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Blog - Erfolgreiche Gestaltung der Probezeit

11.01.2019
Erfolgreiche Gestaltung der Probezeit

Wenn Sie an neuen Mitarbeitern dauerhaft Freude haben möchten, gestalten Sie die Probezeit individuell und machen Sie Ihre Anforderungen an den Neuling transparent. Darüber hinaus benötigen Sie eine fundierte Entscheidungsgrundlage, ob Sie den neuen Mitarbeiter gern behalten möchten oder sich lieber von ihm trennen möchten.

Insgesamt können Sie fünf Themenbereiche definieren, die die Erwartungshaltungen Ihres neuen Mitarbeiters mit Ihrer Erwartungshaltung vergleicht. Sie sehen schnell, ob es zu Übereinstimmungen oder aber zu Differenzen kommt. Genau dieses Vorgehen aber ist objektiv und erleichtert viele Entscheidungen im Zusammenhang mit dem neuen Mitarbeiter.

Deshalb sollten Sie schon zu Beginn des Arbeitsverhältnisses die Erwartungen miteinander abstimmen und auf den nachfolgenden Tabellen dokumentieren. Im Verlauf der Probezeit haben Sie und der neue Mitarbeiter immer eine Grundlage, auf der Sie Reflexionsgespräche führen können und notwendige Justierungen vornehmen können. Nutzen Sie dafür die Tabellen in diesem ersten Teil zu drei verschiedenen Themenbereichen:

Fokus: Pflegefachliche Kompetenz

Ihre Erwartung*mögliche Erwartung des neuen Mitarbeiters*Maßnahmen, um die Erwartungslücke zu schließen*
Der neue Mitarbeiter beherrscht sicher grundpflegerische TechnikenDer neue Mitarbeiter erkennt die eigenen Fähigkeiten, Stärken und Schwächen anMitarbeitervisiten alle 4 bis 8 Wochen mit abschließender Nachbesprechung und individuellen Optimierungsmaßnahmen durchführen
Der neue Mitarbeiter ist sicher in der BehandlungspflegeDer neue Arbeitgeber akzeptiert, dass bei komplexen Maßnahmen wie z.B. Portversorgung, Katheterisierung noch Unsicherheiten vorliegens.o. - Durchführung spezieller Praxisanleitung, welche die Fähigkeitslücke schließt

* Es handelt sich hier um Beispielformulierungen für Sie als Arbeitshilfe. Sie können hier natürlich andere Inhalte eintragen. Bitte denken Sie generell daran, dass Ihre Anforderungen an die Stelle immer analog zur jeweiligen Qualifikation des Mitarbeiters sein muss.

Fokus: Pflegedokumentation

Ihre Erwartung*mögliche Erwartung des neuen Mitarbeiters*Maßnahmen, um die Erwartungslücke zu schließen
Der Mitarbeiter beherrscht die Pflegedokumentation im Sinne der MDS-GrundsatzstellungnahmeDer neue Arbeitgeber hat Geduld - insbesondere bei der Erstellung und Evaluation von Pflegeplanungen
  • Durchführen von Dokumentationsvisiten im Verantwortungsbereich des neuen Mitarbeiters. Erstellen eines Kataloges zur Verbesserung der Fähigkeiten der Pflegeprozess-Dokumentation des Mitarbeiters
  • Gezielte Praxisanleitung des Mitarbeiters zu den Punkten, die in seinen Pflegedokumentationen defizitär sind
  • Fokus: Informations- und Kommunikationskultur

    Ihre Erwartung*mögliche Erwartung des neuen Mitarbeiters*Maßnahmen, um die Erwartungslücke zu schließen*
    Der neue Mitarbeiter verinnerlicht schnell das Besprechungswesen in Ihrem PflegebetriebDer neue Mitarbeiter weiß, wo er welche Informationen bekommt und an wen er welche Informationen weitergeben muss
  • Erneute Besprechung der Stellenbeschreibung mit Gesprächsprotokoll
  • Vertiefung der im QM hinterlegten Strukturen des Besprechungswesens - ebenfalls mit Gesprächsprotokoll
  • Der Sinn der Gesprächsprotokolle ist es, mögliche Fehler oder Versäumnisse des neuen Mitarbeiters festzuhalten und die miteinander verabredeten Verbesserungsmaßnahmen festzuschreiben. So wird vermieden, dass bei einem erneuten Konflikt der neue Mitarbeiter nicht sagen kann „das habe ich noch nicht gewusst“. Auf der anderen Seite hat der neue Mitarbeiter auch die Sicherheit, dass er sich auf Ihre Zusagen verlassen kann – weil diese ebenfalls verschriftlicht sind.

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