Familienfreundliche Maßnahmen bescheren Ihnen treue Mitarbeiter

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Die meisten Pflegekräfte sind weiblich. Und immer noch sind es vor allem die berufstätigen Frauen, die eine Doppel- und manchmal sogar eine Dreifachbelastung meistern müssen. Sie kümmern sich nicht nur in Ihrer Einrichtung um andere Menschen, sie führen zumeist den Familienhaushalt, sind verantwortlich für Erziehungsaufgaben und einige nehmen zudem zusätzliche Pflegeaufgaben bei Familienangehörigen wahr. Solche Mitarbeiter sind für Ihre Einrichtung wichtig. Denn sie sind in der Regel loyal, verantwortungsvoll und verfügen über eine hohe Sozialkompetenz sowie ein echtes Organisationstalent. Allerdings nur dann, wenn sie mit ihrem Arbeitsplatz zufrieden und nicht zu hoch belastet sind. Wir nennen Ihnen 6 familienfreundliche Maßnahmen, mit denen Sie Ihre Mitarbeiter binden.
Gute Mitarbeiterführung ist kein Zufall. Lesen Sie sich schlau mit „Stationäre Pflege aktuell”.
Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter darin, Arbeit, Familie und Freizeit unter einen Hut zu bekommen. Dann muss auch keine Pflegefachkraft „kinder- oder pflegebedingt” Stunden reduzieren oder Ihre Einrichtung sogar verlassen. Welche Maßnahmen Sie als familienfreundliche Einrichtung anbieten können, lesen Sie in der nachfolgenden Übersicht.
Fazit: In einer familienfreundlichen Einrichtung bedeutet es für den Mitarbeiter keinen Imageverlust, wenn er „nach Hause geht bzw. zu Hause bleiben muss“, weil plötzlich der Ehepartner, die Oma oder die Kinder krank sind. Vielmehr wird er von Vorgesetzten und Kollegen dabei unterstützt. Familienfreundliche Maßnahmen sind im Verhältnis zu ihrem hohen Nutzen oft relativ einfach. Sie verlangen und fördern die Solidarität Ihrer Mitarbeiter und führen gleichzeitig zu einem guten Betriebsklima.
Übersicht
Mit diesen 6 familienfreundlichen Maßnahmen binden Sie Ihre Mitarbeiter
1. Der Problemklassiker: die Kinderbetreuung
Wenn Ihr Mitarbeiter sich zwischen seiner Arbeit und seinem Kind entscheiden muss, wird er sich für sein Kind entscheiden. Das heißt, im Zweifelsfall meldet er sich vom Dienst ab. Sie können das verhindern, wenn Sie Ihre Einrichtung für die Kinder Ihrer Mitarbeiter öffnen. Damit helfen Sie Ihren Mitarbeitern, die arbeiten müssen, aber kurzfristig keine Betreuungsmöglichkeit finden. Dazu können Sie eine Spielecke einrichten. Im Notfall können Sie Eltern gestatten, ihr Kind in einem Zimmer Ihrer Einrichtung schlafen zu lassen.
2. Hilfe in der Not: das Arbeitgeberdarlehen
Heute kann es schnell passieren, dass die Finanzen eines Mitarbeiters, etwa weil der Partner arbeitslos wird, in Schieflage geraten. Helfen Sie dann im Rahmen Ihrer Möglichkeiten mit einem zinslosen Arbeitgeberdarlehen, solche Engpässe zu überbrücken.
3. Entlasten Sie Familienfrauen: Bieten Sie für Familienangehörige Mittagessen zu vergünstigten Preisen an
Wenn Sie den Angehörigen Ihrer Mitarbeiter ermöglichen, in Ihrer Einrichtung zu essen, gewinnt der einzelne Mitarbeiter viel Zeit. Er muss nicht einkaufen, kochen und spülen. Infrage kommen z. B. folgende Angebote:
- Mittagsmahlzeiten in der Kantine Ihrer Einrichtung
- nach Vorbestellung Mahlzeiten für Kinder und / oder die Bereitstellung eines Kinderhochstuhls
- reservierte Familientische in Ihrem Speisesaal
- die Vorbestellung und Mitnahme von warmen Speisen
4. Elternzeit: Halten Sie aktiv Kontakt zu Ihrem Mitarbeiter
Sorgen Sie dafür, dass Mitarbeiter in der Elternzeit Ihrer Einrichtung verbunden bleiben. Denn dann nehmen sie ihre Arbeit motiviert wieder auf. Die folgenden Angebote helfen bei der Kontaktpflege:
- Laden Sie Mitarbeiter in Elternzeit immer zu Ihren betrieblichen Veranstaltungen ein.
- Stellen Sie ihnen aktuelle betriebliche Informationen zu.
- Bieten Sie den Mitarbeitern an, auch an internen Weiterbildungen teilzunehmen.
5. Dienstplangestaltung: Berücksichtigen Sie die familiäre Situation
Dienstzeiten mit Tag- und Nachtdiensten sind eine besondere Herausforderung für Sie und Ihre Mitarbeiter mit Familien. Ermöglichen Sie Ihren Mitarbeitern, ihre Dienste nach Wunsch einzuteilen. Erlauben Sie ihnen, in Notsituationen den Dienst mit gleich qualifizierten Kollegen zu tauschen. Lassen Sie es zu, wenn Mitarbeiter für einen gewissen Zeitraum den Einsatz im Nachtdienst aussetzen müssen.
6. Dienstplangestaltung:
Diese 5 Grundsätze gewährleisten einen familienfreundlichen Dienstplan
Die Dienstplangestaltung sollte
- möglichst in Umfang und Dauer pro Tag, Wechsel von Dienst und Frei individuell zur Familiensituation passen
- Transparente Regelungen, etwa zu Freizeitausgleich oder Urlaubsgewährung, enthalten
- zur Mitwirkung bei der Gestaltung der Dienstpläne auffordern
- stabil und möglichst langfristig sein, sodass Familienaktivitäten zuverlässig planbar sind
- in familiären Notsituationen Möglichkeiten der Unterstützung durch Kollegen und Vorgesetzte bieten.
In „Stationäre Pflege aktuell” finden Sie noch mehr Maßnahmen für eine familienfreundliche Dienstplangestaltung.
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