Motivierende Kommunikation: Achten Sie auf Ihre verbalen und nonverbalen Signale

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„Der Ton macht die Musik.” Diese Redensart steht für einen der wichtigsten Grundsätze der Kommunikation: Sie hat immer einen Inhalts- und auch einen Beziehungsaspekt. Der Beziehungsaspekt hat sehr viel mit Motivation zu tun. Lesen Sie hier, wie Sie auf der Beziehungsebene gut ankommen, wenn Sie mit Mitarbeitern sprechen. Außerdem haben wir für Sie einige Beispiele für (motivierende und demotivierende) Beziehungsbotschaften zusammengestellt.
„Stationäre Pflege aktuell” hilft Ihnen auch bei dem heutigen „Immer mehr schaffen in immer weniger Zeit”-Trend, die Motivation Ihrer Mitarbeiter professionell sicherzustellen.
Ihre Einstellung können Sie nicht verhehlen
Jede Ihrer Ansprachen vermittelt Inhalte und signalisiert gleichzeitig immer, wie Sie zu Ihrem Gesprächspartner stehen. Sie können davon ausgehen, dass Ihr Gegenüber die Beziehungsbotschaft darin auf jeden Fall aufnimmt und versteht. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern, haben Sie es also in der Hand, sie durch Ihre verbalen und nonverbalen positiven Signale zu motivieren. Beispiele dazu finden Sie in der Übersicht am Ende des Beitrags.
Kleine Gesten, große Wirkung
Vermittelt Ihre Kommunikation durchweg positive Beziehungsbotschaften, tragen Sie nachhaltig zu einem guten Betriebsklima bei. 3 Mittel stehen Ihnen dazu zur Verfügung:
- Ihre Wortwahl
Eine Bitte nimmt Ihr Gesprächspartner positiv auf, einen Befehl dagegen nicht. - Ihre nonverbalen Signale
Ein angenehmer Tonfall, eine freundliche Gestik und Mimik und ein offener Blick vermitteln Entgegenkommen. - Ihr Verhalten
Ob Sie höflich sind oder nicht, bemerkt Ihr Gesprächspartner garantiert. Gerade die kleinen Gesten haben für ihn oft ein großes Gewicht. So kann es einen Mitarbeiter persönlich tief treffen, wenn Sie in einer Runde alle mit Handschlag begrüßen, ihn aber nicht. Das kann für Sie nur eine kleine Nachlässigkeit sein, für den Mitarbeiter aber kann „eine Welt zusammenbrechen”.
Sicherlich, in der beruflichen Kommunikation geht es letztendlich immer um die Sache. Trotzdem sagen Sie mit jeder noch so sachlichen Äußerung auch etwas darüber, wie Sie zu Ihrem Mitarbeiter stehen. Diesen Aspekt können Sie gut und erfolgreich für ein gutes Miteinander einsetzen und nutzen. Doch was ist, wenn die Beziehung zu einem Mitarbeiter, mit dem Sie sprechen wollen, sowieso schon gestört ist? Dann ist es empfehlenswert, mit einem sogenannten „Warming-up” zu beginnen. Mit einer kleinen Plauderei über unverfängliche Themen können Sie für eine gute Stimmung sorgen. Gelingt das nicht, so bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, zunächst ganz offen die Beziehung zu klären. Denn auch die besten sachlichen Argumente kommen bei Ihrem Gesprächspartner nicht an, wenn er Vorbehalte gegen Sie hat. Dann gilt es zunächst, diese Mauer einzureißen.
Lösen Sie erst das Beziehungsproblem, dann die Sachfrage
Sprechen Sie zuerst Beziehungsprobleme offen an. Ansonsten besteht die Gefahr, dass Sie in einem Sachproblem hängen bleiben, weil das Problem eigentlich auf der Beziehungsebene besteht. Und Beziehungsprobleme lösen sich in den seltensten Fällen von selbst. Beginnen Sie ein solches Gespräch z. B. so: „Herr Ahlert, ich habe den Eindruck, Sie sind mir gegenüber in der letzten Zeit sehr zurückhaltend. Habe ich Sie in irgendeiner Art verletzt oder haben Sie irgendein Problem mit mir?” Dann haben Sie die Chance auf eine gute klare Beziehungsebene für Ihr Gespräch. Dem Kommunikationsweg „Gesagt – Verstanden – Behalten – Umgesetzt” steht dann nichts mehr entgegen.
Beispiele für Beziehungsbotschaften
Motivierend | Demotivierend |
Ich interessiere mich für Sie. „Wie haben Sie persönlich die Beschwerde des Angehörigen aufgenommen?” | Sie sind mir gleichgültig. „Haben Sie das Beschwerdeformular vollständig ausgefüllt?” |
Ich schenke Ihnen meine Aufmerksamkeit. „Kommen Sie herein, ich will kurz diese Notiz fertig schreiben, dann bin ich ganz für Sie da.” | Ich ignoriere Sie. „Kommen Sie herein. Berichten Sie. Es stört Sie doch nicht, wenn ich dabei weiterschreibe?”
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Ich vertraue Ihnen. „Ich habe Sie zu dieser Fortbildung angemeldet. Sie bringen sicherlich wertvolle neue Kenntnisse mit.” | Ich misstraue Ihnen. „Ich habe Sie zu dieser teuren Fortbildung angemeldet. Ich hoffe, dass Sie auch etwas daraus machen.” |
Ich schätze Sie. „Bitte bringen Sie mir den Ordner ‚Vollmachten‘, ich brauche ihn jetzt dringend.” | Ich schätze Sie gering. „Bringen Sie mir sofort den Ordner ‚Vollmachten‘.” |
Sie sind mir sympathisch. „Frau Meier, schön, Sie zu sehen, was kann ich für Sie tun?” | Sie sind mir unsympathisch. „Ach, Sie sind das. Was wünschen Sie denn?” |
In „Stationäre Pflege aktuell” erfahren Sie weitere Tipps, wie Sie Ihre Mitarbeiter motivieren können.
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