Gesprächsführung: Stoppen Sie Störer freundlich, aber bestimmt

Optimale Gesprächsführung

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Freundlich, fair und bereit zuzuhören: So wünschen sich Mitarbeiter ihren Heimleiter. Verbindlich, höflich und verständnisvoll: In keinem Ratgeber für Führungskräfte fehlen diese Eigenschaften. Doch „Aufrichtig sein und redlich bringt Gefahr“, das wusste schon Shakespeare. So glauben manche Menschen nämlich, höflich und gutmütig sei gleichbedeutend mit dumm. Dazu gehören auch Mitarbeiter. Gerne nutzen sie diese vermeintliche Erkenntnis bei betrieblichen Zusammenkünften. Im folgenden Beitrag lesen Sie, wie Sie solche tückischen Mitarbeiter erkennen und „in den Griff “ bekommen. Konkrete Beispiele zur Gesprächsführung sollen Ihnen die Umsetzung unserer Tipps erleichtern.

Jede Menge Tipps zur Gesprächsführung können Sie auch im "Praxishandbuch Sozial Management" nachlesen.

Bremsen Sie Vielredner! So versucht z. B. einer der Teilnehmer, sofort bei Beginn der Sitzung das Gespräch an sich zu reißen und die „Führung“ zu übernehmen. Ohne Unterbrechung führt er aus, warum die Schichtzeiten nicht geändert werden dürfen. Dabei sind seine Darstellungen kaum nachvollziehbar. Scheinbar will er, um sich durchzusetzen, Sie und die anderen Teilnehmer eher ermüden als überzeugen. Versucht ein anderer, ihn zu unterbrechen, um auch seinen Beitrag zu leisten, so redet er einfach weiter. Schalten Sie sich als Sitzungsleiter ein, sagt er einfach: „Ich bin noch nicht fertig!“ Wie Sie einen solchen Mitarbeiter in die Schranken weisen, dazu erhalten Sie am Ende des Beitrags Beispiele in der Übersicht.

Geben Sie Störern keine Chance

Sicherlich haben Sie auch schon diese Spezies von Mitarbeiter kennen gelernt: Er erwartet von Ihnen Höflichkeit und Fairness, nutzt selbst aber jede Gelegenheit, um in Gesprächen und Diskussionen „dazwischenzufunken“. Ohne Rücksicht, bewusst provokativ, schneidet er anderen das Wort ab, stört
durch laute und nonverbale Kommentare, stiftet Unruhe, indem er sich halblaut mit seinem Nachbarn unterhält, laut vor sich hin stöhnt und auf seine Uhr schaut. Auch diese Situationen beherrschen Sie in Ihrem höflichen und fairen Stil.

Tipp: Ein Geheimnis des Erfolges gegen rücksichtslose Mitarbeiter ist folgendes: Warten Sie auf keinen Fall ab, bis Sie innerlich kochen. Reagieren Sie frühzeitig, direkt, höflich und fair.

Wie Sie unhöfliche, unfaire und dreiste Mitarbeiter in die Schranken weisen:

1. Beispiele, wie Sie Dauerredner entlarven und ihnen Ihre Regeln klarmachen

Maßnahme

Beispiel

Sie bauen eine gemeinsame Front auf.

„Herr Adler! Wir alle wollen auch hören, was die anderen dazu zu sagen haben. Kommen Sie jetzt zum Ende Ihres Beitrags.“

Sie drohen.

„Sie haben Ihre Redezeit übermäßig beansprucht. Kommen Sie in 3 Sätzen zum Abschluss, sonst brechen wir Ihren Beitrag (dieses Gespräch) ab.“

Sie kritisieren ihn persönlich.

„Herr Wirth, Sie wissen scheinbar nicht, wie Sie zum Punkt kommen. Sie können jetzt nicht mehr länger reden.“

Sie berühren ihn väterlich.

Legen Sie ihm die Hand auf den Arm: „Hören Sie, Herr Matula, Sie haben nun lange geredet. Jetzt sind die anderen dran.“

Sie bringen ihn aus dem Konzept.

Halten Sie ihm in einer abwehrenden Geste die Handfläche entgegen. Seien Sie sicher, er wird eine Pause machen. Sagen Sie dann nur: „Das war genug. Nun wollen wir Frau Illic hören.“

2. Beispiele, wie Sie Störer stoppen

Maßnahme

Beispiel

Sie konfrontieren einen Unterbrecher mit seinem Verhalten.

„Sie unterbrechen wiederholt andere Teilnehmer. Bitte unterlassen Sie dieses unfaire Verhalten.“

Sie verwarnen ihn im Namen der Gruppe.

Ihnen ist vielleicht nicht bewusst, dass Ihr Verhalten (Stören, Unterbrechen) dem Stil aller anderen Teilnehmer widerspricht. Wenn Sie sich nicht anpassen, werden wir in dieser Runde auf Sie verzichten.“

Sie ignorieren sein Verhalten.

Sie lassen sich nicht aus dem Konzept bringen. Fixieren Sie ihn mit Blicken. Fahren Sie trotz seiner Störungen im Gespräch fort. Bleiben Sie ruhig und gelassen. „Hungern“ Sie auf diese Weise provokatives Verhalten aus.

Weitere Informationen zum Thema Mitarbeiterführung finden Sie im "Praxishandbuch Sozial Management".

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