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Bakteriengefahr aus dem Wasserspender bannen

30.03.2017

Meinen auch Sie es gut mit Ihren Mitarbeitern und Besuchern und haben daher einen Wasserspender zum Selbstzapfen in Ihrem Pflegedienst aufgestellt? Dann sollten Sie wissen, dass diese häufig unzulässig hoch mit krankheitserregenden Keimen und Bakterien belastet sind.

Von 799 Wasserproben aus 10 Bundesländern, die das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) untersucht hat, wurden 36 % wegen zu hoher Keimbelastung beanstandet. Das Institut warnt daher, dass die bequemen Spender insbesondere für Menschen mit einem schwächeren Immunsystem ein Gesundheitsrisiko darstellen können.

Quelle des Problems ist weniger das Wasser selbst, sondern die schädlichen Mikroorganismen im Abfüllsystem und in den Zapfvorrichtungen, besonders bei langen Standzeiten, Sonneneinstrahlung, hoher Raumtemperatur sowie mangelnder Reinigung und Desinfektion der Geräte.

Hinweis:
Es gibt 2 Arten von Wasserspendersystemen:

  1. Freistehende Wasserspender, die Wasser aus einer zu platzierenden Plastikflasche erhalten
  2. leitungsgebundene Wasserspender, die direkt an die Trinkwasserleitung angeschlossen sind

Das sollten Sie tun, wenn Sie einen Wasserspender in Ihrem Pflegedienst haben

Wenn auch Sie einen Wasserspender in Ihrem Pflegedienst haben, sollten Sie bei der Verwendung folgende Hygienemaßnamen strikt beachten:

Bei freistehenden Geräten sollte das Wasser spätestens nach 14 Tagen aufgebraucht sein, ansonsten sollten Sie den Behälter auswechseln, auch wenn er noch nicht leer ist.
Bei allen Geräten: Nach jeweils höchstens 3 Monaten sollten Sie eine Hygienewartung durchführen lassen, wobei abwechselnd eine hygienische Instandhaltung und eine komplette Reinigung sowie Desinfektion des gesamten Abfüllsystems erfolgen sollten.

Hinweis: Beachten Sie hierzu die Betriebsanweisung Ihres Gerätes.

Fazit:
Wo sich immungeschwächte Pflegekunden aufhalten (z. B. Tagespflegeeinrichtung, Gastraum Ihres Pflegedienstes oder Betreuungsgruppenraum), sollten Sie Wasserspender durch Wasserflaschen ersetzen.

Nein, Danke

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