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Blog - 3 Minister mit großen Zielen: Nun wird sich endlich auf die Pflege konzentriert

05.09.2018
3 Minister mit großen Zielen: Nun wird sich endlich auf die Pflege konzentriert

Kommt die Bundesregierung in Sachen Pflegefachkräftemangel nun endlich in die Puschen? Zumindest stellte der Gesundheitsminister Jens Spahn, Familienministerin Franziska Giffey und Arbeitsminister Hubertus Heil den Plan zu einer „Konzertierten Aktion Pflege“ vor. Die 3 Minister haben sich vorgenommen, binnen eines Jahres  etliche Maßnahmen zu verabschieden, um den Pflegefachkräftemangel zu reduzieren, die Arbeitsbedingungen von professionell Pflegenden spürbar zu verbessern und den Beruf damit attraktiver zu machen.

Geplant ist etwa:

  • die Löhne für Pflege(fach)kräfte zu erhöhen.
  • Flächentarife zu erhöhen.
  • Tausende Arbeitskräfte im Ausland, z. B. aus Albanien und dem Kosovo, anzuwerben.
  • die Pflegeausbildung zu verbessern.
  • die Visumvergabe an Fachkräfte aus dem Ausland zu erleichtern.

Zudem sollen bei der Planung auch die Vorschläge des Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, mit einbezogen werden. Denn dieser hatte 5 Punkte für mehr Pflegekräfte vorgestellt – u. a. eine Prämie für Berufsrückkehrer und ein neues Lohnmodell mit der Möglichkeit, bei vollem Lohnausgleich die Arbeitszeit auf 80 % zu reduzieren.

Hinweis: Schauen Sie sich das Positionspapier „Mehr PflegeKRAFT“ einmal unter https://www.pflegebevollmaechtigter.de/images/dokumente/2018-06-05_mehr_pflegekraft_papier.pdf an.

Fazit von Annett Urban:

Ich persönlich frage mich, wie z. B. ein normaler Pflegedienst höhere Löhne zahlen soll, wenn die Kassen nicht bereit sind, die Leistung eines Pflegedienstes angemessen zu vergüten. Zudem möchten doch schon jetzt viele Pflegedienste Pflegekräfte aus dem Ausland gewinnen, das ist doch nichts Neues. Doch dies scheitert i. d. R. am langwierigen Anerkennungsverfahren. Auch die Tarife zu erhöhen ist schön, gilt aber nicht für die private Pflege, denn diese können keinen Tarif zahlen, weil sie weniger Geld von den Kassen bekommen. Zudem sind das alles nur langfristige Lösungen, aber nicht geeignet, um den akuten Bedarf zu decken.

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