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Blog - Ein eigenes Gedicht: Machen Sie den November warm statt grau

02.11.2018
Ein eigenes Gedicht: Machen Sie den November warm statt grau

Immer wieder wird vom „November- Blues“ gesprochen. Doch hat dieser Monat auch seine schönen Seiten. Das Durchleben der dunklen Jahreszeit ist zudem leichter, wenn man sich mit ihr anfreundet. Bei Kerzenlicht, warmem Tee und einem schönen Gedicht erscheint das Grau eines Novembertages schon freundlicher.

Schreiben Sie gemeinsam ein Gedicht

Besorgen Sie einen großen Bogen DINA3- Papier in einem warmen Farbton, z.B. Orange. Legen Sie einige Blätter und Kugelschreiber bereit. Für das fertige Gedicht benötigen Sie dann noch z.B. einen Kalligrafie- Stift. Motivieren Sie Ihre Bewohner zunächst, Begriffe zu sammeln, die sie mit dem Monat November verbinden.

Dies können z.B. Wörter sein, etwa Nebel, Tau, Sonnenstrahlen, Wind, Regen oder Kerzenlicht. Versuchen Sie nun, aus den einzelne Wörtern Gedichtzeilen zu bilden, z.B.: „Der Nebel legt sich auf die Wiesen.“ Finden Sie auch gemeinsam Reimwörter zu den favorisierten Begriffen, z.B. Wind – geschwind oder Regen – Segen. Gestalten Sie dann gemeinsam ein Gedicht. Nutzen Sie das folgende Gedicht als Türöffner für Ihr Angebot.

Nutzen Sie als Türöffner das Gedicht "November"

von Heinrich Seidel (Strophe 1-3)

Solchen Monat muss man loben;
Keiner kann wie dieser toben,
Keiner so verdrießlich sein,
Und so ohne Sonnenschein!
Keiner so in Wolken maulen,
Keiner so mit Sturmwind graulen.
Und wie nass er alles macht,
Ja, es ist ‘ne wahre Pracht.

Seht das schöne Schlackerwetter!
Und die armen welken Blätter,
Wie sie tanzen in dem Wind
Und so ganz verloren sind!
Wie der Sturm sie jagt und zwirbelt
Und sie durcheinanderwirbelt
Und sie hetzt ohn‘ Unterlass:
Ja, das ist Novemberspaß!

Und die Scheiben, wie sie rinnen!
Und die Wolken, wie sie spinnen
Ihren feuchten Himmelstau
Ur und ewig, trüb und grau!
Auf dem Dach die Regentropfen:
Wie sie pochen, wie sie klopfen!
Und an jeder Traufe hängt
Trän‘ an Träne dicht gedrängt.

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