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9 praktische Ansätze für Ihre Biografiearbeit

14.02.2020

Verlassen Sie sich in der Gestaltung der Methoden auf Ihre eigene Intuition und Kreativität. Es kann hilfreich sein, immer ein paar Alternativen mit dabei zu haben. So können Sie spontan auf die Bedürfnisse der Erkrankten eingehen. Verlassen Sie sich in der Gestaltung der Methoden auf Ihre eigene Intuition und Kreativität. Es kann hilfreich sein, immer ein paar Alternativen mit dabeizuhaben. So können Sie spontan auf die Bedürfnisse der Erkrankten eingehen.

Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn ein Angebot mal nicht so angenommen wird, wie Sie es sich erhofft haben. Die Arbeit mit demenzerkrankten Menschen ist immer ein abwechslungsreiches Abenteuer, das aber viel Freude macht! Alle Beispiele lassen sich mit wenig Zeitaufwand in Ihren Arbeitsalltag einbringen.

1. Reichen Sie (bekannte) Gegenstände herum und sprechen Sie darüber

Dies können Gegenstände sein, die früher im alltäglichen Leben verwendet wurden, wie beispielsweise ein Schaumlöffel zum Drehen, eine Kaffeemühle, Stofftaschentücher für Damen und Herren etc. Lassen Sie die Gegenstände ausprobieren, und sprechen Sie darüber: „Wer von Ihnen hatte denn früher Taschentücher mit solch wunderbarer Spitze?“

Praxistipp: Auf Flohmärkten können Sie alte Haushaltsgegenstände, Werkzeuge, Geschirr finden.

2. Lassen Sie Geräusche wahrnehmen

z. B. das Krähen eines Hahnes. Sie können fragen: „Wer erkennt das Geräusch? Wurde jemand von Ihnen schon davon geweckt?

Praxistipp: Unter www.soundarchiv.com gibt es unterschiedliche Geräusche zum Herunterladen.

3. Gemeinsam Fotos und Bilder betrachten und darüber sprechen

Wichtig hierbei ist, dass die Bilder groß genug und die Informationen klar zu erkennen sind. Sie können im Einzelgespräch über Bilder des Erkrankten sprechen oder auch in der Gruppe Bilder benutzen.

Wichtig: Korrigieren Sie nicht, wenn jemand sich selbst auf dem Hochzeitsfoto nicht erkennt. Sie können dann z. B. über das schöne Hochzeitskleid sprechen.

4. Das Ergänzenlassen von Sprichwörtern kommt immer sehr gut an

Die meisten haben die Sprichwörter in ihrer Jugend auswendig gelernt, und es entstehen viele Erfolgserlebnisse.

Praxistipp: Hier finden Sie alte Sprichwörter: www.planetsenior.de/deutsche-sprichwoerter/

5. Der Einsatz von Musik wird auch als „Königsweg“ bezeichnet

Viele zu Betreuende kennen die alten Lieder auswendig und singen sehr gerne mit. Vertraute Musik kann in der Gruppen- und der Einzelbegleitung eingesetzt werden. Schon das Anstimmen eines einzigen altbekannten Liedes während der Grundpflege hebt die Stimmung und weckt Erinnerungen.

Praxistipp: Midi-Music-Studio, „Da klingt dein Herz. Senioren singen mit“, Textbuch und CD zu bestellen unter www.mm-studio.eu/. Tageszentrum Wetzlar: Liederbücher und CDs zu unterschiedlichen Musikrichtungen (Schlager, Volkslieder etc.) zu bestellen über www.tageszentrum-am-geiersberg.de

6. Gehen Sie auf die Suche nach Schlüsselwörtern

Dies sind für den Erkrankten wichtige Wörter, die mit Gefühlen verbunden sind. Oft entdecken wir diese zufällig. Sie sollen Erlebnisräume öffnen, die mit positiven Erinnerungen verbunden sind.

Beispiel: Frau M. liebte ihren Hund „Maxi“. Immer bei dem Wort „Maxi“ geriet sie ins Schwärmen, wie klug ihr Hund doch war. Sie entspannte sich und lächelte. Das Reden über „Maxi“ tat Frau M. gut.

7. Aktivitäten aus dem Alltag

Aktivitäten, die aus der Vergangenheit bekannt sind, knüpfen an vorhandene Ressourcen an. Menschen mit Demenz erleben sich als kompetent und leistungsfähig und erhalten das Gefühl, gebraucht zu werden, z. B. Laub fegen, Wäsche bügeln, Schuhe putzen etc.

8. Größere Aktivitäten und Aktionen

Ausflüge auf den Wochenmarkt, ins Museum gehen, backen und kochen wie früher, Tanztee mit alten Schlagern usw.

9. Spüren mit allen Sinnen

Mit Spürelementen, die die unterschiedlichen Sinne ansprechen, können Sie Menschen mit Demenz biografisch unterstützen. Dies kann z. B. der bekannte Duft von 4711 oder Lavendel sein, das Schmecken von Pfefferminz oder das Fühlen von Stoffen, Schmuck, Rosenkranz, Schnee etc. Dies ist auch im fortgeschrittenen Stadium der Erkrankung möglich.

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