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7 Tipps: Pflegeabwehr von Pflege-Patienten verringern

19.06.2020

In Ihrem Arbeitsalltag erleben Sie tagtäglich, dass nicht jeder Ihrer an Demenz erkrankten Pflegekunden gleich reagiert, wenn Sie ihm morgens beim Waschen, Ankleiden oder abends beim Zu-Bett-Gehen helfen wollen. Doch je entspannter die demenziell veränderte Person die Pflegesituation erlebt, desto seltener wird sie diese ablehnen. Mit diesen Tipps gestalten Sie eine entspannte Pflegesituation.

1. Tipp: Beachten Sie die Körpersprache

Hieran können Sie direkt erkennen, ob Ihr Pflegekunde Ihre Pflege akzeptiert oder nicht. Reagieren Sie schon bei kleineren abwehrenden Bewegungen, indem Sie langsamer vorgehen oder die begonnene Handlung abbrechen. Denn oft entsteht Pflegeabwehr dadurch, dass Pflegekräfte sich über die Grenze hinwegsetzen. Wenn Sie diese jedoch beachten, schaffen Sie nach und nach eine Vertrauensbasis.

2. Tipp: Pflegen Sie aktivierend

Leiten Sie die demenziell veränderte Person an, die Pflege selbst durchzuführen. Wenn sie mündliche Aufforderungen nicht mehr umsetzen kann, versuchen Sie es mit eindeutigen Gesten.

3. Tipp: Beachten Sie biografische Gewohnheiten

Übernehmen Sie vertraute Abläufe und Gewohnheiten Ihrer demenziell veränderten Pflegekunden.

Beispiel: Wenn Ihr Pflegekunde sich etwa immer mit kaltem Wasser  gewaschen hat, sollten Sie ihm dies auch weiterhin ermöglichen. Falls sich ein Pflegekunde früher nur abends nach der Arbeit gründlich gewaschen hat, sollten Sie die Ganzkörperwäsche oder das Duschen auf den Abend verschieben.

4. Tipp: Berücksichtigen Sie die Interessen der demenziell veränderten Person

Worüber redet Ihr Pflegekunde gerne, welche Lieder singt er gerne? Mit guter Laune macht Ihrem demenziell veränderten Pflegekunden die Grundpflege doppelt so viel Spaß.

5. Tipp: Passen Sie Ihre Sprache an

Reden Sie in kurzen konsequenten Sätzen mit liebevoller freundlicher Stimme. Reden Sie langsam. Vermeiden Sie endlose Erklärungen.

6. Tipp: Benutzen Sie den Wortschatz Ihres demenziell veränderten Pflegekunden

Stellen Sie sich auf die Sprache Ihrer Pflegekunden ein, um Vertrautheit zu schaffen.

Bespiel: Herr Müller sagt zu seinem Gebiss „Esszimmer“. Die Pflegekraft sagt zu ihm daher immer: „Herr Müller räumen Sie bitte Ihr Esszimmer aus.“ Daraufhin nimmt der Pflegekunde seine Zähne aus dem Mund und lacht.

7. Tipp: Durch Rituale schaffen Sie Vertrautheit

Legen Sie in der Pflegeplanung den Pflegeablauf genau fest. Bitten Sie Ihre Kollegen, sich an diesen Ablauf zu halten. So wird die Körperpflege zum festen Ritual und Ihr Pflegekunde gewöhnt sich an die Abfolge.

Fazit: Beachten Sie die Selbstbestimmung

Ebenso wie den meisten Menschen ist es vermutlich auch Ihrem demenziell veränderten Pflegekunden sehr wichtig, dass sein Wille respektiert wird. Falls er hingegen das Gefühl bekommt, dass Sie ihn bevormunden wollen, wird er Ihre Hilfestellung abwehren.

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