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Blog - Kennen Sie den Nocebo-Effekt?

23.09.2018
Kennen Sie den Nocebo-Effekt?

Das negative Gegenstück zum Placebo-Effekt ist der Nocebo-Effekt. Beide Begriffe kommen aus dem Lateinischen. Placebo kann übersetzt werden mit: „Ich werde gefallen“. Hingegen meint der Begriff Nocebo: „Ich werde schaden“.

Der Placebo-Effekt ist schon seit langem bekannt. Gemeint ist, dass z.B. ein Medikament, das eigentlich keine Wirkung hat, aufgrund einer positiven Wirkungszuschreibung auch wirklich positiv wirkt. Der Nocebo-Effekt beschreibt genau das Gegenteil. Etwas Negatives tritt auch wirklich ein, weil es entsprechend angekündigt wird.

Aus der täglichen Praxis kennen Sie den Nocebo-Effekt. Wenn Ihnen die Arzthelferin Blut abnehmen möchte und dies mit „Gleich wird es etwas weh tun“ ankündigt, dann wird es auch wirklich wehtun.

Achten Sie auf Ihre Wortwahl

Auch im pflegerischen Bereich gibt es Begriffe, die gut abgewogen oder besser gar nicht benutzt werden sollten. Zum Beispiel wird auch in der Altenpflege vom „Giftschrank“ gesprochen, wenn es um die Medikamente geht, die z. B. unter die Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung fallen.

Auch Redewendungen, wie z. B. „Ich mache Sie jetzt fertig“ – gemeint ist die Grundversorgung –, können hier für Verwirrung sorgen. Also: Entrümpeln Sie Ihren Wortschatz, damit Sie nicht den Nocebo-Effekt auslösen.

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