Verlag & Akademie

Programm zur betrieblichen Gesundheitsförderung in 7 Schritten!

26.02.2018
Als Arbeitgeber in der Pflegebranche müssen Sie sich nicht nur überlegen, wie Sie rares Pflegepersonal finden, sondern dieses auch binden. Ein Programm zur betrieblichen Gesundheitsförderung kann hier ein wichtiger Baustein sein.
Die Entwicklung und Etablierung eines solchen Programms ist eine Managementaufgabe und muss deswegen gut organisiert sein. Lediglich im Leitungs- oder Qualitätszirkel mal über Gesundheitsförderung zu sprechen reicht nicht aus. Mithilfe der folgenden Schritt-für-Schritt-Anleitung schaffen Sie nachhaltige Strukturen zum Aufbau Ihres Programms zur betrieblichen Gesundheitsförderung, von dem Ihre Mitarbeiter auch tatsächlich profitieren.

Schritt-für-Schritt-Anleitung: Organisation eines Programms zur betrieblichen Gesundheitsförderung

1: Steuerungskreis „Gesundheit“ einsetzen 
  • Setzen Sie einen multiprofessionell besetzten Steuerungskreis ein, der das Projekt begleitet und steuert.
  • Legen Sie einen Moderator des Steuerungskreises fest (Leitung).
  • Teilnehmer: Leitungsebenen, QB, Betriebsrat, Betriebsarzt, interessierte Mitarbeiter
  • Der Steuerungskreis tagt bis Schritt 6 regelmäßig, mindestens 1 x pro Monat, danach quartalsweise.
  • Sitzungen des Steuerungskreises werden protokolliert.
2: Analyse der Ist-Situation 
  • Um Ziele und Maßnahmen festzulegen, muss zunächst eine Ist-Erfassung der Gesundheitssituation im Betrieb erfolgen.
  • Analyse besteht aus mehreren Bestandteilen: Erhebung von Kennzahlen, Durchführung einer Mitarbeiterbefragung, Einsicht von betrieblichen Gesundheitsberichten.
3: Ziele formulieren
  • Aus den Erkenntnissen der Analyse werden Ziele formuliert: z.B. Reduzierung der Fehltage, Reduzierung der Erkrankungen im Rückenbereich etc.
  • Die Ziele sollten im Leitbild der Einrichtung Eingang finden; so können Sie den Mitarbeitern ggf. dokumentieren, dass Gesundheitsförderung zur Mitarbeiterpolitik des Trägers gehört.
4: Unterstützung holen 
  • Nutzen Sie externe Expertise, z.B. von Krankenkassen oder Berufsgenossenschaften.
  • Diese unterstützen aufgrund ihres gesetzlichen Auftrags kostenlos und bieten Beratung, Hilfe bei der Analyse, Schulungen und Workshops zu Gesundheitsthemen oder übernehmen die Moderation bei der 
Startphase.
  • Alternativ können Sie auch Unternehmensberatungen nutzen, diese sind aber häufig sehr kostenintensiv.
  • Orientieren Sie sich an Best Practice: Empfehlenswert ist auch der Austausch mit Einrichtungen, die bereits Erfahrung mit einem Gesundheitsförderungsprogramm haben.
5: Maßnahmen planen 
  • Aus den Erkenntnissen aus Schritt 2 – 4 können Sie nun Maßnahmen zur Gesundheitsförderung ableiten.
  • Berücksichtigen Sie dabei, wie Sie möglichst alle Zielgruppen in der Einrichtung erreichen (für die Mitarbeiter der Heimverwaltung sind ggf. Maßnahmen für die Pflege nicht passend).
6: Umsetzung der Maßnahmen 
  • Starten Sie nicht alle Maßnahmen auf einmal, sondern beginnen Sie versetzt, um die Mitarbeiter mit dem Angebot nicht zu überfordern, sondern sie stattdessen an die Aktivitäten heranzuführen.
  • Sorgen Sie mit einer guten Öffentlichkeitsarbeit in der Einrichtung dafür, dass die MA auch über die Maßnahmen Kenntnis erlangen.
  • Dies kann z. B. über ein Mitarbeiterschreiben, einen Aushang oder im Rahmen einer Mitarbeiterversammlung erfolgen.
  • Denken Sie auch an die Fluktuation im Personalbereich – laufend kommen neue Mitarbeiter hinzu, während andere gehen. Informieren Sie also regelmäßig und wiederkehrend über Ihre Angebote. Ein Informationsschreiben, das mit den Einstellungsunterlagen übergeben wird, kann sich hier ebenfalls als nützlich erweisen.
7: Evaluation des BGM 
  • Evaluieren Sie in regelmäßigen Abständen den Erfolg der Maßnahmen.
  • Im Regelbetrieb sollte jährlich eine Evaluation erfolgen, bei der Einführung eines BGM sollte nach einem Jahr eine 1. Zwischenbilanz gezogen werden.
  • Bewerten Sie die Ergebnisse der Evaluation im Steuerungskreis (Evaluation s. u.).
Der 1. Schritt beim Aufbau eines solchen Programms ist es, ein Gremium zur Steuerung des Projektes einzusetzen. Diese Projektgruppe sollte mit verschiedenen Berufsgruppen Ihrer Einrichtung besetzt sein: den Leitungsebenen der Einrichtung, ggf. Personalleiter, Qualitätsmanagementbeauftragte sowie Betriebsarzt und Betriebsrat. Die Projektgruppe hat denn schlussendlich die Aufgabe, die Aktivitäten im Rahmen des Gesundheitsförderungsprogramms zu planen, zu steuern sowie zu kontrollieren und alle Beteiligten und Ebenen in der Einrichtung über den Fortlauf und die Umsetzung der Aktivitäten des Gesundheitsförderungsprogramms stets zu informieren.
Organisieren Sie Ihr Programm im Sinne eines Managementkreislaufs Die ideale Organisation eines solchen Projektes erreichen Sie, wenn Sie sich am klassischen Managementkreislauf orientieren. Dieser beginnt mit einer Analyse der Ausgangssituation in Ihrer Einrichtung, sieht als nächsten Schritt dann die Planung von Zielen und Umsetzung von Maßnahmen vor und mündet in eine Evaluation der bis dahin durchgeführten Aktivitäten.

Fazit

Die Einführung eines Programms zur betrieblichen Gesundheitsförderung erfordert ein planvolles Vorgehen.

Nein, Danke

Nein, Danke

Nein, Danke

Nein, Danke

Qualitäts-Management aktuell

1 x in der Woche finden Sie in unserem kostenlosen E-Mail-Newsletter PPM Qualitäts-Management aktuelle Tipps zur Qualitätssteigerung.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen. Datenschutz-Hinweis

Nein, Danke

Palliativpflege heute

News und Praxistipps für eine professionelle Palliativpflege – speziell für Pflegekräfte in stationären und ambulanten Einrichtungen.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen. Datenschutz-Hinweis

Nein, Danke

Menschen mit Demenz professionell pflegen

Wichtige Informationen zum Thema Pflege und Betreuung bei Demenz. So bewältigen Sie als Pflegefachkraft die speziellen Herausforderungen.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen. Datenschutz-Hinweis

Nein, Danke

Nein, Danke

Nie mehr den Überblick verlieren!

Holen Sie sich Hilfe für Ihre stationäre Pflege!

In nur 15 Minuten über das Wichtigste informiert sein.

  • Pflegekokumentation
  • Mitarbeiterführung
  • Haftungsrecht
  • Nein, Danke

    Nein, Danke