Mit diesen 11 Tipps gestalten Sie lebendige Mitarbeiterschulungen

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Qualifizierte Mitarbeiter benötigen Wissen. Dazu sind regelmäßige Schulungen unerlässlich. Natürlich engagieren Sie aus Kostengründen nicht jedes Mal teure Profis, sondern führen diese Schulungen auch ab und an intern durch. Nutzen Sie die von uns zusammengestellten Tipps, um Ihren Mitarbeitern nachhaltig, aber auch lebendig das nötige Wissen zu vermitteln. Mit diesen 11 Profi-Tipps machen Ihre künftigen Mitarbeiterschulungen außerdem mehr Freude und motivieren zugleich.
Alles was Sie zum Thema Mitarbeitermotivation wissen müssen finden Sie in "Stationäre Pflege aktuell".
1. Tipp: Engagieren Sie sich für das Thema.
Ihre Mitarbeiter bekommen schnell mit, wie interessant Sie selbst den Inhalt Ihrer Schulung finden. Ändern Sie Ihren Vortrag so lange, bis Sie ihn selbst so interessant finden, dass Sie sich darauf freuen, ihn zu halten. Die Mühe lohnt sich. Wenn Sie Ihren Mitarbeitern etwas vermitteln, was Sie selbst wirklich spannend finden, ist Ihnen deren Aufmerksamkeit so gut wie sicher.
2. Tipp: Betrachten Sie Ihre Schulung als Geschenk für einen guten Freund.
Diese Anregung klingt zuerst vielleicht etwas befremdlich. Wie suchen Sie ein Geschenk aus für eine Person, die Sie schätzen? Sie überlegen, was sie noch brauchen und was sie erfreuen könnte. Sie kaufen in jedem Fall nur etwas, was Ihnen selbst auch gefällt. Ähnlich verfahren Sie bei einem Vortrag. Sie überlegen, welche Informationen für Ihre Mitarbeiter wichtig sind. Planen Sie dann, wie Sie diese am besten verpacken, damit Ihre Mitarbeiter auch Lust verspüren, diese Informationen anzunehmen. Auf diese Weise stellen Sie eine Verbindung her zwischen den Zuhörern, dem Schulungsinhalt und Ihrer Person.
3. Tipp: Verarbeiten Sie Ihre Informationen gehirngerecht.
Wissenschaftliche Studien haben herausgefunden, was ein Gehirn wirklich will:
- Es will gefordert, aber nicht unterfordert werden -> Regen Sie Ihre Mitarbeiter daher zum Nachdenken an, indem Sie kniffelige Fragen einbauen.
- Es liebt Spannungsbogen -> Wechseln Sie ab zwischen Vortrag und Fragen. Lassen Sie Ihren Erklärungen Anregungen zum Nachdenken folgen.
- Es liebt Abwechslung, aber keine Hektik -> Visualisieren Sie, übertreiben Sie dabei aber nicht.
4. Tipp: Formulieren Sie in Bildern.
Erklären Sie schwierige Sachverhalte an Beispielen, die nach Möglichkeit etwas mit dem Alltag Ihrer Mitarbeiter zu tun haben. Je lebendiger die Inhalte vor dem geistigen Auge Ihrer Pflegekräfte erscheinen, desto besser prägen sie sich diese ein.
5. Tipp: Sorgen Sie für Abwechslung.
Behandeln Sie dasselbe Thema unter verschiedenen Gesichtspunkten, Fragestellungen und Perspektiven. Schaffen Sie hierdurch eine spannende Dramaturgie, indem Sie zunächst für den einen, dann für den anderen Sachverhalt eine überzeugende Argumentation aufbauen.
Beispiel: Plädieren Sie bei der Sturzprophylaxe kontrovers zunächst für Fixierungen und gehen Sie anschließend zur Mobilitätsförderung über. Nehmen Sie die Haltung der Krankenkasse, eines Angehörigen und die des Bewohners ein.
