Das sollten Sie über Begehungen der Heimaufsicht wissen

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„Oh Schreck, Herr Fichter von der Heimaufsicht ist im Haus!” – So oder so ähnlich ist die 1. Reaktion vieler Mitarbeiter, sobald sie erfahren, dass die Heimaufsicht zur unangekündigten Heimbegehung im Pflegeheim ist. Im Allgemeinen bricht dann hektisches Hin- und Hergelaufe aus. Schnell wird die Sauerstoffflasche noch an der Wand korrekt fixiert und die Tische im Speisesaal gewischt. Und es beginnt das große Zittern: Was wird wohl geprüft werden? Lesen Sie, was es mit der Begehung der Heimaufsicht auf sich hat.
Sie haben noch mehr Fragen zum professionellen Umgang mit der Heimaufsicht? Dann lesen Sie „HeimManagement kompakt”. Hier finden Sie detaillierte Antworten und Empfehlungen zu Ihren Fragen.
Die Begehung der Heimaufsicht als Chance
Die Heimaufsicht ist als Kontrollbehörde zum Schutz der Bewohner eingeführt worden. Bei ihren Überprüfungen im Pflegeheim geht es darum, die geleistete Pflege auf fachliche Richtigkeit zu beurteilen. Jedoch ist nicht nur die Kontrolle der Heime deren Aufgabengebiet, sondern auch die Beratung von Führungskräften, Pflegemitarbeitern, Heimbewohnern und Angehörigen. Nutzen Sie daher die gebotenen Beratungsmöglichkeiten.
Machen Sie sich bewusst, dass die Heimaufsicht von Ihnen keine unmöglichen Dinge verlangt. Sie überprüft nur die Pflege anhand der Pflegedokumentation und meist auch durch eine oder mehrere Visiten bei Ihren Pflegekunden. Alle Dokumente, die Sie dazu benötigen, sind in der Regel spätestens seit Einführung der Pflegenoten vorhanden und Sie arbeiten tagtäglich damit.
Grundsätzlich prüft die Heimaufsicht auch eine ausreichende Personalbesetzung, z. B. anhand der bestehenden Dienstpläne. Übermäßig angesetzte Überstunden oder fehlende Fachkräfte führen zu einer Beanstandung. Auch die ausreichende Ausstattung des Heims mit zeitgemäßen Hilfsmitteln kann Gegenstand der Prüfung sein.
Die Heimaufsicht prüft unter dem Gesichtspunkt der Gefahrenabwehr
Immer wieder werden die Mitarbeiter der Heimaufsichten mit dem Vorwurf der Doppelkontrolle konfrontiert. Der Vorwurf lautet, dass sich viele Fragen der Heimaufsicht auf der einen Seite und die des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) bei der Bestimmung der Pflegenoten auf der anderen Seite gleichen. Dies mag auf den ersten Blick auch stimmen. Jedoch ist die Aufgabe der Heimaufsicht eine andere als die des MDK. Letzterer überprüft bei seiner Begehung die Qualität eines Heimes zur Vergabe der Pflegenote. Die Heimaufsicht jedoch prüft unter dem Gesichtspunkt der Gefahrenabwehr. So kann es durchaus vorkommen, dass sich die Fragen inhaltlich ähneln, der Prüfungsblickwinkel jedoch ein völlig anderer ist. Eine Doppelprüfung liegt daher nicht vor.
Selbst, wenn die Heimaufsicht Dinge findet, die in Ihrem Haus oder in Ihrem Wohnbereich nicht optimal laufen, so hat dies in der Regel keine direkte Auswirkung auf Sie persönlich. Denn es wird nicht die einzelne Pflegekraft überprüft, sondern der grundsätzliche pflegerische Ablauf als Ganzes.
Nach dem Ende der Begehung fertigt die Heimaufsicht einen Bericht an. Das Heim hat dann die Möglichkeit, eine entsprechende Stellungnahme und Verbesserungsvorschläge zu den festgestellten Defiziten zu verfassen. Die Heimaufsicht ihrerseits prüft dann, ob die geplanten Maßnahmen des Heimes zur Qualitätsverbesserung ausreichend sind. Unter Umständen überprüft sie die Umsetzung der Verbesserungen nochmals einige Monate später.
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