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Blog - Festlegung von Rüstzeiten in der ambulanten Pflege

22.01.2019
Festlegung von Rüstzeiten in der ambulanten Pflege

Im ambulanten Pflegedienst stehen den Mitarbeitern Rüstzeiten zu. Allerdings sind diese nicht mitarbeiterseitig beliebig ausdehnbar. Vielmehr sollten Sie die zur Verfügung stehende und damit als Arbeitszeit zu vergütende Rüstzeit festlegen.

Wenn Mitarbeiter schon 15 Minuten vor Tourbeginn in das Büro kommen und in der Zeit noch einen Kaffee und 2-3 Zigaretten rauchen, ist dies keine Arbeitszeit. Wenn sich Mitarbeiter jedoch diese Zeit aufschreiben, kommen bei 15 Minuten x 280 Schichten im Jahr 70 Überstunden zusammen – ohne, dass eine Leistung erbracht wurde. Bei 10 Mitarbeitern sind das schon 700 Stunden.

Damit Sie dieses Geldgrab zuschütten. legen Sie klar fest, wie lange die Rüstzeit dauert. In der Regel reichen 5 Minuten vor und 5 Minuten nach der Tour. Schließlich muss der Mitarbeiter nur die Schlüssel der Pflegekunden nehmen, ins Übergabebuch schauen und die Autoschlüssel einstecken.

Sollte noch das An- und Ablegen der Arbeitskleidung vonnöten sein, berechnen Sie das auch zu der Rüstzeit. Denn auch diese Zeit fällt unter Arbeitszeit. Aber niemals brauchen Mitarbeiter 20 bis 30 Minuten Rüstzeit vor und nach der Tour. Sie können die tatsächlich benötigte Zeit vor und nach der Tour auch messen. Dann haben Sie einen validen Wert.

Nehmen Sie hierfür einen Durchschnittswert aller Mitarbeiter. Setzen Sie die Rüstzeit auch immer auf die Tourenpläne. Das schafft bei Ihren Mitarbeitern Transparenz. Zudem wissen Sie genau bei der Kalkulation einzelner Einsätze, welche Umlage pro Einsatz Sie für die Rüstzeit vornehmen müssen. Somit sparen Sie zum einen Geld und zum anderen haben Sie eine wirklich genaue Kalkulationsgrundlage für die Wirtschaftlichkeitsberechnung der einzelnen Einsätze bei den Patienten.

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