6. Tipp: Verwenden Sie unterschiedliche Medien.
Setzen Sie bei Ihrem Vortrag Medien ein. Wechseln Sie im Schulungsverlauf das Medium. Beherzigen Sie dabei die Regel: pro thematischen Block immer nur ein Medium.
Beispiel: Bei der Schulung zum Expertenstandard „Schmerz“ tragen Sie die Inhalte per PowerPoint-Präsentation vor. Zur Veranschaulichung der nicht medikamentösen Schmerztherapie haben Sie Anschauungsmaterial mitgebracht.
7. Tipp: Sprechen Sie so, dass sich Ihre Zuhörer angesprochen fühlen.
Unterstreichen Sie Gesagtes mit Gesten. Sprechen Sie laut genug und immer etwas langsamer, als es Ihnen angemessen erscheint. Sie können sicher sein: Das ist immer noch schnell genug.
8. Tipp: Fassen Sie das Gesagte in regelmäßigen Abständen zusammen.
Schreiben Sie dazu während des Vortrags Kernworte auf Karten oder Flipchart. Diese greifen Sie bei der Zusammenfassung auf.
Hinweis: Schreiben Sie immer nur jeweils einen Aspekt auf eine Karte.
9. Tipp: Erklären Sie immer, was Sie mit der Schulung erreichen wollen.
Geben Sie Ihren Mitarbeitern zu Beginn der Schulung einen kurzen Überblick über die Inhalte, die Sie vorstellen werden. Machen Sie dabei neugierig auf das Thema.
Beispiel: Zu Beginn Ihrer Schulung zum Thema „Kommunikation mit Menschen mit Demenz“ erklären Sie, dass Sie zunächst mit Ihren Mitarbeitern die wichtigsten Kommunikationsregeln herausarbeiten wollen und diese anschließend an Fallbeispielen gemeinsam üben werden. Nennen
Sie ebenfalls Ihr Ziel, das beispielsweise darin besteht, dass Ihren Mitarbeitern deutlich wird, dass sie ihre Kommunikation auf den Demenzkranken abstimmen müssen und nicht umgekehrt.
10. Tipp: Unterteilen Sie den Stoff in zuhörerfreundliche Einheiten.
Nach etwa 10 Minuten lässt die Aufmerksamkeit nach. Versuchen Sie daher, Ihre Schulungen in Einheiten von 10 Minuten aufzuteilen.
Beispiel: Sie führen eine Schulung zur Kontrakturenprophylaxe durch. Erklären Sie zunächst, was Kontrakturen sind. Bitten Sie anschließend Ihre Mitarbeiter, im Zweiergespräch herauszufinden, welche Gelenke von Kontrakturen betroffen sein können. Referieren Sie danach die verschiedenen Möglichkeiten zur Prophylaxe. Bitten Sie Ihre Mitarbeiter, darauf aufbauend in Dreiergruppen herauszufinden, wie eine korrekte Lagerung in Mittelstellung der Gelenke durchgeführt werden soll.
11. Tipp: Fesseln Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Mitarbeiter durch Live-Events.
Leiten Sie die Fortbildung durch eine Vorführung ein. Bitten Sie z. B. Ihre Mitarbeiter, sich zu Beginn der Schulung zur Dekubitusprophylaxe auf ihre Hände zu setzen. Ihre Mitarbeiter werden schnell feststellen, dass die Durchblutung der Hände abnimmt und sie weiß werden. An diesem Selbstversuch erklären Sie anschließend die Entstehung eines Dekubitus. Probieren Sie diese 11 Tipps einfach bei Ihrer nächsten Schulung aus. Sie werden feststellen, wie Sie auf diese Weise Ihre eigenen Schulungen auflockern und für Ihre Mitarbeiter lebendig gestalten.
In "Stationäre Pflege aktuell" finden Sie das Wichtigste über Mitarbeiterschulungen in Ihrer Einrichtung.
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