Verlag & Akademie

Bewohneraufnahme im Pflegeheim: Schaffen Sie Klarheit bei den Angehörigen

08.12.2017

Gerade Kleinigkeiten können den Start in das neue Heimleben erschweren. Wird die Kleidung des Bewohners nicht mehr zu Hause gewaschen, ergeben sich ganz neue Anforderungen an die Bekleidung. Ein Merkblatt verrät Bewohnern und Angehörigen im Vorfeld, worauf sie sich einstellen müssen.

Insbesondere zu Beginn des Heimaufenthaltes kommt es zwischen den An­gehörigen und Ihren Mitarbeitern häufig zu Auseinandersetzungen bezüglich der Wäscheversorgung. In der Regel wird die Bewohnerwäsche heutzutage nicht mehr in der eigenen Heimwäscherei versorgt, sondern zu externen Großwäschereien gegeben. Natürlich läuft das Waschen der Wäsche dort ganz anders ab als zu Hause. Aber selbst wenn Sie noch über eine hauseigene Wäscherei verfügen, ist der Wäschekreislauf nicht mehr mit der „heimischen Waschküche“ von früher vergleichbar. Haben die Angehörigen den Lieblingspullover der Mutti damals noch separat mit der Hand gewaschen, geht das jetzt heutzutage nicht mehr.

Ein Infoblatt schafft Klarheit

Um solchen Unklarheiten von Anfang an vorzubeugen, stellen Sie den Angehörigen so früh wie möglich ein entsprechendes Merkblatt mit allen Informationen rund um die Wäsche zur Verfügung. Diese Hinweise erleichtern Ihnen dann die Vorbereitung. Nutzen Sie unsere Musterformulierungen für ein solches Infoblatt:

Infoblatt: Wäscheversorgung im „Haus Sonnenschein“

Kennzeichnung der Wäsche

Bitte bedenken Sie, dass jedes Wäschestück, das in die externe Wäscherei geht, dort mit einem Namensaufdruck und einem Strichcode versehen wird. Diese Aufdrucke sind recht großflächig und können meist nicht mehr entfernt werden. Bitte beachten Sie dies insbesondere bei teuren Kleidungsstücken.

Unterwäsche

Die Wäsche wird von einer Fremdwäscherei gewaschen. Die Durchlaufzeit für die Wäsche beträgt bei dieser Wäscherei mindestens 5 Tage. Wir empfehlen: Sie sollten mindestens die 2 1⁄2­-fache Menge der Durchlauftage an täglich benötigter Unterwäsche (in unserem Fall entspricht dies der benötigten täglichen Menge x 12,5) bereithalten.

Oberbekleidung

Die Oberbekleidung muss nach Möglichkeit pflegeleicht und für die Maschinenwäsche geeignet sein. Alle Kleidungsstücke, die nicht für die Maschinenwäsche geeignet sind, können nur chemisch gereinigt werden. Die chemische Reinigung wird Ihnen durch die Wäscherei separat in Rechnung gestellt. Alternativ können Sie die entsprechenden Kleidungsstücke auch selbst reinigen. Bitte bedenken Sie, dass unsere Pflegemitarbeiter keine Wäscheexperten sind und nicht auf Anhieb erkennen, ob die Wäsche waschbar ist. Beschränken Sie daher bitte nicht waschbare Kleidungsstücke auf ein Minimum.

Morgenmantel

Denken Sie bitte daran, einen Morgenmantel mitzubringen.

Strumpfhosen und Strümpfe

Kaufen Sie lieber nicht zu teuer ein. Eine ausreichende Menge ist wichtiger. Bedenken Sie, dass in einer Großwäscherei gewaschen wird.
Falls Ihr Angehöriger eine weibliche Rollstuhlfahrerin ist, sollten Sie in jedem Fall Strumpfhosen besorgen. Kniestrümpfe oder Socken sind den meisten älteren Damen zu kalt und zeigen zu viel freies Bein.

Eigene Bettwäsche

Eigene Bettwäsche stellt Vertrautheit her. Grundsätzlich ist es kein Problem, die eigene Bettwäsche mitzubringen. Bedenken Sie aber auch hier die Umlaufzeiten der Wäscherei.
Falls Sie sich dazu entscheiden, eigene Bettwäsche zu benutzen, beschränken Sie sich bitte auf Kissen und Bettbezug. Die Laken werden in jedem Fall durch uns gestellt, da private Laken den Anforderungen an die Strapazierfähigkeit in der Pflege häufig nicht genügen.

Ist Ihr Angehöriger inkontinent oder wird er dies im Laufe der Zeit, kann private Bettwäsche in der Regel nicht mehr benutzt werden, da diese nicht ausreichend hygienisch aufbereitet werden kann.

Eigene Handtücher

Mit Handtüchern und Waschlappen verhält es sich ähnlich wie mit der Bettwäsche.

Schuhe

Beachten Sie neben den Vorlieben Ihrer Angehörigen, dass die mitgebrachten Schuhe die Gangsicherheit fördern und keine Druckstellen verursachen. Bringen Sie mindestens mit:

  • 1 Paar feste Hausschuhe, die leicht anzuziehen sind und gleichzeitig einen guten Sitz haben.
  • 1 Paar leichte Sandaletten oder Schuhe für den Aufenthalt in den Räumen des Heims.
  • 1 Paar Straßenschuhe
Praxis Altenpflege
Nein, Danke

Nein, Danke

Nein, Danke

Nein, Danke

Qualitäts-Management aktuell

1 x in der Woche finden Sie in unserem kostenlosen E-Mail-Newsletter PPM Qualitäts-Management aktuelle Tipps zur Qualitätssteigerung.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen. Datenschutz-Hinweis

Nein, Danke

Palliativpflege heute

News und Praxistipps für eine professionelle Palliativpflege – speziell für Pflegekräfte in stationären und ambulanten Einrichtungen.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen. Datenschutz-Hinweis

Nein, Danke

Menschen mit Demenz professionell pflegen

Wichtige Informationen zum Thema Pflege und Betreuung bei Demenz. So bewältigen Sie als Pflegefachkraft die speziellen Herausforderungen.

Herausgeber: VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft AG
Sie können den kostenlosen E-Mail-Newsletter jederzeit wieder abbestellen. Datenschutz-Hinweis

Nein, Danke

Nein, Danke

Nie mehr den Überblick verlieren!

Holen Sie sich Hilfe für Ihre stationäre Pflege!

In nur 15 Minuten über das Wichtigste informiert sein.

  • Pflegekokumentation
  • Mitarbeiterführung
  • Haftungsrecht
  • Nein, Danke

    Nein, Danke