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Blog - Schluss mit Halbwahrheiten: Räumen Sie mit den 5 größten Irrtümern zum Thema Demenz auf

05.03.2019
Schluss mit Halbwahrheiten: Räumen Sie mit den 5 größten Irrtümern zum Thema Demenz auf

Wenn Sie in Ihrem Bekanntenkreis erzählen, dass Sie in der Pflege von Menschen mit Demenz tätig sind, hören Sie bestimmt viele Ansichten, die einfach nicht stimmen. So denken viele Menschen, dass Alzheimer und Demenz das Gleiche sind oder dass Alzheimer ansteckend sein soll. Da Demenz und speziell Alzheimer-Demenz in der älter werdenden Gesellschaft immer problematischer wird, sollten Sie als Pflege- und Betreuungskraft den fünf größten Irrtümern zum Thema Demenz entschieden entgegentreten.

1. Vorurteil: Die Alzheimer-Krankheit ist ansteckend

Es fehlt bislang jeder wissenschaftliche Nachweis, dass die Alzheimer-Krankheit
beim Menschen ansteckend ist. Demnach ist kein spezieller Schutz im täglichen Umgang mit Patienten oder in der Pflege nötig.

2. Vorurteil: Demenz und Alzheimer sind das Gleiche

Der Begriff Demenz stammt aus dem Lateinischen und kann sinngemäß mit „ohne Geist“ übersetzt werden. Über 50 verschiedene Störungen der Gehirnleistung werden darunter zusammengefasst. Demenz ist also ein Überbegriff und nicht gleichzusetzen mit der Alzheimer-Krankheit.

3. Vorurteil: Die Aufnahme von Aluminium führt zur Alzheimer-Krankheit

Fakt ist: Ein Zusammenhang von erhöhter Aluminiumaufnahme und dem Auftretender Alzheimer-Krankheit konnte bisher wissenschaftlich nicht belegt werden.

4. Vorurteil: Alzheimer-Patienten sterben, weil sie vergessen zu atmen

Menschen mit Alzheimer vergessen nicht, zu atmen. Sie sterben auch nicht unmittelbar an der Alzheimer-Krankheit, sondern an Begleitsymptomen. Im letzten Stadium der Krankheit sind die Alzheimer-Patienten rund um die Uhr pflegebedürftig. Aufgrund der mangelnden Abwehrfähigkeit ihres Immunsystems leiden Alzheimer-Patienten in diesem Stadium häufig an einer Lungenentzündung, an Infektionen oder anderen Krankheiten. Die Begleiterkrankungen führen schließlich zum Tod.

5. Vorurteil: Alzheimer ist keine Krankheit, sondern eine natürliche Alterserscheinung

Diese Behauptung wurde immer wieder in populärwissenschaftlichen Veröffentlichungen aufgestellt. Da es mittlerweile möglich ist, durch bildgebende Verfahren, die für die Alzheimer-Krankheit charakteristischen Eiweißablagerungen aus Beta-Amyloid und Tau, im lebenden Organismus sichtbar zu machen, kann dieser Behauptung entschieden widersprochen werden. Alzheimer ist eine Erkrankung,
die diagnostiziert, behandelt und weiter erforscht werden muss.

Hinweis: Weitere Informationen zum aktuellen Stand der Forschung erhalten Sie
unter www.alzheimer-forschung.de.

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