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Blog - Umgang mit Fahrverboten Ihrer Mitarbeiter

08.03.2019
Umgang mit Fahrverboten Ihrer Mitarbeiter

Im ambulanten Dienst sind Sie darauf angewiesen, dass Ihre Mitarbeite ihre Fahrerlaubnis nicht (zwischendurch) verlieren. Gleiches gilt für Ihren Fahrdienst, wenn Sie eine Tagespflege betreiben. Tritt doch einmal der Ernstfall ein, ist noch nicht alles verloren!

Tatsächlich haben Sie drei Möglichkeiten, wie Sie mit Mitarbeitern umgehen, die ihren Führerschein (zeitweise) abgeben müssen.

1. Fahrverbot vermeiden

Wenn Ihr Mitarbeiter nur für vier Wochen den Führerschein abgeben muss, können Sie als Arbeitgeber mithelfen, dieses Fahrverbot abzuwenden. Denn wenn der Nachweis geführt wird, dass ein Fahrverbot den Arbeitsplatz oder gar die Existenz gefährdet, kann das Gericht auf die Anordnung eines Fahrverbotes verzichten. In der Regel wird dann die Geldbuße verdoppelt. Das allerdings klappt nur, wenn der Mitarbeiter kein „Wiederholungstäter“ ist.

Sollte Ihr Mitarbeiter das verdoppelte Bußgeld nicht aus eigener Tasche zahlen können, vereinbaren Sie mit ihm eine Ratenzahlung und behalten die Raten vom Gehalt ein.

2. Fahrverbot verschieben

Ist ein Fahrverbot erteilt worden, können Sie alternativ auch darauf einwirken, dass dieses verschoben wird. Wer in den letzten zwei Jahren kein Fahrverbot hatte, kann dieses binnen einer 4-Monats-Frist „absitzen“. In der Zeit kann der Mitarbeiter Urlaub nehmen und wenn möglich Überstunden abfeiern. So haben Sie noch den positiven Effekt, lästige Plusstunden loszuwerden und drohende Urlaubsblasen abzuwenden.

3. Im schlimmsten Falle kündigen

Anders gelagert ist der Fall, wenn das Fahrverbot drei Monate oder länger gilt – oder der Mitarbeiter den Führerschein ganz abgeben muss. Bei solchen drastischen Strafen liegt in der Regel ein erheblicher Verstoß vor. Für Sie gelten daher zwei Aspekte: Zum einen halten die Behörden ihren Mitarbeiter nicht geeignet, ein Kraftfahrzeug zu führen, zum anderen kann der Mitarbeiter auch seine arbeitsvertraglich geschuldeten Leistungen nicht mehr erbringen. Lassen Sie sich in so einem Falle aber immer von einem Fachanwalt beraten.

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