Wenn Mitarbeiter nicht tun, was sie tun sollen: So finden Sie den wahren Grund heraus

Anweisung und Handelsempflehlungen in der Pflege

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Auch erfahrenen Heimleitern und PDLs passiert es, dass sie Anweisungen an ihre Mitarbeiter geben und diese entweder gar nicht befolgt oder schlecht erledigt werden. Häufen sich solche Fälle, kann es sich für Sie lohnen, über Störungen in der Kommunikation nachzudenken. Denn „gesagt“ muss nichtimmer auch „verstanden“ bedeuten. Das Problem kann allerdings auch noch weitergehen: „verstanden“ muss nicht „ausgeführt“ heißen. Welche Störungen dem zugrunde liegen und was Sie dagegen tun können, erfahren Sie hier.

Lesen Sie mehr über das Thema Anweisung in der Pflege in Qualität in der Pflege.

Der erste Schritt zu einem gemeinsamen Verständnis Ihrer Anweisungen ist denkbar einfach: Fragen Sie Ihren Mitarbeiter! Lassen Sie sich von ihm in seinen eigenen Worten wiederholen, was er verstanden hat. Machen Sie ihm dabei klar, dass Sie keinen militärischen Rapport wünschen. Erklären Sie eher: „Die Sache ist mir sehr wichtig. Bitte wiederholen Sie das Gesagte noch einmal in Ihren eigenen Worten. Damit wir sichergehen können, dass wir uns verstanden haben.“

Hören Sie genau hin, wenn der Mitarbeiter Ihre Anweisung wiedergibt

Hören Sie dem Feedback Ihres Mitarbeiters genau zu. Konzentrieren Sie sich! Unterbrechen Sie Ihren Mitarbeiter nicht, bleiben Sie freundlich, halten Sie Blickkontakt, und stellen Sie Ihre Nachfragen erst dann, wenn er geendet hat. Geben Sie ihm dann die Rückmeldung, dass sich Ihr beider Verständnis deckt, bzw. klären Sie, was noch nicht deckungsgleich ist. In den meisten Fällen dürfte damit der Prozess „gesagt – verstanden – getan“ erfolgreich beendet werden. Doch leider nicht immer!

Mögliche Ursachen für Fehlverhalten

Manchmal setzen Mitarbeiter Anweisungen, die sie zwar genau verstanden haben, aber trotzdem nicht oder nicht ganz um. Unser Schema stellt Ihnen Gründe vor, die dazu führen können, sowie Handlungsempfehlungen für Sie. Den folgenden Musterfall finden Sie in diese Übersicht eingearbeitet.

Beispielsfall: Eine Pflegekraft stellt fest, dass ein Bewohner über Schmerzen in der Brust und über Schwierigkeiten beim Atmen klagt. Sie informiert zunächst dessen gesetzlichen Betreuer, der dann den Hausarzt benachrichtigt. Als dieser eintrifft, sind bereits Stunden vergangen. Er ruft sofort den Rettungsdienst. Eine generelle Anweisung des Heimleiters bestand darin, in medizinisch dringenden Fällen einen Arzt zu rufen.

Ursachen und Handlungsempfehlungen zum Fehlverhalten

5 Gründe, die das „Tun“ behindern, und Handlungsempfehlungen

  1. Fehlendes Wissen: Sorgen Sie dafür, dass zur Erfüllung von Aufgaben notwendige Sachinformationen bekannt sind. Lassen Sie sich die Kenntnisnahme evtl. abzeichnen.
  2. Fehlende Kompetenzen: Formulieren Sie generelle schriftliche Berechtigungen umfassend und unmissverständlich, damit Ihre Mitarbeiter genau wissen, was sie dürfen und was nicht.
  3. Fehlender Mut: Nehmen Sie Ihren Mitarbeitern die Angst zu scheitern. Versichern Sie ihnen Ihre volle Rückendeckung.
  4. Fehlendes Können: Bilden Sie Ihre Mitarbeiter permanent entsprechend ihren Aufgaben fort.  
  5. Fehlende Leistungsfähigkeit: Es gibt Mitarbeiter, denen die ihrer Aufgabe entsprechende sachliche und emotionale Intelligenz fehlt. Setzen Sie sie entsprechend ein.

In Qualität in der Pflege finden Sie noch mehr Informationen zum Thema Anweisung in der Pflege.

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